Category Archives: Graz = Slovene gradec = small castle

#Unbekannter #Photograph – (#Graz #Umgebung #Wundschuh) #Wundschuher #Teich bei #Kalsdorf – 1912

„Wundschuher Teich bei Kalsdorf – 1912“

https://de.wikipedia.org/wiki/Kalsdorf_bei_Graz

Kalsdorf bei Graz

Kalsdorf bei Graz ist eine Marktgemeinde mit 7128 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) südlich von Graz in der Steiermark im Bezirk Graz-Umgebung. Sie gehört zu den am schnellsten wachsenden und wirtschaftsstärksten Gemeinden der Steiermark.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserwald_(Steiermark)

Kaiserwald bei Graz

Der Kaiserwald ist ein Waldgebiet im österreichischen Bundesland Steiermark wenige Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Graz. Sein geologischer Standort, die Kaiserwaldterrasse, ist ein lehmbedecktes eiszeitliches Schotterplateau über dem Grazer Feld. Die Lehmhaube, die in der Vergangenheit eine örtliche Ziegelindustrie ermöglichte, sorgt für eine charakteristische Grundwasserhydrologie. Botanisch gesehen handelt es sich um einen Mischwald mit Föhren und Stieleichen als bestimmenden Bäumen, der verschiedensten Tierarten Lebensraum bietet und dadurch für Jahrhunderte als landesfürstlicher Forst diente. Bedeutsam ist das Gebiet zudem durch die zahlreichen römerzeitlichen Hügelgräber.
Im Zweiten Weltkrieg war der Kaiserwald Schauplatz von Rüstungstätigkeiten der Wehrmacht. Heute dienen weite Teile des gut 30 km² großen Waldes als Erholungsraum und Wirtschaftswald. Teile sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Durch seine ökologische und klimawirksame Relevanz ist der Wald als Grünzone in den örtlichen Entwicklungskonzepten der umliegenden Gemeinden verankert. Mit der Graz-Köflacher Bahn (GKB) und der Süd-Autobahn A 2 durchqueren zwei wichtige Verkehrswege den Kaiserwald.

Etymologie

Erst mit der Josephinischen Landesaufnahme erhielt 1787 ein Großteil des Waldes die heutige Bezeichnung.

Davor wurde die Waldfläche – mit einigen Ausnahmen – noch als Kaiserliches Khart bezeichnet.

Die frühere Bedeutung des Wortes „Hart“ bzw. „Khart“ war im 18. Jahrhundert bereits nicht mehr bewusst, wie etwa die nicht sinngemäße Benutzung in der damaligen Gemeinde Oberpremstätten belegt.

Ursprünglich wurde mit dem Begriff ein lockerer Baumbestand bezeichnet, der stellenweise zu einem Wald verdichtet ist, und somit vielmehr eine Benennung für lose zusammenhängende Wälder ist.

Die Standesbezeichnung des Eigentümers schlug sich erstmals unter Ernst dem Eisernen im Waldnamen nieder, als dieser die Bezeichnung „des Herzogen Wald“ trug. Nachdem die steirischen Landesfürsten die Kaiserwürde erlangt hatten, wurde der Wald 1471 als „Römischen Kaisers Holz“ bezeichnet.

Bis ins 18. und 19. Jahrhundert lautete die amtliche Bezeichnung Forst zu Tobel oder, davon abgeleitet, Dobler Forst.

Das althochdeutsche „Dobl“ bedeutet so viel wie Waldschlucht oder Waldeinschnitt.[2][36]

https://de.wikipedia.org/wiki/Wundschuher_Teiche

Wundschuher Teiche

Wundschuher Teich 19
Deutsch: Wundschuher Teich, Blickrichtung Nordwesten
Clemens Stockner, 2017

Die Wundschuher Teiche sind eine Reihe künstlicher Stehgewässer im Kaiserwald im österreichischen Bundesland Steiermark. Die vier Hauptgewässer Forster Teich, Neuteich, Wundschuher Teich und Poniglteich wurden im Mittelalter als Fischteiche angelegt und werden vom Poniglbach gespeist.

Lage und Umgebung

Die Wasserflächen liegen im Kaiserwald am Mittellauf des Poniglbaches im westlichen Teil der Gemeinde Wundschuh. Erreichbar ist das Gebiet über die Wundschuh-Landesstraße (L 380).

Der Forster Teich ist der oberste und entlegenste der Wundschuher Teiche. Die 4,7 ha große Wasserfläche[1] liegt rund 700 m westlich der Ortschaft Forst und gut 1 km südöstlich der Kaiserwaldsiedlung. Er ist lediglich über Forstwege erreichbar. Der Poniglbach wird am Ostufer vorbeigeführt.

Der Neuteich ist mit einer Fläche von 2 ha der kleinste der Hauptteiche. Er liegt wie der Forster Teich mitten im Wald und ist über Forst- und Wanderwege erreichbar. Im Mai 2017 wurde von der steiermärkischen Landesregierung ein Europaschutzgebiet (Natura 2000) verordnet, welches mit einer Fläche von 3,1 ha den gesamten Wasserkörper und einen Teil seiner Umgebung einnimmt.[2]

Im Zentrum der Teichanlagen liegt auf 326 m ü. A. der Wundschuher Teich (früher Mitterteich[3]), der gemeinsam mit zwei kleineren Anlagen das beliebte Anglerrevier „Wundschuher See“ bildet.

Der eigentliche Wundschuher Teich, dessen nördlicher Abschnitt in sumpfiges Gelände übergeht, hat eine Ausdehnung von 4,9 ha und trägt die Bezeichnung „Hausenteich“. Die kleinste der drei Teichanlagen ist der „Raubfischteich“.

Etwa 600 m flussabwärts des Wundschuher Teiches befindet sich südlich der Landesstraße der Poniglteich (auch Menissteich, früher Mernüßteich[3]). Der gleichnamige Bach wird nordseitig vorbeigeführt. Mit einer Wasserfläche von 6,8 ha bildet er die größte Anlage, das Ufer ist durchgehend vom Wald gesäumt und nur auf Forstwegen erreichbar. Der Teich liegt auf dem Helfbrunner Niveau, einer der Kaiserwaldterrasse vorgelagerten rißzeitlichen Verebnungsfläche.

GeschichteGraz – Umgebung – Kalsdorf – Kolsdorf – Kohlsdorf – Cholesdorf – Chulesdorf – „Köhlerdorf = Holzkohlendorf“ – Etymologie 1 ahd. kolo – germ. kula kulon „Kohle cole“ – PIE g(e)ulo „glühendes“

Die Wundschuher Teiche wurden um 1100 oder 1200 von Mönchen des Stiftes Rein angelegt, indem natürliche Bodensenken abgedämmt und mit Lehm ausgeschlagen wurden. Später gelangten sie in kaiserlichen Besitz. Laut einer Schenkungsurkunde gingen die Teiche 1642 an den aus dem kaiserlichen Dienst ausscheidenden Hoffischermeister Graf Sigmund Ludwig Dietrichstein, der zuvor das Schloss Neuschloß käuflich erworben hatte.[3] Laut der Gemeinde-Website von Wundschuh wurden die Teiche jedoch erst 1442 unter Friedrich III. als Fischteiche angelegt. Der König, der als Landesfürst über den Kaiserwald verfügen konnte, ließ im selben Jahr den Wirtschaftshof ausbauen, aus dem das Gut Neuschloß hervorging.[4] Die Teichanlagen befinden sich bis heute im Besitz der Schlossherren Enffans d’Avernas.

Von 1935 bis 1938 sowie von 1945 bis 1948 waren die flachen, kaum bewegten und sehr warmen Teiche zweimal Ausbreitungsherd der Malaria. Damals existierende Waldschneisen förderten die Ausbreitung der Anophelesmücke in benachbarte Siedlungen. 1948 wurden in Wundschuh noch 35 Krankheitsfälle gezählt.[5]

1973 wurde der Wundschuher Teich zu einem Badesee mit Campingplatz umgestaltet. Neben schattigen Liegewiesen, Badekabinen und einem Buffet wurde ein Parkplatz mit 500 Stellplätzen an der neuen Landesstraße von Feldkirchen errichtet. Bis Anfang Juli 1973 investierten Fremdenverkehrsverein, Gemeinde und Land 1,7 Millionen Schilling in das Projekt. Das 9 ha große Areal sollte vor allem die Bewohner der 17 km entfernten steirischen Landeshauptstadt Graz ansprechen. Durch vier Quellen erneuerte sich das in den Sommermonaten durchschnittlich 24 bis 25 Grad warme Teichwasser ständig.[6]

Natur- und Landschaftsschutz

Die Teiche sind Teil des Landschaftsschutzgebiets Wundschuher Teiche (LSG-32), das einen großen Teil des südlichen Kaiserwaldes umfasst. Der Neuteich ist seit Mai 2017 zusätzlich als Europaschutzgebiet Nr. 45 (Natura 2000) ausgewiesen. Nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie kommt dabei dem Schutz des Vierblättrigen Kleefarns oberste Priorität zu. Daneben sind die natürlichen Lebensraumtypen Schlammflur und Stillgewässer mit Wasserschwebergesellschaften zu bewahren. Der Schutzvertrag schreibt das regelmäßige Entfernen von Röhrichtanteilen, die Bereitstellung von Pionierstandorten sowie regelmäßiges Ablassen des Teiches als Managementmaßnahmen vor.[2]

Von ornithologischem Interesse ist das Vorkommen einiger Vogelarten im Teichgraben, die insbesondere in Schilfgürteln an den Teichufern nisten. Dazu gehören etwa das Blässhuhn oder die Mönchsgrasmücke und der Zaunkönig, die das Erlengebüsch entlang des Poniglbaches als Brutplatz bevorzugen. In den feuchten Wiesen zwischen den Teichen, die von grobstängeligen Pflanzen sowie niedrigen Weiden- oder Erlenbüschen bewachsen sind, halten sich Sumpfrohrsänger und Weidenlaubsänger auf.[7]

Eine häufig vertretene Amphibienart ist der Moorfrosch, der etwa am Poniglteich lebt.[8]

https://de.wikipedia.org/wiki/Wundschuh

Wundschuh

Wundschuh ist eine österreichische Gemeinde in der Steiermark, im Bezirk Graz-Umgebung mit 1598 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) auf einer Fläche von 12,89 km².

Unbekannter #Photograph – (#Stattegg #Graz) #Scheune beim #Auerhahnwirt in #Stattegg bei #Andritz – 1912

„Scheune beim Auerhahnwirt in Stattegg bei Andritz – 1912“

Stattegger Strasse
Graz-Andritz Stattegg

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Auszüge aus der alten Schulchronik Schulprofil der Volksschule KalkleitenDas sie grod die Kolkleitner Schul hob ́n erwählt,Wüßen ́s wuhl, daß beim Schöckel herum gor kluag is das Geld. Müß ́n die Kinder den ganzen Summa bloßfüßig gehen auf die Roan,man glongt holt nirgends hin mit an Togwerksloahn. War das a Freud, doss sie wohl ent größer nit sein kunnt. Dank enk ́s Gott meini Herrn! Schollt ́s aus der Eltern Mund. Den Donk sprechen enk aus olli Stoabrecher und Hulzknecht,Olli Kloakeuschler, denn solchen do monchen a schlecht,Olli Schuster und SchneiderEtc. und so weiter. Glück und Segen soll Euch geleiten immerdarUnd Ihr möget gedenken unser wieder nächstes Jahr. Zum Andenken an diese Feier wurde seitens der ,D ́ Oberlandler’ eine Gedenktafel in Kupfer der Schule überlassen:Kaiserjubiläum Und Christbaumfest 8. Dezember 1888 D ́ Oberlandler z ́ Graz“ Die Schulchronik von 1891 hat wenig Gutes zu berichten: „Leider war in diesem Winter der Schulbesuch, infolge des tiefen Schnees, ein sehr mangelhafter und es konnte das Lehrziel deshalb nicht erreicht werden.“ Im gleichen Jahr erfolgte auch die Trennung der stets losen Schulkooperation mit St. Veit. Am 10. Juni 1897 fand wiederum eine Wanderung, diesmal auf die Göstingerhütte und dann zum Stubenberghaus, statt. Für die Kinder gab es Suppe, Fleisch, Würstel, Käse, Gemüse und zum Trinken abermals Bier.Am 24. Juni 1897 wurde erstmals seit Bestand der Volksschule die Religionsprüfung im Schulhaus abgenommen, diesmal durch Hochwürden Stadtpfarrpropst Josef Frühwirt; zuvor war dies nur in der Pfarre St. Veit möglich.

20. Februar 1898: Im Gasthaus „Zum Auerhahn“ wurde eine Unterhaltungsveranstaltung organisiert, wobei der gesamte Reinerlös für die Suppenanstalt in Kalkleiten gespendet wurde

https://de.wikipedia.org/wiki/Stattegg

Stattegg

Stattegg ist eine Gemeinde mit 2950 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) in der Steiermark nördlich angrenzend an Graz, am Fuße des Schöckls.

Geschichte

Der Name Stattegg leitet sich vom Namen der Burg ab, die auf einem Hügel errichtet wurde. Die erste Silbe kommt von „sta“ (althochdeutsch: stehen), „eck/egg“” ist ein scharfer Geländewinkel (circa 120 Grad). Weil dort das ebene Land am Berg ansteht, wurde sie „Stadeck“ genannt.[2]

Im Mittelalter waren die Stadecker ein bedeutendes Ministerialengeschlecht (Diener des Landesfürsten). Ihr Stammsitz war die Burg Stadeck im heutigen Ortsteil Hub auf dem Hügel zwischen Huberwirt und Volksschule. Sie stellten einen Erzbischof von Salzburg (Erzbischof Ulrich I. von Stadeck, 26. Erzbischof von Salzburg, 1256–1265), einen Minnesänger, Rudolf von Stadegge und mehrere Landeshauptleute (Leutold von Stadeck (1255), Hartnid von Stadeck (1292–1299), Leutold von Stadeck (1362–1364), Hans von Stadeck (1396–1398)). Im Jahr 1400 sind sie mit dem Tod von Hans von Stadeck und dessen Sohn Leuthold ausgestorben.[2]
Seit 1951 wird der Stattegger Schlossberg von der Freiwilligen Feuerwehr Stattegg als Übungsgelände benützt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Andritz

Andritz

Andritz ist der 12. und flächenmäßig größte Grazer Stadtbezirk. Er liegt im Norden von Graz und besteht aus den alten Dörfern Oberandritz, Unterandritz und St. Veit sowie der Streusiedlung Neustift.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Bezirks Andritz war schon zur Römerzeit besiedelt. Ein Friedhof aus spätrömischer Zeit lag in Weinzödl.

Der Name Andritz wird 1265 erstmals urkundlich als “Endritz” erwähnt.

Der Ortsname stammt aus dem Slawischen (jendrica = „schnell fließendes Wasser“).

Viele Siedlungs- und Flurnamen sind hier slawischen Ursprungs: Gabriach (von Gabraw) alter Name für St. Veit, Weinitzen (von vinica); Zapuden, Schuritz, Glim und Rannach.[3]
Die alten Bauerndörfer änderten ihre Charakteristik, als 1852 Josef Körösi eine Eisengießerei und eine Maschinenfabrik ansiedelte (Maschinenfabrik Andritz AG, heute Andritz AG). 1913 folgte die Papierfabrik Kranz, die aus einer seit 1790 bestehenden Papiermühle hervorgeht. Diese wurde 1939 von der Industriellenfamilie Arland übernommen und hatte bis 1990 Bestand.

Auch Andritz wurde 1850 eine selbstständige Gemeinde, kam aber gemeinsam mit St. Veit und dem südlichen Teil von Weinitzen 1938 zu Graz. Mit der Eingemeindung wurde auch ein neuer Name eingeführt (Graz Nord). 1946 wurden durch einen Gemeinderatsbeschluss die heutigen Bezirksgrenzen und der heutige Name Andritz festgelegt.[4]

Geographie

Andritz liegt einseitig an der Mur, die die Grenze zum Nachbarbezirk Gösting bildet. Die nördliche Bezirksgrenze bzw. die Stadtgrenze verläuft durch den südlichen Teil des Grazer Berglandes. Höchste Erhebung im Bezirk ist der Lineckberg, der zugleich die höchste Erhebung der Stadt am linken Murufer bildet. Weitere bekannte Hügel sind der Admonter Kogel und der Reinerkogel.

Der Andritzbach fließt durch Andritz in die Mur. Er entspringt in der Nachbargemeinde Stattegg. Die dort gelegene Quelle Andritz-Ursprung wird wegen ihres Namens oft fälschlich als dessen Quelle genannt.

Der Riel-Teich (auch Rielteich geschrieben) und die angrenzenden Wiesenflächen an der Stattegger Straße sind Naturschutzgebiet. Der Schutz beruht darauf, dass die im Teich vorkommenden Tiere in ihrer Vielfalt einzigartig sind, es sind allein 49 Arten von Libellen gefunden worden. Das Naturschutzgebiet ist 11.734 m² groß.[5]

Bauwerke

die katholische Pfarrkirche St. Veit, 1226 erstmals erwähnt. Das heutige Gebäude wurde 1657 im Stil der Renaissance erbaut.
die katholische Kirche zur Heiligen Familie, ein moderner Kirchenneubau von 1960.
die Evangelische Johanneskirche, erbaut ab 1960.
das Schloss St. Gotthard, 1147 erstmals erwähnt, 1659 neu errichtet. Direkt daneben das St. Veiter Schlössl.
1669 entstand das Schlössl in der Baumgasse
die Kapelle St. Ulrich, an einer Quelle im Süden von Andritz, der seit alters her Heilkräfte zugeschrieben wurden. Nach einer Legende soll Graf Ulrich von Gösting durch ihr Wasser geheilt worden sein, worauf er am Ulrichsbrunnen eine kleine Gedenkstätte errichten ließ. 1689 wurde daraus die Kapelle St. Ulrich, die 1735 erweitert
wurde.
Wirtschaft
Andritz AG (früher Maschinenfabrik Andritz)
zahlreiche kleine Industriebetriebe
im Westen eine große Anzahl an Einkaufsmöglichkeiten
einige landwirtschaftliche Flächen
Pferdezucht und Reitställe
Verkehr
Die Linien 4 und 5 der Straßenbahn Graz führen nach Andritz. Dort fahren auch die Buslinien 41, 45, 47, 52, und 53.
Die Weinzöttlbrücke ist eine kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke und führt über die Mur nach Gösting.
Sport
In Andritz befindet sich das Sportzentrum Graz-Weinzödl, in dem der Traditionsklub GAK seine Heimspiele austrägt. Zudem ist in Andritz der lokale SV Andritz beheimatet. Seit 2006 gibt es auch einen lokalen Basketball-Verein namens Pommes de Terre.
Kultur
Musikalisch ist der Musikverein St.Veit – Andritz – Stattegg ein fixer Bestandteil bei Festivitäten und Veranstaltungen, die in Andritz stattfinden.
Um den Schulbeginn Anfang September findet seit 1998 alljährlich (mit Ausnahme 2016)[6] das „Andritzer Flohmarktfest“ rund um den Hauptplatz statt, organisiert vom 1997 gegründeten Verein „Wir Andritzer“, einer Plattform lokaler Unternehmer.[7]
Weblinks

Commons: Andritz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Website Graz-Andritz
Einzelnachweise
• • Zahlen + Fakten: Bevölkerung, Bezirke, Wirtschaft, Geografie auf graz.at.
• • Bezirksräte im Bezirk Andritz auf graz.at (Memento des Originals vom 13. März 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
• • Gerhard Michael Dienes: Andritz und seine Geschichte, Graz 1984.
• • BIG – Bürger-Information Graz, 16. Mai 2002, S. 1.
• • Verordnung des Bürgermeisters vom 17. September 1979 in der Fassung vom 15. September 2011, Zl. 029959/2011/0003. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark, 209. Jahrgang 2013. 19. Stück, ausgegeben 10. Mai 2013. ZDB-ID 1291268-2 S. 249–251.
• • Absage Wir Andritzer Flohmarktfest (2016) (Memento vom 16. August 2016 im Internet Archive)
http://www.wirandritzer.at/ Website des Vereins Wir Andritzer, Bericht vom Flohmarktfest am 7. September 2014, abgerufen am 29. Oktober 2014

Unbekannter #Photograph – (#Graz #Geidorf #Rosenberg) #Scheune des #Brotschimpelhofs am #Rosenberg – 1912

„Scheune des Brotschimpelhofs am Rosenberg – 1912“

Minoriten-Schlössl
Quellengasse 4
Rosenberg
Geidorf
8010 Graz

https://goo.gl/maps/wG8qxNHNzRA1tYHn6

https://de.wikipedia.org/wiki/Geidorf

Geidorf

Geidorf ist der 3. Stadtbezirk von Graz.

Das „Gaidorf“ (mittelhochdeutsch für „Dorf am flachen Land“) war ehemals Teil der Grazer Vorstadt, heute liegt der Bezirk zentral in der Stadt nördlich der Altstadt und des Schloßbergs. Am bekanntesten ist Geidorf als Standort der Karl-Franzens-Universität und des Universitätsklinikums (LKH-Ost). Auf Grund seiner Nähe zum Stadtzentrum ist der Bezirk in Teilen stark belebt, in andern Teilen ist er ein verhältnismäßig ruhiger, typisch städtischer Wohnbezirk.

Lage

Der Bezirk Geidorf liegt nördlich der ersten beiden Bezirke Innere Stadt und St. Leonhard. Im Osten erstreckt er sich bis zum Grazer Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum, im Westen wird er von der Mur begrenzt, im Süden bildet der Fuß des an dieser Stelle recht steilen Grazer Schloßbergs die Grenze. Die Grenze zum Bezirk Andritz im Norden ist historisch und entspricht großteils der Grenze zwischen der Stadt Graz vor mehr als hundert Jahren und der damals noch eigenständigen Dorfgemeinde Andritz. An ihr liegt mit dem Reinerkogel die höchste Erhebung des Bezirks.

Geschichte

Durch Ausgrabungen, die bei der Renovierung der Leechkirche gemacht wurden, ist eine Besiedlung in der Urnenfelderzeit nachgewiesen. Allerdings kann daraus nicht auf eine durchgehende 3.000-jährige Besiedlung geschlossen werden.

Die Bezeichnung Geidorf bedeutet ‚Vorstadt‘.

Das ursprüngliche Geidorf befand sich in Graz innerhalb der alten Stadtmauer in der Nähe des Paulustors. Durch eine Erweiterung infolge einer Bevölkerungszunahme wurde die Vorstadt an ihren heutigen Standort verlegt.

Den historischen Kern hat Geidorf in einer kleinen Siedlung zwischen Heinrichstraße und Leechkirche. Diese wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts um ein bürgerliches Wohnviertel erweitert, das etwas weiter nördlich zwischen Heinrichstraße und Grabenstraße entstand. In einzelnen Straßenzügen wurden vor den Gebäuden die für die Gründerzeit typischen Vorgärten angelegt. Dahinter zieht sich ein Villengebiet bis auf die Süd- und Westhänge des Rosenhains.

Wichtigster Wirtschaftsträger zu dieser Zeit in Geidorf war die am ehemaligen Mühlgang gelegene, 1825 gegründete Grazer Zuckerfabrik, in der auch die erste Dampfmaschine der Steiermark in Betrieb genommen wurde.

Der Bezirk ist heute an einigen Stellen in der Nähe des Stadtparkes und des alten Kernes sehr dicht besiedelt, vorwiegend prägen Altbauten das Stadtbild.

An den Ausläufern des Rosenhaines liegt jedoch eine teilweise dünne Besiedlung vor und die Gegenden um den Rosenhain sind ein beliebtes Naherholungsgebiet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenhof_(Graz)

Rosenhof (Graz)

Der Rosenhof, auch Neidenberg genannt,

ist ein ehemaliger Grazer Edelhof, der später zu einem Schloss ausgebaut wurde.

Seine Geschichte geht bis auf die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück. Heute befindet er sich im Besitz der Stadt Graz.

Geografische Lage
Das Schloss steht auf dem Grazer Rosenberg.

Geschichte

Ursprünglich war das Schloss ein Hof und wurde am 17. Oktober 1533 von Jakob Stockinger gekauft. Er baute den Hof zu einem Edelhof aus und befreite ihn auch von der Dienstbarkeit. Jakobs Kinder verkauften den Hof am Rosenberg am 23. Oktober 1604 an Ciniak Schröckhinger zu Neblau, welcher ihn weiter ausbaute. Am 26. September 1606 erhielt Schröckhinger zu Neblau die Erlaubnis von Erzherzog Ferdinand den Besitz Neidenberg zu nennen. Ungefähr zu jener Zeit wurde auch ein kleiner Bergfried errichtet. 1620 kam der Sitz an Anna Lukretia Kuglmann. Sie übergab den bereits Rosenhof genannten Besitz 1634 an Georg Caspar Auer. Die Familie Auer war bis 1687 im Besitz des Gutes, ehe es an Ferdinand Leopold Graf Breuner kam. Ihm folgten einige andere Besitzer nach, ehe das Anwesen 1721 öffentlich versteigert und von Josef Gottlieb Freiherrn von Hingenau gekauft wurde. 1728 erwarb Georg Jakob von Deyerlsberg den Besitz.
Die von Deyerlsberg übergaben ihn am 1. Juli 1745 den in Graz ansässigen Jesuiten, welche darin Gäste unterbrachten. Nachdem der Grazer Orden 1773 aufgelöst wurde, kam der Rosenhof in Staatsbesitz. 1780 wurde er militärisch genutzt, wobei es sich herausstellte, dass er für eine Kaserne ungeeignet ist. Am 2. September 1781 wurde das Schloss öffentlich versteigert und vom damaligen Landeshauptmann Graf Ferdinand Attems erworben. Er ließ den Sitz in der Landtafel als Rosenhayn eintragen. Das Schloss war bis ins Jahr 1880 im Besitz der Familie Attems. Ihnen folgten mehrere Besitzer nach, ehe der Rosenhof am 28. Dezember 1928 in den Besitz der Stadtgemeinde Graz kam.

Nachweise

Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. Leykam, Graz 1995, ISBN 3-7011-7323-0, S. 33 (Nachdruck von 1961).

http://www.cafe-rosenhain.at/rosenhain-blog/files/tag-rosenberg.php

Die Entwicklung des Rosenbergs, wie der Hügel im Bezirk Geidorf bis 1783 genannt wurde, ist eng mit der Geschichte des Jesuitenordens in Graz verbunden.

Dieser war 1572 von Erzherzog Karl II. ins Land gerufen worden, um ein Gegengewicht zu den sich immer weiter ausbreitenden Lutheranern zu bilden.

Noch im 16. Jahrhundert errichteten die Jesuiten am Rosenberg ein Erholungsheim für ihre Ordensmitglieder und Zöglinge, das heute noch als öde Ruine zu sehen ist.

Zu Pestzeiten diente das Refektorium auch als Zufluchtsort für Priester und Schüler.

Im Laufe der Zeit erwarb der Jesuitenorden immer mehr Grundstücke am Rosenberg und 1745 auch den „Rosenhof“, einen alten Edelsitz mit Burgfried.

Als 1773 der Orden aufgehoben wurde, fiel der gesamte Besitz an den Staat.

1781 wurde der „Meierhof am Rosenberg“ von Landeshauptmann Graf Ferdinand Attems ersteigert, der sein Eigentum als „Rosenhayn“ eintragen ließ.

Genau 100 Jahre später kaufte der Algersdorfer Stearinkerzenfabrikant Johann Hofmann diesen Rosenhain, den er 1897 seiner Tochter Maria und diese später wiederum ihrer Tochter Maria, verehelichte Weiß, vererbte.

„Mein Großvater Weiß war Musiklehrer“, erzählt Gerd Weiß, Enkel der letzten Besitzerin, „und hat in die reiche Familie des Notars Dr. Prechlmacher hineingeheiratet. Seine Braut Maria war bei ihrer Heirat das reichste nicht adelige Mädchen der Steiermark.“

Herr Weiß war übrigens der Musiklehrer des berühmten Grazer Dirigenten Karl Böhm, hat dessen Musiktalent entdeckt und gefördert – ganz gegen den Willen von Böhms Vater, der Rechtsanwalt war und für seinen Sohn viel lieber eine Juristenlaufbahn gesehen hätte.

Am 28. Dezember 1928 verkaufte schließlich Maria Weiß fast ihren gesamten Besitz am Rosenhain samt Wildgehege und drei Teichen mit einer Gesamtfläche von 260.000 Quadratmetern an die Stadtgemeinde Graz, „um diese Liegenschaft als Waldgürtel und Naturschutzgebiet… und für Fürsorgezwecke für die Öffentlichkeit zu erhalten“, wie es im Kaufvertrag ausdrücklich heißt.

Und so geschah es auch: Im alten Wirtschaftshaus wurde ein Teil des Städtischen Altersheimes untergebracht, eine Freiluftschule entstand, ebenso eine Spielwiese, aus der Scheune wurde eine Tagesheimstätte für Kinder, nur das alte Klostergebäude am Fuße des Rosenhains blieb ein Sorgenkind und verfiel langsam.

Als begnadeter Grazkenner berichtet Gerd Weiß, dass einst schon Peter Rosegger gerne in der strohgedeckten „Einsiedelei“ seiner Urgroßmutter gesessen ist und geschrieben hat. „Das Gärtnerhaus existiert heute noch“, erzählt er, „es ist das schmale, hohe Haus direkt neben dem Parkplatz vor dem Café Rosenhain.“

Und aus dem alten Winzerhaus hoch über dem Weingarten machte man ein Restaurant, das 1976 abgebrannt ist.

Quelle: Austria Forum, Dr. Robert Engele – Rosenhain http://www.austria-forum.org
Bilder: Dr. Robert Engele, Sammlung Weiss

Tags: Café, Gastronomie, Rosenberg, Rosenhain

Unbekannter #Photograph – (#Graz #Mariatrost #Himmelreich) #Stadel beim #Kellerpeter auf dem #Himmelreich bei #Mariatrost – 1912

„Stadel beim Kellerpeter auf dem Himmelreich bei Mariatrost – 1912“

Himmelreichweg
Himmelreich – Platte
Mariatrost
8044 Graz

http://www.kulturpool.at/plugins/kulturpool/showitem.action?itemId=279173379844&kupoContext=default

Sanatorium Steyskal bei Graz

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Titel
Sanatorium bei Graz
Datierung
1895-1905
Beschreibung
Ehemaliges Sanatorium in Mariagrün
Beitragende/r
GrazMuseum Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz
Genre/Stil/Thema
Postkarte
Material/Medium/Technik
Papier
Abbildung/Inhalt/Thema
Gesundheit; Sanatorium;
Inventarnummer
ASK05_06411
Sammlung
Postkartensammlung
Rechte/Copyright
BY-NC-SA 4.0
Information über die Institution im Kulturpool
Karl-Franzens-Universität Graz
Objekt ist Teil von
Postkartensammlung, GrazMuseum
GrazMuseum Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz

http://www.kulturpool.at/plugins/kulturpool/showitem.action?itemId=279173379858&kupoContext=default

Kurhaus Dr. Steyskal, Maria Trost bei Graz

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Titel
Kurhaus Dr. Steyskal, Maria Trost bei Graz
Datierung
1931
Beschreibung
Ehemaliges Kurhaus Dr. Steyskal
Beitragende/r
GrazMuseum Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz
Genre/Stil/Thema
Postkarte
Kultur/Gebiet/Herkunft/Fundort
Graz; Köflach
Material/Medium/Technik
Papier
Abbildung/Inhalt/Thema
Gesundheit; Kur;
Inventarnummer
ASK05_06424
Sammlung
Postkartensammlung
Rechte/Copyright
BY-NC-SA 4.0
Information über die Institution im Kulturpool
Karl-Franzens-Universität Graz
Objekt ist Teil von
Postkartensammlung, GrazMuseum
GrazMuseum Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz

Unbekannter #Photograph – (#Graz #Mariatrost #Kroisbach) #Haus am #Teich bei der #Königsmühle in #Kroisbach – 1912

„Haus am Teich bei der Königsmühle in Kroisbach – 1912“

Mariatroster Bach mit Mariatroster Teich
Mariatroster Strasse 230
Mariatrost
8044 Graz

https://goo.gl/maps/bJwP1rXAupuT8WTEA
Fritz Wiedrich

https://goo.gl/maps/cGEAf4sxsNk9CnFfA
Reinhard Herzog

https://www.grazer.at/de/oO9PrUPr/eislaufen-in-graz-der-mariatroster-teich-ist-ab/

Eislaufen in Graz: Der Mariatroster Teich ist ab sofort geöffnet

AUFS GLATTEIS GEFÜHRT.

Der erste Teich in Graz hat endlich ausreichend dickes Eis zum Eislaufen! Am Mariatroster Teich kann man ab sofort kostenlos eislaufen – am Abend gibt es auch Flutlicht. Auch ein Schlittschuhverleih steht zur Verfügung.

Herkunft:

[1] seit dem 8. Jahrhundert bezeugt;
mittelhochdeutsch krebeze → gmh, krebez → gmh, krebze → gmh, althochdeutsch krebiz → goh, krebaʒʒo → goh;
mit Krabbe und krabbeln verwandt;
vergleiche altsächsisch krebit → osx; mittelniederdeutsch krēvet → gml, krēft → gml; mittelniederländisch crēvet → nld, crēft → nld; altschwedisch krävet; zu der indogermanischen Wortwurzel *gerbh- = „kratzen, krabbeln“ gebildet[1][2]

[2–4] Lehnbedeutung von altgriechisch καϱκίνος’ → grc’ und lateinisch cancer → la[3]

https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Kroisbach

Schloss Kroisbach

Kroisbach Schloss 02
Deutsch: Schloss Kroisbach in Graz-Mariatrost (Steiermark)
Clemens Stockner, 2018

Das Schloss Kroisbach, auch Haignitzhof genannt, ist ein Schloss im elften Grazer Stadtbezirk Mariatrost.

086 Graz-Kroisbach bei Maria-Grün, Schloss Kroisbach - J.F.Kaiser Lithografirte Ansichten der Steiermark 1830
J. F. Kaiser – lithographirte Ansichten der Steyermärkischen Städte, Märkte und Schlösser, Graz 1824-1833
Published by J. F. Kaiser, Graz, Scan and postprocessing by Hubertl

Geschichte und Gestaltung

Das Schloss Kroisbach liegt am Westabhang der Grazer Platte und im Mariagrüntal.

Es wurde zwischen 1650 und 1655 vom Mauermeister Domenico Rossi für den Grafen Abundio Inzaghi im Barockstil erbaut. Unter den Grafen Galler fanden im Jahr 1694 und im 19. Jahrhundert Umbauten statt. Im Jahr 1965 wurde die Westfassade restauriert.
Beim Schloss Kroisbach handelt es sich um einen rechteckigen Baublock mit zwei Geschossen und zwei Innenhöfen. Am Westtrakt ist ein eingeschossiger hölzerner Dachreiter mit Zwiebelhaube zugebaut. Bemerkenswert sind ein Rundbogen-Steinportal und Biedermeieröfen aus dem zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts im südöstlichen Eckzimmer.

Literatur

Horst Schweigert: DEHIO Graz. Schroll, Wien 1979, ISBN 3-7031-0475-9, S. 225.
Herwig Ebner: Burgen und Schlösser Graz, Leibnitz und West-Steiermark. Birken, Wien 1967, ISBN 3-85030-028-5, S. 73.

Weblinks

Commons: Schloss Kroisbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

https://de.wikipedia.org/wiki/Mariatroster_Bach

Mariatroster Bach

Mariatroster Bach bei Fölling
Deutsch: Der Mariatroster Bach ist auf Höhe Purbergstrasse in weitgehend naturnahem Zustand
ManfredW, 2013

Der Mariatroster Bach ist ein Stadtbach in der steirischen Landeshauptstadt Graz.

Während seines Verlaufes trägt der Mariatroster Bach mehrere Namen: so wird er während seines Oberlaufes Föllinger Bach oder auch Eisnitzbach genannt,

während seines Mittellaufes Mariatroster Bach und

während seines Unterlaufes Kroisbach.

Der Mariatroster Bach entspringt südlich von Faßlberg. Das Quellgebiet liegt auf dem Gemeindegebiet von Weinitzen.

Verlauf

Oberlauf: Föllinger Bach oder Eisnitzbach

Der Föllinger Bach entsteht aus dem Zusammenfluss mehrerer kleiner Bäche im Weinitzer Ortsteil Fölling. Er folgt der Neusitzer Straße, während weitere unbenannte Zubringer einmünden. Der Oberlauf ist weitgehend naturnah erhalten und weist Gewässergüte 2 auf.

Mittellauf: Mariatroster Bach

Ab Höhe des Mariatroster Ortsteils Fölling wird der Föllinger Bach Mariatroster Bach genannt. Im Bereich bis zur Tullriegelstraße ist noch das ursprüngliche Bachbett mit einer Vielzahl an Mäandern erhalten. Anschließend durchbricht der Bach eine Schöcklkalkscholle und trennt den Kogelberg vom Purberg. Während seines Verlaufes durch den Grazer Stadtbezirk Mariatrost münden mehrere von der Platte kommende – rechte Nebenbäche ein.

Diese sind der Tullbach,

der aus der Rettenbachklamm kommende Rettenbach,

der Josefbach, der Mariagrüner Bach und

der Faulbach.

Der Mariatroster Bach weist bis zur Einmündung des Josefbaches die Gewässergüte 2 auf, unterhalb die Gewässergüte 2–3.

Entlang des Mariatroster Baches erstreckt sich seit 1999 auf der Länge von zwei Kilometern der 1. Grazer Bachlehrpfad.

Unterlauf: Kroisbach

Ab Höhe Hilmteich wird der Mariatroster Bach Kroisbach genannt.

Während seines Verlaufes durch die Bezirke Geidorf und St. Leonhard fließt er überwiegend in einem Betonbett; ab dem Gelände der Universität für Musik und darstellende Kunst ist das Gewässer komplett überbaut. Der Kroisbach rinnt unterirdisch weiter unter der Mayffredigasse und Wastiangasse bis zur Kreuzung Sparbersbachgasse und Mandellstrasse.

Unter dieser Kreuzung fließt er mit dem Leonhardbach zusammen,

die gemeinsam den Grazbach bilden.
Graz – Mariatrost (11.) – Mariatroster Teich – im Osten des Kirchberges (Purberges) befindlicher Fisch- bzw. Eislaufteich entlang des Mariatroster Baches

Ökologische Bedeutung

Besonders im Oberlauf bis Höhe Tullriegelstraße ist der Mariatroster Bach bzw. Föllingerbach noch weitgehend in naturnahem Zustand. Der Mittellauf ist zwar bereits stark verbaut, jedoch ist die Talsohle intakt. Im Mariatroster Bach kommen folgende Fischarten vor: Gründling, Bachforelle, Elritze, Bachschmerle.
Das Gewässer ist teilweise vom Naturschutzbund Steiermark gepachtet, um schädlichen Einflüssen zu verhindern. Der Mariatroster Bach ist Teil des Steirischen Landschaftsschutzgebietes Nr. 30.

Wirtschaftliche Nutzung

Die Grazer Zuckerfabrik, ehemals an der heutigen Adresse Herdergasse 3, nutzte das Wasser des Kroisbachs mittels einer Pumpe, die mit der ersten Dampfmaschine der Steiermark betrieben worden ist.

Siehe auch

Liste der Fließgewässer in Graz

Weblinks

Commons: Mariatroster Bach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
L(i)ebenswerte Flüsse. Wasserland Steiermark Nr. 1.1/2008 (PDF-Datei, 5 MB)
1. Grazer Bachlehrpfad. Mamilade Ausflugsziele
Landschaftsschutzgebiet Nr. 30: Nördliches und östliches Hügelland von Graz. (PDF-Datei, 1,2 MB)
Naturschutzbund Steiermark: Schutzgebiet Mariatroster Bach
Einzelnachweise
• • Auszug aus der digitalen Gewässerkartei Steiermark. Land Steiermark, abgerufen am 6. Juli 2018.
• • Auszug aus der digitalen Gewässerkartei Steiermark. Land Steiermark, abgerufen am 6. Juli 2018.
• • Auszug aus der digitalen Gewässerkartei Steiermark. Land Steiermark, abgerufen am 6. Juli 2018.
• BMLFUW (Hrsg.): Flächenverzeichnis der österreichischen Flussgebiete: Murgebiet. In: Beiträge zur Hydrographie Österreichs Heft Nr. 60, Wien 2011, S. 76. PDF-Download, abgerufen am 6. Juli 2018.

Unbekannter #Photograph – (#Graz #Mariatrost #Wenisbuch #Platte) #Novakhof am #Unteren #Plattenweg – 1912

„Novakhof am Unteren Plattenweg – 1912“
„Stadel des Novakhofes beim Unteren Plattenkreuz – 1912“

„Novakhof (Novakbauer)“
„Unteres oder 1. Plattenkreuz“
Unterer Plattenweg
Wenisbuch
Mariatrost
8043 Graz

https://goo.gl/maps/t3RbcC48y6T6uAi9A

Click to access 06_rettenbach_platte.pdf

„Aussichtsreich und klammheimlich“: Von Andritz auf die Platte, durch die Rettenbachklamm und zum Hilmteich

Das Besondere. Im Jahre 1880 ließ der Steirische Gebirgs-verein (St. G. V.) auf dem höchsten Punkt der Platte einen Aussichtsturm errichten, genannt die „Stephanienwarte”; sie ist als Backsteinbau ausgeführt. 59 Stufen leiten zur überdachten Plattform. Eigentümerin der Aussichtswarte ist der Alpenverein Graz. Der durch die Rettenbachklamm – „die einzige Klamm im Stadtgebiet von Graz” – führende Steig ist ganzjährig begehbar.

Wandern mit Bus und Bim.

Sowohl die mit Andritz verbindenden Straßenbahnen und Busse als auch die das Mariatroster Tal bedienende und am Hilmteich haltendenStraßenbahnen verkehren gut getaktet.

Bitte einsteigen!

Von Andritz auf die Platte (651 m).

Auf dem Andritzer Hauptplatz orientiert man sich am großen Bildstock: Wir gehen an der Andritzer Reichsstraße zur nahen Polizeistation, folgender Zelinkagasse, überqueren aus ihr die Schöcklbachbrücke und sogleich, mit Hilfe einer Druckknopf-Ampel, die Radegunder Straße. Nun leitet uns der Pfeifferhofweg weiter.

Anschließend folgt man besser der Gasse „Im Vogelsang”: Gegenüber dem Haus Nr. 15 hält man sich an den geradewegs bergan führenden Waldsteig. Auf der Waldkuppe leitet, linker Hand, ein ebener Weg zum Waldrand und mündet dort in den oberen Teil des Pfeifferhofweges; ihm folgen wir. In prächtiger Höhenlage ver-bindet der Pfeifferhofweg zum Gehöft Altmann vulgo Möltenkarl (Vorderer Plattenweg 1).

Inmitten der Weggabelung steht die zum Gehöft gehörende Kapelle, genannt das „Möltenkreuz“ (487 m). Inschrift: „Gewidmet den gefal(l)enen Kriegern der Gemeinde Weinitzen 1914–1918”.

Bergseitig folgen wir einem Naturweg und schlendern, alsbald, entlang eines Steiges. Er ähnelt einer „Mini-Allee“ undleitet uns den sanft geneigten Geländerücken bergwärts. Anschließend verläuft der Fußweg neben einem Zaun; man erreicht den Oberen Plattenweg.

Das folgende Wegstück, bis zum Ersten Plattenkreuz, ist asphaltiert. Nahe am selben Wegkreuz, einem Marien-Bildstock (hiermündet auch der Untere Plattenweg ein) weist uns eine gelbe Wegtafel die Richtung: Am Rand des sonnseitigen Wiesenhanges leitet der Plattensteig geradewegs bergan, direkt zum Gasthaus „Himmelreich”. Dessen Terrasse liegt sonnseitig und ermöglicht umfassenden Stadtblick.

Abschließend folgen wir einem Wiesenweg. Auf dem höchsten Punkt der Platte steht die Stephanienwarte. Sitzbänke ergänzen den erholsamen, am Waldrand liegenden Rastplatz.© 2013 beim Herausgeber, Steirische Verkehrsverbund GmbH,8010 Graz.Idee, Recherchen, Text: Günter und Luise Auferbauer • Profil und GPS-Track: Manfred Kohlfürst • Titelbild: Die Stephanienwarte auf der Platte; Foto: Günter Auferbauer • Die Wegstrecke wurde von den Autoren getestet. Alle Angaben wurden sorgfältig zusammengestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit aller Informationen kann nicht übernommen werden.

Wegbeschreibung

Durch die Rettenbachklamm in das Mariatroster Tal. Vonder Platte leitet der Weg Nr. 85, durch Waldgelände, zum Obstbau Pölzer am Janischhofweg. Linker Hand, ab einem Zauntor, folgt man dem Rabensteinersteig abwärts und durchquert infolge-dessen eine Obstplantage. Ein Feuchtbiotop füllt den Grabengrund. Diesen verlässt man durch ein schmales Zauntürl und durchquert, alsbald, ein Waldstück. Am einfließenden Rettenbachliegt folgende Gabelung: Der Weg Nr. 85b – er führt entlang eines Damwild-Geheges bergan, zu einer Kapelle am nahen Himmelreichweg – verbindetmit der Straßenbahn-Endhaltestelle Mariatrost.

Hingegen leitet der Weg Nr. 85 in die Rettenbachklamm.

Eine Tafelinformiert zum geschützten Landschaftsteil: Am Hauenstein entspringt der Rettenbach; er durchfließt auf einer Länge von 600 Metern die gleichnamige Klamm. Die Gefällhöhe beträgt 50 Meter. Wir spazieren am Rettenbach – er ist bloß ein Bächlein – abwärts. Der Steig verläuft umittelbar am Wasser. Trittsteine und Stufen, auch ein kurzes Sicherungsseil, gewährleisten sicheres Gehen. DerKlammsteig endet vor dem Haus Steingrabenweg 30/32; dieAsphaltstraße verbindet zur Mariatroster Straße. An ihr halten wir uns, nur kurz, stadteinwärts und zweigen ab in die Hans-Mauracher-Straße, und schon stehen wir an der Straßenbahn-Haltestelle Waldhof. Je nach Ambition gehen wir, stadteinwärts, auf dem Erich-Edegger-Weg zur benachbarten Straßenbahn-HaltestelleWagnesweg.

Auf und ab: Legensteinpark – Roseggerweg – Hilmteich.Am Wagnesweg weist ein Schild in den Legensteinpark. Gegenüber dem Wohnobjekt Hans-Mauracher-Straße 28 betretenwir den Park. Darin verbindet ein romantisch verlaufender Fußweg zum Gasthof „Häuserl im Wald“. Wir folgen dem erlebenswerten Roseggerweg, durchqueren – teils auf einem Lehrpfad – den Leechwald und dessen Freizeitgelände.

Nahe am Hilmteich erreichen wir die gleichnamige Straßenbahn-Haltestelle.

https://de.wikipedia.org/wiki/Platte_(Graz)

Platte (Graz)

Platte 08
Deutsch: Blick vom Lichtensternweg in Fölling zur Platte, Graz-Mariatrost
Clemens Stockner, 2018

Die Platte ist eine 651 m ü. A. hohe Erhebung im Grazer Stadtgebiet.

Den Gipfel bildet ein etwa 1 ha großes Plateau, in dessen Mitte die Stephanienwarte, eine ehemalige Wetterstation steht. Heute befindet sich am Turm eine moderne Umwelt- und Luftgüte-Überwachungsanlage. Die Erhebung ist touristisch erschlossen und bietet ein Graz-Panorama von der Stephanienwarte.

Lage und Umgebung

Die Platte liegt im Stadtbezirk Mariatrost in der Katastralgemeinde Wenisbuch.

Sie erhebt sich rund 250 m über dem Tal des Mariatroster Baches und bildet zusammen mit dem nordwestlich angrenzenden Pfangberg ein kleines Massiv.

Nach Südwesten verläuft ein Hügelkamm weiter zu Rosenberg und Reinerkogel,

im Norden trennt der Taleinschnitt von Wenisbuch die Erhebung von Lineckberg und Hauenstein.

Im Südosten trennt die Rettenbachklamm die Platte vom Kogelberg.

Zufahrten mit dem Auto sind über den Hinteren Plattenweg bis zu einem kleinen Parkplatz beim 2. Plattenkreuz möglich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad kann man bis zur Warte hinauf.

Stephanienwarte

1839 errichtete man unter der Schirmherrschaft des Rechnungsrates Franz Göbel einen hölzernen Aussichtspavillon. Der Standort befand sich zum damaligen Zeitpunkt noch im Bezirk Graz-Umgebung. Entworfen hat die erste Warte auf der Platte Wenzel Heger. Sie verfiel in den Folgejahrzehnten trotz Renovierungsmaßnahmen komplett.[1]

Am 6. April 1880 erwarb der Steirische Gebirgsverein den Gipfel der Platte mitsamt einem Servitut, das einen freien Zugang zum Turm gewährt. Das Projekt von J. G. Wolf ging als Siegerprojekt aus sieben Einreichungen für den Neubau der Warte hervor. Sockel und Kanten sind aus vermauerten Bruchsteinen, die Seitenflächen mit roten Ziegelsteinen aufgefüllt.[1] Die 18 Meter[2] hohe Warte betritt man durch einen Torbogen: einem Erdgeschoss im Renaissance-Stil folgt das Mittelgeschoß mit neubarocken Stilelementen. Den Aussichtsbereich umläuft ein Eisengitter mit Ornamenten und auf vier Eisensäulen ruht das Blechdach.[3]

Nach der Grundsteinlegung im Juli 1880 fand am 19. September die Eröffnung der Stephanienwarte statt. In den 1950er Jahren sorgte ein Turmaufseher für Ordnung. 1968 erfolgte eine Renovierung und der Österreichische Versuchssenderverband benützte die Warte für seine Zwecke mit. 1972 erwarb die Alpenvereinssektion Graz ein großes Areal um die Stephanienwarte, um es vor Verbauung zu schützen.[3]
Ab 1977 war im Turm eine Funkleiteinrichtung des Landesfeuerwehrverbandes für den Katastrophenschutz installiert, die 1995 auf den Plabutsch verlegt wurde. 1979 erfolgte eine neuerliche Renovierung, ab 1989 kam eine Luftgüteüberwachungsstation hinzu, die 1991 für Ozonmessung erweitert wurde. Die Sektion Graz des Österreichischen Alpenvereins ist momentaner Besitzer der Stephanienwarte, die seit 2010 frei zugänglich ist.[4][5]

Literatur

Renate Kniely: Aussichtswarten um Graz. In: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz. Band 38/39. Graz 2009. S. 413–457.

Einzelnachweise

Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 441.
Stephanienwarte/Platte auf outdooractive.com
Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 444.
Eröffnung der Stephanienwarte (Memento des Originals vom 7. April 2014 im Internet Archive)

Unbekannter #Photograph – (#Graz) Bauernhof beim Kirchlein #Johann und #Paul bei #Wetzelsdorf – 1912

„Bauernhof beim Kirchlein Johann und Paul bei Wetzelsdorf – 1912“

Gasthof und Kirchlein St. Johann und Paul
Krottendorf
Wetzelsdorf
8052 Graz

https://goo.gl/maps/ifcrxWauCx3Bonoz7

https://goo.gl/maps/cbKcsMLZYd3cn72m7

https://goo.gl/maps/qGCruVnP6WUrg8JF7

https://goo.gl/maps/bNyDcWD683JijqZB9

https://goo.gl/maps/VVU8ijg66Y5i9E4f7

https://goo.gl/maps/TA6zVtJg69Vw84RF6

https://goo.gl/maps/LoPVrDJ8FV23cpM26

https://de.wikipedia.org/wiki/St._Johann_und_Paul_(Graz)

St. Johann und Paul (Graz)

St Johann und Paul Graz 010
Deutsch: St. Johann und Paul, Graz, Österreich, Europa
Marion & Christoph Aistleitner, 2011

Die Kirche St. Johann und Paul ist eine kleine römisch-katholische Bergkirche im 15. Grazer Stadtbezirk Wetzelsdorf. Sie befindet sich im Eigentum der Stadt Graz und ist als Messkapelle der Pfarre Graz-Christkönig im Dekanat Graz-West der Stadtkirche Graz unterstellt.

Standort

Das Kirchlein steht auf einer 563 m ü. A. hohen Kuppe aus devonischen Dolomiten 200 m über dem Stadtteil Krottendorf. Die Erhebung markiert einen nördlichen Ausläufer des Buchkogels. Am Südostfuß liegt die Land- und Forstwirtschaftliche Alt-Grottenhof, westlich der Kirche erstreckt sich der Feliferhof-Kessel mit einem großflächig eingezäunten Bundesheer-Schießplatz. Knapp unterhalb der Kuppe befindet sich ein Gasthaus, das aus drei Richtungen auf Wanderwegen sowie auf einer Gemeindestraße erreichbar ist.

Die Kirchenanlage steht auf einem künstlichen Aufbau, dessen Grundriss jedoch nicht mit der Kirche in Zusammenhang steht. Mündlichen Überlieferungen zufolge befanden sich einst anstelle des Kirchleins die Ruinen einer Burg auf der Bergspitze. Hinweise darauf liefern etwa das Mauerwerk unterhalb der Kirche und das Toponym Spielberg (von „spieken“ = spähen), das heute noch für die östlich auslaufende Bergrippe gebraucht wird.[1]

Geschichte und Gestaltung

Die Kirche liegt von Wald umgeben auf einem Hügelrücken über Wetzelsdorf. Im Jahr 1507 wurde erstmals eine Wallfahrtskirche namens St. Johann am Kögelein erwähnt und war Johannes dem Täufer geweiht[2]. Der Kirchenbau wurde im Stil der Spätrenaissance errichtet. Eine Vergrößerung durch einen Neubau erfolgte zwischen 1589 und 1594 durch eine Stiftung der Erzherzogin Maria Anna von Bayern, der Ehefrau von Erzherzog Karl II. Damit ging auch ein Patroziniumswechsel einher. Pietro Valnegro, der Nachfolger des Hofbaumeisters Giovanni Pietro de Pomis, leitete die Bauarbeiten, bei denen auch das ursprünglich flache Kirchenschiff eine Wölbung erhielt.

Bis 1996 befand sich die Kirche St. Johann und Paul im Besitz des Stiftes Admont, dessen Wappen sich auch am Hochaltar befindet. Im Jahr 1895 beschädigte ein Blitzschlag das Kirchengebäude. Es wurde 1896 restauriert. Die Stadtgemeinde Graz ist seit 1996 im Besitz der Kirche und hat gleichzeitig die Buchkogelgründe vom Stift Admont käuflich erworben[3].

Eine Abbildung am Hochaltar zeigt die beiden römischen Brüder, Märtyrer und Kirchenpatrone Johannes und Paulus, die der römische Kaiser Julian enthaupten ließ. Eine Schutzmantelmadonna neben einer Darstellung der Erzherzogin Maria findet sich am linken Seitenaltar. Der Admonter Barockmaler Bartolomeo Altomonte schuf die Deckenfresken. Sie zeigen die christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe sowie Szenen aus den Leben der beiden Kirchenpatrone Johannes und Paulus. Im Zentrum ist die Apotheose der Heiligen dargestellt.

Archäologische Ausgrabungen

Im Jahr 2004 legten Mitarbeiter des Universalmuseum Joanneum Siedlungsreste aus dem Neolithikum (Jungsteinzeit) frei. Bei den Fundstücken handelt es sich um die ältesten Wohnhäuser der Steiermark. Sie wurden auf um 3500 v. Chr. datiert.[4] Nach dem Zuschütten der Siedlungsreste wurde ein Kinderspielplatz errichtet, der thematisch zu den Ausgrabungen passt.

Literatur

Alois Kölbl, Wiltraud Resch: Wege zu Gott. Die Kirchen und die Synagoge von Graz. 2., erweiterte und ergänzte Auflage. Styria, Graz/ Wien 2004, ISBN 3-222-13105-8, S. 217–218.
Karl A. Kubinzky, Astrid M. Wentner: Grazer Straßennamen. Herkunft und Bedeutung. Leykam, Graz 1996, ISBN 3-7011-7336-2, S. 356–357.
Weblinks

Commons: St. Johann und Paul, Graz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
St. Johann und Paul auf http://www.graz.at
Einzelnachweise
• • Rudolf Flucher: Verschollene Wehranlagen um Graz – St. Johann und Paul am Buchkogel. In: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz, Band 7/8, Graz 1975, S. 244.
• • Kubintzky, Wentner: Grazer Straßennamen. S. 357.
• • Kubintzky, Wentner: Grazer Straßennamen. S. 357.
• St. Johann und Paul auf http://www.graz.at (Memento des Originals vom 5. Juli 2009 im Internet Archive)

Unbekannter Photograph – (Graz) Haarkeusche in der Raach bei Judendorf – 1912

„Haarkeusche in der Raach bei Judendorf – 1912“

Raach
Gösting
8051 Graz

https://goo.gl/maps/V2SMrmvoHwq63MuSA

https://goo.gl/maps/k2V2ktDUUUxkMcAo6

https://de.wikipedia.org/wiki/Raach_(Graz)

Raach

Raach Graz 2016
Deutsch: Blick vom Jungfernsprung auf die Murenge bei Raach (Graz)
Clemens Stockner, 2016

Raach ist ein Ortsteil des Bezirks Gösting der steirischen Landeshauptstadt Graz. Der Ort bildet die nördlichste Grazer Siedlung am rechten Murufer und hat 420 Einwohner (Stand: 2013).[1]
Geographie

Raach liegt auf rund 375 m ü. A. im Mittleren Murtal, einem epigenetischem Durchbruchstal, im Bezirk Gösting. Es bildet die nördlichste Siedlung am rechten Murufer und somit der westlichen Grazer Stadthälfte.

Im Westen und Süden wird der Ort vom Raacher Kogel und vom Göstinger Ruinenberg (696 m) überragt, was die effektiv mögliche Sonnenscheindauer bedeutend einschränkt.

Die Erhebungen sind aus devonischen Kalken und Dolomiten aufgebaut und gehören zum Grazer Paläozoikum.

Der Prallhang der Raachleiten ist durch mehrere kleine Gräben gegliedert, die im Übergang zum Talboden jeweils flache Kegel ausgebildet haben. Diese vereinigen sich zu einer Hangfußschleppe aus Löss und Hangschutt, auf der die Siedlung Raach Platz findet.[2] Im Hangschutt entspringen zwei Karstquellen, die Wasserversorgung des Ortes zusammen mit einem Brunnen sichern.[3] Nach wie vor ist Raach nicht an das Wassernetz der Stadt Graz angeschlossen.

Klimatopisch befinden sich Raach und die Raachleiten in der Zone des nächtlichen Murtalabwindes. Am südlichen Ortsende, das von defizitärer Besonnung geprägt ist, kann es bereits zu Düseneffekten kommen.[4]

Geschichte

Raach war slawisches Siedlungsgebiet und wurde ab 1486/87 Am Rachperg (später Rach, siehe z. B. Franziszeischer Kataster) genannt.

Bis ins 20. Jahrhundert gehörte die damals landwirtschaftlich dominierte Ortschaft zur Pfarre Gratwein[5] und fiel anschließend an die Gemeinde Gösting, die 1938 nach Graz eingemeindet wurde.

Aufgrund der Nähe zum Murufer kam es in der Vergangenheit oft zu großflächigen Überschwemmungen, so etwa im Jahr 1938.[5]

1945 kam es zur Errichtung einer Barackenkirche, die 1964 als Christkönigskirche in modernem Baustil eingeweiht wurde.[6]

Nach dem Zweiten Weltkrieg fand man in Raach zwei Gräber mit jeweils zwei Toten. Es handelte sich um ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter, die im Zuge eines Todesmarsches von Graz in den Gau Oberdonau ermordet worden waren.[7] 1951 wurde ein ortseigenes Kriegerdenkmal errichtet. In der Folge gründete sich der Kameradschaftsbund Raach-Gösting, den laut eigenen Angaben 25 Prozent der Ortsbevölkerung unterstützen.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur

Aufgrund seiner topographischen Lage wirkt Raach nicht wie ein Teil von Graz und wird oft für einen Teil von Judendorf-Straßengel gehalten.[1] Im Ort befinden sich neben der Kirche, eine Volksschule und eine Hundeschule sowie ein Eisstockverein (ESV Raach).[9] Abgesehen von ein paar Kleinbetrieben handelt es sich größtenteils um eine Wohnsiedlung mit eingeschränkter Funktionalität. Der Flächenwidmungsplan 4.0 der Stadt Graz weist neben landwirtschaftlichen Flächen und Gewerbegebiet im Norden noch einige freie Baugrundstücke aus.[10][11]
Verkehrstechnisch ist Raach über die L302 erreichbar, die Graz-Gösting und Judendorf miteinander verbindet. Über sie führen die Buslinien der Verbund Linie 120, 121 sowie 131. Die Pyhrn Autobahn (A 9) tangiert den Ort ostseitig, die hier gelegenen Zu- und Abfahrten sind jedoch auf den Grazer Verkehr ausgerichtet und für Raach unerheblich. Südöstlich des Ortszentrums liegt das Nordportal des Plabutschtunnels, unmittelbar darüber thronen zwei auffällige Lüftungsbauten aus Sicht- und Spritzbeton von Architekt Eilfried Huth, die aufgrund ihres Aussehens auch Grüne Elefanten genannt werden.[5] Am nördlichen Ortsende befindet sich die Straßenmeisterei Graz-Nord. Ebenfalls ostseitig am Ort vorbei verläuft die Trasse der Eisenbahn Richtung Bruck an der Mur. Eine Initiative für eine S-Bahn-Station scheiterte 2013 seitens der ÖBB aufgrund zu geringen Kundenpotenzials.[1][12]
Durch Raach führt die rechtsufrige Variante des Murradweges, die auch für Mopeds freigegeben ist. Aufgrund des Verlaufs unter dem Jungfernsprung war diese bis zur Errichtung von Fangnetzen im Jahr 2005 durch Steinschläge gefährdet.[13]

Weblinks

Commons: Raach (Graz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

• • Robert Preis: Raach wünscht sich S-Bahn. Kleine Zeitung, 20. Juni 2013, abgerufen am 9. Mai 2016.
• • Herbert Paschinger: Steiermark. Steirisches Randgebirge, Grazer Bergland, Steirisches Riedelland. Sammlung Geographischer Führer Band 10. Gebrüder Borntraeger, Berlin-Stuttgart 1974, S. 116, ISBN 3-443-16006-9.
• • J. G. Haditsch: Bericht über eine hydrogeologische Aufnahme des Steinkogel-Frauenkogelzuges nordwestlich von Graz. In: Steirische Beiträge zur Hydrogeologie, Heft 15/16, Graz 1964, S. 161, ISSN 0376-4826.
• • Reinhold Lazar, Wolfgang Sulzer & Katharina Kern: Klimatopkarte Graz. (Nicht mehr online verfügbar.) Institut für Geographie und Raumforschung der Universität Graz, archiviert vom Original am 12. Mai 2016; abgerufen am 12. Mai 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
• • Karl Albrecht Kubinzky & Astrid Wentner: Grazer Straßennamen. Herkunft und Bedeutung. Leykam, 3. Auflage, Graz 2009, S. 358, ISBN 978-3-7011-7669-4.
• • Geschichte der Pfarre St. Anna Gösting. Pfarre Graz-Gösting, abgerufen am 10. Mai 2016.
• • Eleonore Lappin-Eppel: Ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Österreich 1944/45. Arbeitseinsatz – Todesmärsche – Folgen. LIT Verlag, Wien 2010, S. 417, ISBN 978-3-643-50195-0.
• • Kameradschaftsbund Raach-Gösting: Ein Ortsverband stellt sich vor. ÖKB Raach-Gösting, abgerufen am 10. Mai 2016.
• • ESV Raach. Stocksportanlage ESV Raach Raach-Gösting, abgerufen am 24. Januar 2018.
• • 4.0 Flächenwidmungsplan – Entwurfsauflage. (Nicht mehr online verfügbar.) Stadt Graz, archiviert vom Original am 12. Mai 2016; abgerufen am 10. Mai 2016. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
• • Wohnbaugrundstücke Gösting – Raach. Stadt Graz, abgerufen am 10. Mai 2016.
• • Bürgerinnen von Graz-Raach fordern S-Bahn-Anbindung. KPÖ Graz, 10. Juni 2013, abgerufen am 10. Mai 2016.
• Baustellen in Graz, Stand: 19. April 2005. (Nicht mehr online verfügbar.) Stadt Graz, 19. April 2005, archiviert vom Original am 15. Juli 2006; abgerufen am 10. Mai 2016.

Unbekannter Photograph – (Graz) Bauernhof mit Kreuz im Dorf Wenisbuch – 1912

„Bauernhof mit Kreuz im Dorf Wenisbuch – 1912“

Gasthaus Hotel Stoffbauer
Oberer Plattenweg 21
Wenisbuch
Mariatrost
8043 Graz

Google Street View:

https://goo.gl/maps/P5yzsv8a2Ep5Y1Qp7

https://de.wikipedia.org/wiki/Wenisbuch

Wenisbuch

Wenisbuch ist eine von zwei Katastralgemeinden sowie ein Dorf im Bezirk Mariatrost in der steirischen Landeshauptstadt Graz.

Die namensgebende Ortschaft liegt im äußersten Nordwesten der Stadt und ist ländlich geprägt.

Geographie

Die Katastralgemeinde Wenisbuch erstreckt sich vom nordwestlichen Stadtrand bei Weinitzen und Fölling bis zum Leechwald unweit des Stadtzentrums und umfasst außerdem die Ortschaften Kroisbach und Rettenbach.

Mit einer Fläche von 949 ha ist sie nach Gösting und Webling[1] die drittgrößte Grazer Katastralgemeinde. Im Gebiet um das Dorf Wenisbuch liegen die bekannten Hügel Platte und Hauenstein sowie das beliebte Ausflugsziel Rettenbachklamm.

Die auf einem Rücken zwischen den beiden Erhebungen gelegene Hauptsiedlung ist über Gemeindestraßen aus mehreren Richtungen erreichbar.

Die Wenisbucher Tertiärmulde stellt eine mit sarmatischen Sedimenten, Sanden und Tonen gefüllte Randbucht des Grazer Beckens dar.[2] Sie wird durch den Rettenbach zum Mariatroster Bach hin entwässert.

Geschichte

Das Hochtal von Wenisbuch galt bereits im Spätmittelalter als fruchtbar und wurde in Friedenszeiten von Bauern besiedelt. Für eine Fliehburg auf dem südlich vorgelagerten Kogelberg ist aus dem frühen 14. Jahrhundert die Bezeichnung Wernher(i)spurch überliefert. Mundartlich wurde der Name über die Jahrhunderte zu Wenisbuch verschliffen.[3]

1766 wurden bei Mariatrost Steinkohlevorkommen entdeckt und angeordnet, diese durch den berggerichtlichen Amtsverwalter auf Staatskosten untersuchen zu lassen.[4]

In den grünlichen Tegeln zwischen Tullgraben und Wenisbuch wurde ein in zwei Bänke aufgespaltenes, geringmächtiges Braunkohleflöz gefunden. 1856 bekam der Gewerke Josef Rothler vom Bergkommissariat Voitsberg eine Schurfbewilligung für die Katastralgemeinde Wenisbuch erteilt. Noch im selben Jahr meldete er einen Freischurf über der Hutweide des Wastlbauern an und ließ bis Ende 1857 insgesamt 800 t steinkohlehältiges Material fördern. Vermutlich durch die Eröffnung der Mariatroster Bahn wurde der Braunkohlebergbau in Wenisbuch 1898 erneut angeregt und, vor allem in einem Graben zwischen dem Dorf und der Platte, bis 1920 fortgesetzt.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur

Während die Katastralgemeinde aufgrund ihrer Ausdehnung über ein weites Spektrum an Funktionalität verfügt, weist die eigentliche Ortschaft Wenisbuch dörflich-ländlichen Charakter auf. Entlang der Wenisbucher Straße reihen sich Einfamilienhäuser und einige landwirtschaftliche Betriebe aneinander. Dazu kommen ein Gasthof sowie zwei Buschenschänken. Die umliegenden Flächen werden von Grünland und zwei Obstbauflächen westlich und südlich der Hauptsiedlung bestimmt.

Weblinks

Commons: Wenisbuch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

• • Ortsverzeichnis Steiermark 2001. Statistik Austria, Wien 2005, S. 29. PDF-Download, abgerufen am 2. Oktober 2019.
• • Alfred Weiss: Bergbaue und Bergbauversuche im erweiterten Stadtgebiet. In: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz. Band 5/6, Graz 1974, S. 147–161.
• • Rudolf Flucher: Verschollene Wehranlagen um Graz – Die „Wernherispurch“ am Kogelberg. In: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz, Band 7/8, Graz 1975, S. 249–250.
• O. Pickl: Die Anfänge des steirischen Kohlenbergbaues. In: Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, Band 24, Graz 1970, S. 47–58.

Unbekannter Photograph – (Graz) Bauernhaus auf dem Oberen Plattenweg – 1912

“Bauernhaus auf dem Oberen Plattenweg,
1912″

Oberer Plattenweg
Wenisbuch
Mariatrost
8043 Graz

https://de.wikipedia.org/wiki/Platte_(Graz)

Platte (Graz)

Platte 08
Deutsch: Blick vom Lichtensternweg in Fölling zur Platte, Graz-Mariatrost
Clemens Stockner, 2018

Die Platte ist eine 651 m ü. A. hohe Erhebung im Grazer Stadtgebiet.

Den Gipfel bildet ein etwa 1 ha großes Plateau, in dessen Mitte die Stephanienwarte, eine ehemalige Wetterstation steht. Heute befindet sich am Turm eine moderne Umwelt- und Luftgüte-Überwachungsanlage. Die Erhebung ist touristisch erschlossen und bietet ein Graz-Panorama von der Stephanienwarte.

Lage und Umgebung

Die Platte liegt im Stadtbezirk Mariatrost in der Katastralgemeinde Wenisbuch.

Sie erhebt sich rund 250 m über dem Tal des Mariatroster Baches und bildet zusammen mit dem nordwestlich angrenzenden Pfangberg ein kleines Massiv.

Nach Südwesten verläuft ein Hügelkamm weiter zu Rosenberg und Reinerkogel,

im Norden trennt der Taleinschnitt von Wenisbuch die Erhebung von Lineckberg und Hauenstein.

Im Südosten trennt die Rettenbachklamm die Platte vom Kogelberg.

Zufahrten mit dem Auto sind über den Hinteren Plattenweg bis zu einem kleinen Parkplatz beim 2. Plattenkreuz möglich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad kann man bis zur Warte hinauf.

Stephanienwarte

1839 errichtete man unter der Schirmherrschaft des Rechnungsrates Franz Göbel einen hölzernen Aussichtspavillon. Der Standort befand sich zum damaligen Zeitpunkt noch im Bezirk Graz-Umgebung. Entworfen hat die erste Warte auf der Platte Wenzel Heger. Sie verfiel in den Folgejahrzehnten trotz Renovierungsmaßnahmen komplett.[1]

Am 6. April 1880 erwarb der Steirische Gebirgsverein den Gipfel der Platte mitsamt einem Servitut, das einen freien Zugang zum Turm gewährt. Das Projekt von J. G. Wolf ging als Siegerprojekt aus sieben Einreichungen für den Neubau der Warte hervor. Sockel und Kanten sind aus vermauerten Bruchsteinen, die Seitenflächen mit roten Ziegelsteinen aufgefüllt.[1] Die 18 Meter[2] hohe Warte betritt man durch einen Torbogen: einem Erdgeschoss im Renaissance-Stil folgt das Mittelgeschoß mit neubarocken Stilelementen. Den Aussichtsbereich umläuft ein Eisengitter mit Ornamenten und auf vier Eisensäulen ruht das Blechdach.[3]

Nach der Grundsteinlegung im Juli 1880 fand am 19. September die Eröffnung der Stephanienwarte statt. In den 1950er Jahren sorgte ein Turmaufseher für Ordnung. 1968 erfolgte eine Renovierung und der Österreichische Versuchssenderverband benützte die Warte für seine Zwecke mit. 1972 erwarb die Alpenvereinssektion Graz ein großes Areal um die Stephanienwarte, um es vor Verbauung zu schützen.[3]
Ab 1977 war im Turm eine Funkleiteinrichtung des Landesfeuerwehrverbandes für den Katastrophenschutz installiert, die 1995 auf den Plabutsch verlegt wurde. 1979 erfolgte eine neuerliche Renovierung, ab 1989 kam eine Luftgüteüberwachungsstation hinzu, die 1991 für Ozonmessung erweitert wurde. Die Sektion Graz des Österreichischen Alpenvereins ist momentaner Besitzer der Stephanienwarte, die seit 2010 frei zugänglich ist.[4][5]

Literatur

Renate Kniely: Aussichtswarten um Graz. In: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz. Band 38/39. Graz 2009. S. 413–457.
Einzelnachweise
• • Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 441.
• • Stephanienwarte/Platte auf outdooractive.com
• • Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 444.
• • Eröffnung der Stephanienwarte (Memento des Originals vom 7. April 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., graz.at vom 9. August 2010, abgerufen am 31. März 2014
• Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 445.