Category Archives: Mag. Ingrid Moschik – österreichische Spurensicherin

#Unbekannter #Photograph – (#Graz #Umgebung) #Kirche und #Dorf #Wundschuh bei #Kalsdorf – 1912

„Kirche und Dorf Wundschuh bei Kalsdorf – 1912“

Pfarrkirche & Pfarramt & Friedhof
Gemeindeamt
Kirchenwirt
Hauptplatz 1
8142 Wundschuh

https://de.wikipedia.org/wiki/Wundschuh

Wundschuh bei Graz

Wundschuh ist eine österreichische Gemeinde in der Steiermark, im Bezirk Graz-Umgebung mit 1598 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) auf einer Fläche von 12,89 km².

Geografie

Geografische Lage

Wundschuh liegt im Grazer Feld am Kaiserwald. Die Gemeinde befindet sich ca. 12 km südlich der Landeshauptstadt Graz. Im Westen des Gemeindegebietes befinden sich die Wundschuher Teiche, wichtigste Fließgewässer sind der Poniglbach und der Laabach.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden (Fläche 2015) Kasten 614,42 ha und Wundschuh 674,10 ha sowie aus folgenden Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2019[1]):

Forst (134)
Gradenfeld (170)
Kasten (399)
Ponigl (116)
Wundschuh (779)

Nachbargemeinden
Premstätten
Premstätten
Kalsdorf bei Graz

Dobl-Zwaring
Werndorf

Dobl-Zwaring
Wildon
Wildon

Geologie

Wundschuh liegt gemeinsam mit seiner Nachbargemeinde Kalsdorf und der ehemaligen Gemeinde Weitendorf im Einzugsgebiet ehemaliger Vulkane, die im Miozän vor ca. 10 Mio. Jahren aktiv waren. Sie sind an der Erdoberfläche nicht erkennbar, aber bei einer Bohrung wurde bereits in einer Tiefe von 33 bis 35 m das vulkanische Gestein Andesit gefunden.[2] Es wird dem Vulkan von Kalsdorf zugerechnet.[3]

Geschichte

Die erste Kirche in Wundschuh dürfte um 1100 gebaut worden sein. Das Gemeindegebiet gehörte zur Herrschaft von Neuschloß. Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850.
Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark. 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Wundschuh Kirche Friedhof Pfarrhof
Deutsch: Kath. Pfarrkirche hl. Nikolaus
Isiwal, 2013

Pfarrkirche

Die Kirche ist dem Hl. Nikolaus, dem Patron der Schiffbrüchigen, geweiht.

Sie war eine Filialkirche der Pfarre Hengsberg, 1785 wurde sie selbst zur Pfarre erhoben.

Die Kirche wurde 1912–1915 in Formen des Barock neu gebaut, von einem spätgotischen Bau sind nur Fundamente des Turms erhalten, wo ein Stein mit 1497 datiert ist.

Die barocke Einrichtung stammt aus der alten Kirche.

Am Pfarrhof aus 1881 ist ein Römerstein eingemauert,

eine Mariensäule stammt aus 1863.[7]

#Unbekannter #Photograph – (#Graz #Umgebung #Wundschuh) #Wundschuher #Teich bei #Kalsdorf – 1912

„Wundschuher Teich bei Kalsdorf – 1912“

https://de.wikipedia.org/wiki/Kalsdorf_bei_Graz

Kalsdorf bei Graz

Kalsdorf bei Graz ist eine Marktgemeinde mit 7128 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) südlich von Graz in der Steiermark im Bezirk Graz-Umgebung. Sie gehört zu den am schnellsten wachsenden und wirtschaftsstärksten Gemeinden der Steiermark.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserwald_(Steiermark)

Kaiserwald bei Graz

Der Kaiserwald ist ein Waldgebiet im österreichischen Bundesland Steiermark wenige Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Graz. Sein geologischer Standort, die Kaiserwaldterrasse, ist ein lehmbedecktes eiszeitliches Schotterplateau über dem Grazer Feld. Die Lehmhaube, die in der Vergangenheit eine örtliche Ziegelindustrie ermöglichte, sorgt für eine charakteristische Grundwasserhydrologie. Botanisch gesehen handelt es sich um einen Mischwald mit Föhren und Stieleichen als bestimmenden Bäumen, der verschiedensten Tierarten Lebensraum bietet und dadurch für Jahrhunderte als landesfürstlicher Forst diente. Bedeutsam ist das Gebiet zudem durch die zahlreichen römerzeitlichen Hügelgräber.
Im Zweiten Weltkrieg war der Kaiserwald Schauplatz von Rüstungstätigkeiten der Wehrmacht. Heute dienen weite Teile des gut 30 km² großen Waldes als Erholungsraum und Wirtschaftswald. Teile sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Durch seine ökologische und klimawirksame Relevanz ist der Wald als Grünzone in den örtlichen Entwicklungskonzepten der umliegenden Gemeinden verankert. Mit der Graz-Köflacher Bahn (GKB) und der Süd-Autobahn A 2 durchqueren zwei wichtige Verkehrswege den Kaiserwald.

Etymologie

Erst mit der Josephinischen Landesaufnahme erhielt 1787 ein Großteil des Waldes die heutige Bezeichnung.

Davor wurde die Waldfläche – mit einigen Ausnahmen – noch als Kaiserliches Khart bezeichnet.

Die frühere Bedeutung des Wortes „Hart“ bzw. „Khart“ war im 18. Jahrhundert bereits nicht mehr bewusst, wie etwa die nicht sinngemäße Benutzung in der damaligen Gemeinde Oberpremstätten belegt.

Ursprünglich wurde mit dem Begriff ein lockerer Baumbestand bezeichnet, der stellenweise zu einem Wald verdichtet ist, und somit vielmehr eine Benennung für lose zusammenhängende Wälder ist.

Die Standesbezeichnung des Eigentümers schlug sich erstmals unter Ernst dem Eisernen im Waldnamen nieder, als dieser die Bezeichnung „des Herzogen Wald“ trug. Nachdem die steirischen Landesfürsten die Kaiserwürde erlangt hatten, wurde der Wald 1471 als „Römischen Kaisers Holz“ bezeichnet.

Bis ins 18. und 19. Jahrhundert lautete die amtliche Bezeichnung Forst zu Tobel oder, davon abgeleitet, Dobler Forst.

Das althochdeutsche „Dobl“ bedeutet so viel wie Waldschlucht oder Waldeinschnitt.[2][36]

https://de.wikipedia.org/wiki/Wundschuher_Teiche

Wundschuher Teiche

Wundschuher Teich 19
Deutsch: Wundschuher Teich, Blickrichtung Nordwesten
Clemens Stockner, 2017

Die Wundschuher Teiche sind eine Reihe künstlicher Stehgewässer im Kaiserwald im österreichischen Bundesland Steiermark. Die vier Hauptgewässer Forster Teich, Neuteich, Wundschuher Teich und Poniglteich wurden im Mittelalter als Fischteiche angelegt und werden vom Poniglbach gespeist.

Lage und Umgebung

Die Wasserflächen liegen im Kaiserwald am Mittellauf des Poniglbaches im westlichen Teil der Gemeinde Wundschuh. Erreichbar ist das Gebiet über die Wundschuh-Landesstraße (L 380).

Der Forster Teich ist der oberste und entlegenste der Wundschuher Teiche. Die 4,7 ha große Wasserfläche[1] liegt rund 700 m westlich der Ortschaft Forst und gut 1 km südöstlich der Kaiserwaldsiedlung. Er ist lediglich über Forstwege erreichbar. Der Poniglbach wird am Ostufer vorbeigeführt.

Der Neuteich ist mit einer Fläche von 2 ha der kleinste der Hauptteiche. Er liegt wie der Forster Teich mitten im Wald und ist über Forst- und Wanderwege erreichbar. Im Mai 2017 wurde von der steiermärkischen Landesregierung ein Europaschutzgebiet (Natura 2000) verordnet, welches mit einer Fläche von 3,1 ha den gesamten Wasserkörper und einen Teil seiner Umgebung einnimmt.[2]

Im Zentrum der Teichanlagen liegt auf 326 m ü. A. der Wundschuher Teich (früher Mitterteich[3]), der gemeinsam mit zwei kleineren Anlagen das beliebte Anglerrevier „Wundschuher See“ bildet.

Der eigentliche Wundschuher Teich, dessen nördlicher Abschnitt in sumpfiges Gelände übergeht, hat eine Ausdehnung von 4,9 ha und trägt die Bezeichnung „Hausenteich“. Die kleinste der drei Teichanlagen ist der „Raubfischteich“.

Etwa 600 m flussabwärts des Wundschuher Teiches befindet sich südlich der Landesstraße der Poniglteich (auch Menissteich, früher Mernüßteich[3]). Der gleichnamige Bach wird nordseitig vorbeigeführt. Mit einer Wasserfläche von 6,8 ha bildet er die größte Anlage, das Ufer ist durchgehend vom Wald gesäumt und nur auf Forstwegen erreichbar. Der Teich liegt auf dem Helfbrunner Niveau, einer der Kaiserwaldterrasse vorgelagerten rißzeitlichen Verebnungsfläche.

GeschichteGraz – Umgebung – Kalsdorf – Kolsdorf – Kohlsdorf – Cholesdorf – Chulesdorf – „Köhlerdorf = Holzkohlendorf“ – Etymologie 1 ahd. kolo – germ. kula kulon „Kohle cole“ – PIE g(e)ulo „glühendes“

Die Wundschuher Teiche wurden um 1100 oder 1200 von Mönchen des Stiftes Rein angelegt, indem natürliche Bodensenken abgedämmt und mit Lehm ausgeschlagen wurden. Später gelangten sie in kaiserlichen Besitz. Laut einer Schenkungsurkunde gingen die Teiche 1642 an den aus dem kaiserlichen Dienst ausscheidenden Hoffischermeister Graf Sigmund Ludwig Dietrichstein, der zuvor das Schloss Neuschloß käuflich erworben hatte.[3] Laut der Gemeinde-Website von Wundschuh wurden die Teiche jedoch erst 1442 unter Friedrich III. als Fischteiche angelegt. Der König, der als Landesfürst über den Kaiserwald verfügen konnte, ließ im selben Jahr den Wirtschaftshof ausbauen, aus dem das Gut Neuschloß hervorging.[4] Die Teichanlagen befinden sich bis heute im Besitz der Schlossherren Enffans d’Avernas.

Von 1935 bis 1938 sowie von 1945 bis 1948 waren die flachen, kaum bewegten und sehr warmen Teiche zweimal Ausbreitungsherd der Malaria. Damals existierende Waldschneisen förderten die Ausbreitung der Anophelesmücke in benachbarte Siedlungen. 1948 wurden in Wundschuh noch 35 Krankheitsfälle gezählt.[5]

1973 wurde der Wundschuher Teich zu einem Badesee mit Campingplatz umgestaltet. Neben schattigen Liegewiesen, Badekabinen und einem Buffet wurde ein Parkplatz mit 500 Stellplätzen an der neuen Landesstraße von Feldkirchen errichtet. Bis Anfang Juli 1973 investierten Fremdenverkehrsverein, Gemeinde und Land 1,7 Millionen Schilling in das Projekt. Das 9 ha große Areal sollte vor allem die Bewohner der 17 km entfernten steirischen Landeshauptstadt Graz ansprechen. Durch vier Quellen erneuerte sich das in den Sommermonaten durchschnittlich 24 bis 25 Grad warme Teichwasser ständig.[6]

Natur- und Landschaftsschutz

Die Teiche sind Teil des Landschaftsschutzgebiets Wundschuher Teiche (LSG-32), das einen großen Teil des südlichen Kaiserwaldes umfasst. Der Neuteich ist seit Mai 2017 zusätzlich als Europaschutzgebiet Nr. 45 (Natura 2000) ausgewiesen. Nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie kommt dabei dem Schutz des Vierblättrigen Kleefarns oberste Priorität zu. Daneben sind die natürlichen Lebensraumtypen Schlammflur und Stillgewässer mit Wasserschwebergesellschaften zu bewahren. Der Schutzvertrag schreibt das regelmäßige Entfernen von Röhrichtanteilen, die Bereitstellung von Pionierstandorten sowie regelmäßiges Ablassen des Teiches als Managementmaßnahmen vor.[2]

Von ornithologischem Interesse ist das Vorkommen einiger Vogelarten im Teichgraben, die insbesondere in Schilfgürteln an den Teichufern nisten. Dazu gehören etwa das Blässhuhn oder die Mönchsgrasmücke und der Zaunkönig, die das Erlengebüsch entlang des Poniglbaches als Brutplatz bevorzugen. In den feuchten Wiesen zwischen den Teichen, die von grobstängeligen Pflanzen sowie niedrigen Weiden- oder Erlenbüschen bewachsen sind, halten sich Sumpfrohrsänger und Weidenlaubsänger auf.[7]

Eine häufig vertretene Amphibienart ist der Moorfrosch, der etwa am Poniglteich lebt.[8]

https://de.wikipedia.org/wiki/Wundschuh

Wundschuh

Wundschuh ist eine österreichische Gemeinde in der Steiermark, im Bezirk Graz-Umgebung mit 1598 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) auf einer Fläche von 12,89 km².

Unbekannter Photograph – (#Graz #Andritz) Schnellzug in der #Raach mit #Kanzel – 1912

„Schnellzug in der Raach mit Kanzel – 1912“

Klettersteig Andritz-Weinzödl
An der Kanzel
Andritz
8046 Graz

https://goo.gl/maps/C5Vt2fQVGhbjrnmt8

https://de.wikipedia.org/wiki/Kanzelkogel

Kanzel(kogel)

Kanzelkogel 08
Deutsch: Blick vom Jungfernsprung bei der Ruine Gösting über das Murtal zum Kanzelkogel
Clemens Stockner, 2018

Der Kanzelkogel (kurz Kanzel) ist ein ursprünglich 615 m ü. A. hoher Hügel im Grazer Bergland im österreichischen Bundesland Steiermark.

Der seit Jahrzehnten vom Kalkabbau geprägte Berg nahe der Landeshauptstadt Graz ist als Fundort umfassender kupferzeitlicher Siedlungsreste für die Archäologie von überregionaler Bedeutung.

Lage und Umgebung

Der Kanzelkogel erhebt sich am Südrand der Marktgemeinde Gratkorn linksseitig über dem Mittleren Murtal.

Er überragt das Durchbruchstal bei Raach um rund 250 m und liegt nur etwa 300 m von der Grazer Stadtgrenze entfernt.

Nördlich wird der Hügel vom Pailgraben begrenzt,

nach Osten verläuft ein Kamm über den Kanzelsattel zum Admonter Kogel (566 m) bei St. Veit und

nach Norden weiter zur Rannach.

Der Kanzelkogel ist Teil des 1981 etablierten Landschaftsschutzgebiets Nördliches und östliches Hügelland von Graz (LSG-30).[1] Am Südwesthang des Berges liegt das Natura-2000-Gebiet „Flaumeichenwälder im Grazer Bergland“.[2]

Die auf der Niederterrasse am Südfuß gelegene Straße „An der Kanzel“ gehört zum Grazer Stadtbezirk Andritz.

Unbekannter Photograph – (#Graz #Gösting) Schnellzug in der #Raach mit #Jungfernsprung – 1912

„Schnellzug in der Raach mit Jungfernsprung – 1912“

Jungfernsprung
Ruinenweg
Gösting
8051 Graz

Google Street View:

https://goo.gl/maps/3opYkWGm3UyvK59k6

https://goo.gl/maps/YqYwPWjBXe4f6uAg9

https://de.wikipedia.org/wiki/Jungfernsprung_bei_G%C3%B6sting

Jungfernsprung bei Gösting

Der Jungfernsprung (auf älteren Darstellungen auch Jungfrauensprung genannt)
ist ein Felssporn im westlichen Grazer Bergland im österreichischen Bundesland Steiermark.

Der Dolomitfelsen, der seinen Namen einer Sage verdankt, liegt in unmittelbarer Nähe zur Burgruine Gösting in der Landeshauptstadt Graz.

Als beliebter Aussichtspunkt über dem Murtal zählt der Jungfernsprung zu den bedeutendsten Natursehenswürdigkeiten im Großraum Graz und bildete jahrzehntelang ein gefragtes Postkartenmotiv.

Gösting - Jungfernsprung mit Blick ins Murtal - 1901
Petschar, Friedlmeier, Steiermark in alten Fotografien, Ueberreuther Verlag Wien.
between 1893 and 1914

https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6sting

Gösting

080 Ruine Gösting mit der Weinzierlbrücke - bei Graz - drawing. Wonsidler, Lith. v. Folwarczni - J.F.Kaiser Lithografirte Ansichten der Steiermark 1830
J. F. Kaiser – lithographirte Ansichten der Steyermärkischen Städte, Märkte und Schlösser, Graz 1824-1833
Published by J. F. Kaiser, Graz, Scan and postprocessing by Hubertl

Gösting ist der 13. Stadtbezirk von Graz. Es liegt im Nordwesten der Stadt zwischen Mur und Plabutsch beziehungsweise dem Höhenzug nördlich davon, der von der Burgruine Gösting gekrönt wird.

GeschichteGraz – Gösting (13.) – Gesting – Gestnik – Gestnich (um 1140)

Der Ortsname Gösting stammt entweder von slawisch gostinca – „Herberge“ – oder von gozd – „Bergwald“.

Bereits vor dem Jahr 1138 wurden vom Aribonen Swiker von Gösting die Burg am heutigen Göstinger Ruinenberg, früher auch Annenberg, und das Dorf Gösting gegründet.

Um 1430 bestand das Dorf aus 33 Bauernhöfen und einigen Handwerkern, darunter auch zwei Müllern im heute noch so benannten Müllerviertel und am Thalbach.

1707 wurden Burg und Herrschaft von den Grafen Attems erworben. Durch einen Brand aufgrund eines Blitzschlages im Jahr 1723 fast vollständig zerstört, verfiel die Burg bereits im 18. Jahrhundert zunehmend.

Von 1850 bis 1938 war Gösting eine eigene Gemeinde, die von Gemeindevorstehern und ab 1919 von Bürgermeistern geleitet wurde. Einige Straßennamen erinnern noch an deren Namen, etwa Franz Weixelbaum oder Josef Pock.

1931 erhielt Gösting das Marktrecht,

1938 wurde es zu einem Teil von Graz und bildet seit 1946 den 13. Stadtbezirk der Landeshauptstadt Graz, zu dem auch die weiter nördlich gelegene Siedlung Raach gehört, die in ihrer heutigen Form seit den 1940er-Jahren auf ehemaligem Weideland entstanden ist.
Wirtschaft, Schulen, Verkehr

Einige Industriebetriebe, die sich entlang des Grazer Frachtenbahnhofs angesiedelt haben

Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde an den Berghängen Wein angebaut. Bis zum beginnenden 21. Jahrhundert zeugte davon nur noch die Sektkellerei Brüder Kleinoscheg. Bis 2013 ließ nur mehr der Straßenname Weinbergweg die frühere Nutzung erahnen, seither gibt es wieder einen ersten Versuch dort Wein anzubauen, bislang allerdings im sehr kleinen Rahmen.

Große Waldflächen am Plabutsch und am Ruinenberg

Höhere Technische Bundeslehranstalt BULME (seit 1920 an der heutigen Stelle)
Nordportal des Plabutschtunnels der Pyhrn Autobahn (eröffnet 1987)
Buslinien 40, 48, 52 und 85. Von 1901 bis in die 1950er Jahre führte auch eine Straßenbahnlinie vom Grazer Zentrum nach Gösting; ebenso gab es eine Haltestelle der Südbahnstrecke Bruck an der Mur – Graz.
Der bezirksansässige Sportverein heißt ASV Gösting, deren Fußballmannschaft spielt in der Gebietsliga Mitte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gösting

Bauwerke

Burgruine Gösting: Nach dem Brand 1723 verfiel die Burg immer mehr. Heute stehen nur noch die Burgkapelle und der Bergfried sowie einige Mauerreste. Im Turm ist ein kleines Museum und eine Taverne eingerichtet, außerdem bietet sich von dort ein weiter Blick über das Grazer Becken und das oststeirische Hügelland. Die Ruine ist nur zu Fuß erreichbar.
Schloss Gösting: Am Schlossplatz am Fuß des Burgbergs. Schlichtes Barockschloss der Grafen Attems; heute in Privatbesitz.
Das Plabutscherschlössel
Kirche St. Anna im ehemaligen Brauhaus der aufgelassenen Außenstelle der Brauerei Puntigam.

Natur

Jungfernsprung: Der sagenumwobene Dolomitfelsen nahe der Burgruine ist ein beliebter Aussichtspunkt über dem Murtal. Auf den Flanken gedeihen zahlreiche Blumenarten, der Aurikelbestand bildet einen Geschützten Landschaftsteil.
Weblinks

Einzelnachweise
• • Zahlen + Fakten: Bevölkerung, Bezirke, Wirtschaft, Geografie auf graz.at.
https://www.graz.at/cms/beitrag/10068426/7769549/Bezirksvertretung_Goesting.html

Unbekannter #Photograph – (#Graz #Mariatrost #Sankt #Johann) Weidendes #Vieh an der #Mariatroster #Bahn bei St. #Johann

„Weidendes Vieh an der Mariatroster Bahn bei St. Johann – 1912“
„Weidendes Vieh an der Mariatroster Bahn bei St. Johann – 1912“

Schloss St. Johann
Mariatroster Strasse 163

Johannes-Nepomuk-Kapelle
Mariatroster Strasse 112

St. Johann – Mariatrost
8043 Graz

https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Graz/Mariatrost


Johannes-Kapelle
Mariatroster Straße 112

Die Kapelle, dem Heiligen Johannes Nepomuk geweiht, wurde um 1730/1735 erbaut.

Laut einer Inschrift wurde sie durch Anna Neuhold 1794 wiederhergestellt (an der Giebelfront fälschlich mit 1792 datiert).

Die Kapelle ist ein mittelgroßer Rechteckbau mit einer Pilasterfassade, einem attikaartigen Giebel und einem spitzhelmbekrönten Giebelreiter. Die schmiedeeisernen Gitterflügel und Oberlichtgitter in Régence-Stilformen stammen vermutlich noch vom Altbau. An der geraden Chorwand des stichkappengewölbte Innenraums befindet sich ein gemauerter Brückenaufbau mit der aus dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts stammenden geschnitzten Darstellung des Brückensturzes des Heiligen Johannes Nepomuk. Davor steht ein kleines Altarretabel mit leuchterhaltenden Engelsputten aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts. Die geschnitzte Pietà an der Chorwand und das Holzkruzifix an der Emporenbrüstung stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Weitere Teile der Innenausstattung sind ein Gemälde des hl. Johannes Nepomuk in der Vision der Madonna aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, spätklassizistische Marmorepitaphien an den Seitenwänden, sowie das aus dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts stammende Gestühl.[4]

Unbekannter #Photograph – (#Österreich #Steiermark #Judendorf-#Strassengel #Graz) #Wegkreuz bei #Rötz bei #Judendorf – 1912

„Wegkreuz bei Rötz bei Judendorf – 1912“

Rötzerstraße = Rötzer Strasse
8111 Judendorf-Straßengel

https://goo.gl/maps/87yFTsDqSGSe4iHP8

https://de.wikipedia.org/wiki/Judendorf-Stra%C3%9Fengel

Judendorf-Straßengel

Conrad Kreuzer Straßengel
Deutsch: Straßengel.
Gustav Schreiner: Grätz. Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebungen. Verlag der F. Ferstl’schen Buchhandlung, Graz 1843 (Nachdruck von 1976).

Judendorf-Straßengel ist eine Katastralgemeinde und ehemalige Marktgemeinde mit 5843 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013)[1] in der Steiermark nordwestlich von Graz im Bezirk Graz-Umgebung.

Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform ist sie seit 2015 mit den Gemeinden Gratwein, Eisbach und Gschnaidt zusammengeschlossen,[2] die neue Gemeinde führt den Namen Marktgemeinde Gratwein-Straßengel. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG.[3]

Geografie

Geografische Lage

Judendorf-Straßengel liegt in der Weststeiermark, circa fünf Kilometer nordwestlich der Landeshauptstadt Graz. Die Marktgemeinde wurde im Osten durch die Mur, im Süden durch Generalkogel und Straßengelberg und im Westen durch den Kugelberg begrenzt. Im Norden war sie mit der Nachbargemeinde Gratwein zusammengewachsen.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasste folgende fünf, jeweils als Dorf qualifizierte Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[4]):
Hundsdorf (527)
Judendorf (1607)
Kugelberg (295)
Rötz (762)
Straßengel (2773)

Die Marktgemeinde bestand aus der einzigen Katastralgemeinde Judendorf-Straßengel.

Geschichte

Um 860 wird in einer der ältesten Urkunden Österreichs der Kirchberg als „ad Strazinolun“ genannt. Vermutlich leitet sich der Name vom slawischen „straza“ ab, was sich auf einen hier günstig gelegenen Wachturm beziehen könnte.

Am 11. Juni 1147 widmete Markgraf Otakar III. dem Kloster Rein unter anderem die Dörfer Rötz, Straßengel und Judendorf. Diese Gebiete wurden von Reiner Mönchen bewirtschaftet.
Siedlungen mit der Bezeichnung Judendorf liegen meist an alten Handelsrouten, die die Alpen überqueren. In ihrer Nähe kam es in späterer Zeit meist zu Stadt- und Marktgründungen. Man nimmt an, dass es sich bei diesen Judendörfern um Niederlassungen jüdischer Kaufleute handelt, die im frühen Mittelalter intensiv am Warenhandel beteiligt waren.

Nach Aufhebung der Grundherrschaften zählten Judendorf, Straßengel, Rötz, Hundsdorf und Kugelberg zur 1849 konstituierten Marktgemeinde Gratwein.

Mit der Eröffnung des Streckenabschnittes Mürzzuschlag – Graz der k.k. privilegierten Südbahn am 21. Oktober 1844 fand auch das Gratweiner/Gratkorner Becken Anschluss an die „industrielle Revolution“. In der Folge siedelten sich in Judendorf wirtschaftliche Betriebe an, darunter eine Zementfabrik.

Ihren wirtschaftlichen Aufschwung hatten die Judendorfer und Straßengler jedoch dem Umstand zu verdanken, dass sich bereits um 1850 die Grazer Oberschichte dieser Gegend bemächtigte hatte. Besonders die auf Grund ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten zu sagenhaftem Reichtum gelangte Dynastie Materleitner in Judendorf verfolgte daraufhin separatistische Bestrebungen, die durch Ansiedlung eines Hotels (1889), einer Kaltwasserheilanstalt (1894), bzw. des „Steirischen Park-Sanatoriums Dr. Feiler“ (1901) gestärkt wurden.

Judendorf-Straßengel, zum damaligen Zeitpunkt einer der bekanntesten Kurorte der Monarchie, erlangte schließlich die Trennung von Gratwein und konstituierte sich 1909 als selbständige Ortsgemeinde.

Der Aufschwung fand mit dem Zusammenbruch der Monarchie und mit dem damit verbundenen Verlust des wirtschaftlichen Hinterlandes ein jähes Ende. Fast wäre die Gemeinde wieder in die Bedeutungslosigkeit versunken, wenn nicht die Krankenkasse der Österr. Bundesbahnen das ehemalige Parksanatorium Feiler erworben hätte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Judendorf-Straßengel immer mehr zu einer Wohngemeinde und im Jahre 1981 pendelten 86 % der Beschäftigten aus der Gemeinde aus, was nicht geringe Probleme für die Gemeinde als kommunalen „Versorgungsbetrieb“ mit sich bringt. Vor allem das Fehlen von Fuß- und Radwegen im Ort bzw. eine Anbindung an den Murradweg nach Graz wird von vielen Teilen der Bevölkerung bemängelt. Nachdem die Versicherungsanstalt der Österr. Eisenbahnen im Jahre 1989 einen Teil ihrer Sonderkrankenanstalt stilllegte, kam 1999 das endgültige Aus. Durch intensive Bemühungen gelang es auch hier die Tradition Judendorf-Straßengels als Kurort bzw. als Ort der Ruhe und Erholung fortzusetzen. So entstand im zuerst geschlossenen Teil der Sonderkrankenanstalt die „Parkresidenz“, ein Seniorenwohnheim, und auf dem Areal des zuletzt stillgelegten Teils wurde ein modernes Rehabilitationszentrum mit den Schwerpunkten Neurologie, Orthopädie, Onkologie und Kinder-Rehabilitation errichtet.[5]

2009 wurde der Hauptplatz rund um das Gemeindezentrum komplett neu gestaltet und anlässlich des 100-Jahr Jubiläums feierlich eröffnet.[6]

Unbekannter #Photograph – (#Österreich #Steiermark #Graz #Mariatrost) #Bauernhof bei #Mariagrün – 1912

„Bauernhof bei Mariagrün – 1912“

Mariagrüner Kirche
Mariagrüner Strasse 81
Mariagrün
Mariatrost
8043 Graz

https://goo.gl/maps/snDDHNzLKuCjjqLD8

https://goo.gl/maps/unr8gHerckjbWiZ2A

https://goo.gl/maps/xwnteMsP7WQERMT9A

https://goo.gl/maps/MeLWjKAqNdR1grUVA

https://de.wikipedia.org/wiki/Mariagr%C3%BCner_Kirche

Mariagrün(er Kirche)

089 Maria Grün bei Graz - J.F.Kaiser Lithografirte Ansichten der Steiermark 1830

J. F. Kaiser – lithographirte Ansichten der Steyermärkischen Städte, Märkte und Schlösser, Graz 1824-1833

Maria Grüner Kirche Gesamtansicht 2011-08-14
Deutsch: Blick auf die Mariagrüner Kirche
Gugganij, 2011

Die römisch-katholische Mariagrüner Kirche, auch Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung bzw. Stationskaplanei Graz-Mariagrün

ist der Mittelpunkt von Mariagrün, einem kleinen Stadtteil von Graz, im Bezirk Mariatrost. Sie gilt als bedeutendste kirchliche Stiftung eines Bürgers der Stadt Graz.

Die Kirche ist in ca. 15 Minuten von der Mariatroster-Straße über die Mariagrüner-Straße zu erreichen.

Neben der Volksschule Mariagrün gelegen, ist diese ein beliebtes Ausflugsziel inmitten des Grazer Naherholungszentrums, dem Mariagrüner Wald.

Diese Kirche ist keine eigene Pfarre, sondern nur eine Stationskaplanei[1] und gehört zur Pfarre Graz St. Leonhard im Dekanat Graz-Ost der Stadtkirche Graz. Der hier ansässige Diakon Rudolf Prattes leitet auch Gottesdienste in der Wallfahrtskirche Mariatrost.

GeschichtekunstGRAZ2020

Das Kirchgelände wurde um 1650 von dem Ratsbürger Hanns Friz erworben, der diese Gegend als Weingarten nutzte. Die Gegend war schon damals als Ausflugsziel beliebt, darum überließ Hanns Friz ein Plätzchen den Kapuzinerpatres Deodat und Irenäus, die dort 1663 eine kleine Kapelle errichten.

1667 wurde von Bischof Max Gandolf von Kuenburg eine Lizenz zum Lesen der Messe erteilt, die jedoch ausschließlich die Kapuziner in der äußerst schlichten Kapelle halten durften.

Der Überlieferung zufolge wurde der Standort von dem ersten gesundgeborenen Sohn von Hanns Friz durch Werfen eines kleinen Steines bestimmt. Er ließ dort anlässlich der schweren Geburt dieses Sohnes 1668 eine Kirche mit dem Namen St. Maria in der Grien (heute: Mariagrün) errichten. Noch im gleichen Jahr soll Bischof Johann IV. Markus von Aldringen eine mündliche Zelebrationserlaubnis gegeben haben, der Kapuzinerguardian Pater Angelus las am 2. Juli 1669 die erste Messe und taufte die Stätte „Unsere liebe Frau in der Grien“. Seitdem wird das Kirchweihfest jährlich am 1. Julisonntag gefeiert.

1700 wurde das bestehende Gebäude mit einem viergeschossigen Nordturm samt Zwiebelhaube und durch Adaptierung der Sakristei zum Chorraum erweitert. 1852 folgte sodann eine neoromanische Fassadierung mit Dreiecksgiebel und der Westanbau. Das Gotteshaus besitzt seit 1808 den Rang einer Stationskaplanei und ist ein beliebter, idyllisch gelegener Wallfahrtsort; besonders die Verschonung von Mariagrün im Pestjahr 1680 steigerte die Verehrung.

Beschreibung

Trotz der Veränderungen lässt der Bau die ursprüngliche Anlage – ein Zentralraum in der Form eines griechischen Kreuzes mit laternenbekrönter Kuppel – in den in der Mittelachse korrespondierenden Kapellen (mit geschweiften Giebeln) und in der Vierung mit Glockendach noch deutlich erkennen. In maßwerkverzierten Rundbogennischen der neoromanischen Südfassade befinden sich die von Jakob Gschiel gefertigten Sandsteinfiguren der Heiligen Josef und Florian (entstanden 1875), in der Mittelachse ein Fresko der Begegnung Maria und Elisabeth. Das profilierte Rundbogen-Steintor zieren bemerkenswerte, um 1670 entstandene schmiedeeiserne Gitterflügel und Oberlichtgitter. Das einschiffige, zweijochige Langhaus besitzt ebenso wie der eingezogene zweijochige Chor ein Tonnengewölbe, die Vierung ein Klostergewölbe, die Kapellen sind quertonnengewölbt, die einjochige Empore weist eine Flachdecke auf. Die Glasgemälde im Chor stammen aus den Jahren 1892 und 1899.

Der Anfang des 18. Jahrhunderts gefertigte Hochaltar mit Säulenaufbau trägt ein Altarblatt Maria mit Jesuskind und Johannesknabe (1. Hälfte 18. Jahrhundert, Original ersetzt) und ein spätbarockes Oberbild Gottvater. Die Seitenfiguren stellen die Heiligen Leopold und Sebastian dar (um 1670). Der Tabernakel in späthistoristischen altdeutschen Stilformen entstand im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Der aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts stammende Seitenaltar mit Säulenaufbau besitzt das von Joseph Alexander Wonsidler 1844 gemalte Altarblatt Mutter der Barmherzigkeit, eine Stiftung des Alois Freiherrn von Königsbrunn. Der rechte Seitenaltar aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts trägt einen klassizistischen Säulenaufbau, das Altarblatt zeigt das auf den Drachen tretende Jesuskind, die Seitenfiguren die Heiligen Josef und Jakobus d. Ä. (um 1670); aus jener Zeit bzw. aus dem 1. Viertel des 18. Jahrhunderts stammen auch die sich in den stuckverzierten Nischen am rundbogigen Triumphbogen und in den Seitenkapellen befindlichen Holzfiguren der Heiligen Barbara, Katharina, Agnes und Margaretha. Das Kruzifix unter der Empore ist eine Arbeit aus dem 2. Viertel des 18. Jahrhunderts; an der Emporenbrüstung finden sich zudem die Porträtgemälde der Kirchenstifter Hans Friz und seiner Gattin Rosina (3. Viertel 18. Jahrhundert). In der Sakristei findet sich ein bemerkenswertes Marmor-Lavabo von Carlo Gianollo (datiert 1670).
Am Westrand des Kirchplatzes steht die um 1680 errichtete Mariä-Krönung-Kapelle, ein kleiner quadratischer Barockbau mit geschweiften Giebeln. Die Schauseite zeigt Sprenggiebel und Pilaster, das profilierte Rundbogentor ist mit schmiedeeisernen Gitterflügeln gesichert. Der tonnengewölbte Innenraum beherbergt einen Säulenaltar im Knorpelwerkstil, das Altarblatt zeigt die Krönung Mariä, das Oberbild den heiligen Franziskus. Die westlich des Turmkreuzes angeordnete Sandsteinfigur der Maria Immaculata, eine Arbeit Veit Königers (1760), stand zuvor vor der Front der Münzgraben- bzw. Fatimakirche.

Zwischen 1810 und 1814 weilte Ludwig Bonaparte, Exkönig von Holland und Bruder Kaiser Napoleons I. in Graz und besuchte bei seinen Spaziergängen immer die Mariagrüner Kirche. Südlich der Kirche findet sich das die Kirchenentstehung thematisierende Spätbiedermeierdenkmal mit Versen von Ludwig Bonaparte, Bruder Kaiser Napoleons I., von Ignaz Franz Castelli und von Anastasius Grün.

Oberhalb der Kirche befand sich die bis 1782 bewohnte Einsiedelei; sie wurde danach als Schulhaus adaptiert. Das Kirchlein von Mariagrün war nicht nur beliebtes Ausflugsziel der Grazer, hier fanden auch die Eremitenkapitel der Steiermark statt, um ihr Oberhaupt, den so genannten Altvater, zu wählen.

Am 13. Mai 1873 heiratete der steirische Schriftsteller Peter Rosegger seine erste Frau Anna Pichler in der Mariagrüner Kirche. Ihm ist auch zu verdanken, dass die Gegend um die Kirche (Mariagrüner Wald) lange Zeit nicht gröber verbaut wurde. Mittlerweile ist die Kirche zu einem großen Teil von neuartigen Wohnhausanlagen umgeben.

Im 19. Jahrhundert bereits als „Hochzeitskirchlein“ beliebt, ist die Kirche Mariagrün auch heute als Hochzeits- und Taufkirchlein bei der Grazer Bevölkerung sehr beliebt.

Literatur

Alois Kölbl, Wiltraud Resch: Wege zu Gott. Die Kirchen und die Synagoge von Graz. 2., erweiterte und ergänzte Auflage. Styria, Graz 2004, ISBN 3-222-13105-8, S. 193f.

Weblinks

Commons: Mariagrüner Kirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Unbekannter #Photograph – (#Stattegg #Graz) #Scheune beim #Auerhahnwirt in #Stattegg bei #Andritz – 1912

„Scheune beim Auerhahnwirt in Stattegg bei Andritz – 1912“

Stattegger Strasse
Graz-Andritz Stattegg

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Auszüge aus der alten Schulchronik Schulprofil der Volksschule KalkleitenDas sie grod die Kolkleitner Schul hob ́n erwählt,Wüßen ́s wuhl, daß beim Schöckel herum gor kluag is das Geld. Müß ́n die Kinder den ganzen Summa bloßfüßig gehen auf die Roan,man glongt holt nirgends hin mit an Togwerksloahn. War das a Freud, doss sie wohl ent größer nit sein kunnt. Dank enk ́s Gott meini Herrn! Schollt ́s aus der Eltern Mund. Den Donk sprechen enk aus olli Stoabrecher und Hulzknecht,Olli Kloakeuschler, denn solchen do monchen a schlecht,Olli Schuster und SchneiderEtc. und so weiter. Glück und Segen soll Euch geleiten immerdarUnd Ihr möget gedenken unser wieder nächstes Jahr. Zum Andenken an diese Feier wurde seitens der ,D ́ Oberlandler’ eine Gedenktafel in Kupfer der Schule überlassen:Kaiserjubiläum Und Christbaumfest 8. Dezember 1888 D ́ Oberlandler z ́ Graz“ Die Schulchronik von 1891 hat wenig Gutes zu berichten: „Leider war in diesem Winter der Schulbesuch, infolge des tiefen Schnees, ein sehr mangelhafter und es konnte das Lehrziel deshalb nicht erreicht werden.“ Im gleichen Jahr erfolgte auch die Trennung der stets losen Schulkooperation mit St. Veit. Am 10. Juni 1897 fand wiederum eine Wanderung, diesmal auf die Göstingerhütte und dann zum Stubenberghaus, statt. Für die Kinder gab es Suppe, Fleisch, Würstel, Käse, Gemüse und zum Trinken abermals Bier.Am 24. Juni 1897 wurde erstmals seit Bestand der Volksschule die Religionsprüfung im Schulhaus abgenommen, diesmal durch Hochwürden Stadtpfarrpropst Josef Frühwirt; zuvor war dies nur in der Pfarre St. Veit möglich.

20. Februar 1898: Im Gasthaus „Zum Auerhahn“ wurde eine Unterhaltungsveranstaltung organisiert, wobei der gesamte Reinerlös für die Suppenanstalt in Kalkleiten gespendet wurde

https://de.wikipedia.org/wiki/Stattegg

Stattegg

Stattegg ist eine Gemeinde mit 2950 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) in der Steiermark nördlich angrenzend an Graz, am Fuße des Schöckls.

Geschichte

Der Name Stattegg leitet sich vom Namen der Burg ab, die auf einem Hügel errichtet wurde. Die erste Silbe kommt von „sta“ (althochdeutsch: stehen), „eck/egg“” ist ein scharfer Geländewinkel (circa 120 Grad). Weil dort das ebene Land am Berg ansteht, wurde sie „Stadeck“ genannt.[2]

Im Mittelalter waren die Stadecker ein bedeutendes Ministerialengeschlecht (Diener des Landesfürsten). Ihr Stammsitz war die Burg Stadeck im heutigen Ortsteil Hub auf dem Hügel zwischen Huberwirt und Volksschule. Sie stellten einen Erzbischof von Salzburg (Erzbischof Ulrich I. von Stadeck, 26. Erzbischof von Salzburg, 1256–1265), einen Minnesänger, Rudolf von Stadegge und mehrere Landeshauptleute (Leutold von Stadeck (1255), Hartnid von Stadeck (1292–1299), Leutold von Stadeck (1362–1364), Hans von Stadeck (1396–1398)). Im Jahr 1400 sind sie mit dem Tod von Hans von Stadeck und dessen Sohn Leuthold ausgestorben.[2]
Seit 1951 wird der Stattegger Schlossberg von der Freiwilligen Feuerwehr Stattegg als Übungsgelände benützt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Andritz

Andritz

Andritz ist der 12. und flächenmäßig größte Grazer Stadtbezirk. Er liegt im Norden von Graz und besteht aus den alten Dörfern Oberandritz, Unterandritz und St. Veit sowie der Streusiedlung Neustift.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Bezirks Andritz war schon zur Römerzeit besiedelt. Ein Friedhof aus spätrömischer Zeit lag in Weinzödl.

Der Name Andritz wird 1265 erstmals urkundlich als “Endritz” erwähnt.

Der Ortsname stammt aus dem Slawischen (jendrica = „schnell fließendes Wasser“).

Viele Siedlungs- und Flurnamen sind hier slawischen Ursprungs: Gabriach (von Gabraw) alter Name für St. Veit, Weinitzen (von vinica); Zapuden, Schuritz, Glim und Rannach.[3]
Die alten Bauerndörfer änderten ihre Charakteristik, als 1852 Josef Körösi eine Eisengießerei und eine Maschinenfabrik ansiedelte (Maschinenfabrik Andritz AG, heute Andritz AG). 1913 folgte die Papierfabrik Kranz, die aus einer seit 1790 bestehenden Papiermühle hervorgeht. Diese wurde 1939 von der Industriellenfamilie Arland übernommen und hatte bis 1990 Bestand.

Auch Andritz wurde 1850 eine selbstständige Gemeinde, kam aber gemeinsam mit St. Veit und dem südlichen Teil von Weinitzen 1938 zu Graz. Mit der Eingemeindung wurde auch ein neuer Name eingeführt (Graz Nord). 1946 wurden durch einen Gemeinderatsbeschluss die heutigen Bezirksgrenzen und der heutige Name Andritz festgelegt.[4]

Geographie

Andritz liegt einseitig an der Mur, die die Grenze zum Nachbarbezirk Gösting bildet. Die nördliche Bezirksgrenze bzw. die Stadtgrenze verläuft durch den südlichen Teil des Grazer Berglandes. Höchste Erhebung im Bezirk ist der Lineckberg, der zugleich die höchste Erhebung der Stadt am linken Murufer bildet. Weitere bekannte Hügel sind der Admonter Kogel und der Reinerkogel.

Der Andritzbach fließt durch Andritz in die Mur. Er entspringt in der Nachbargemeinde Stattegg. Die dort gelegene Quelle Andritz-Ursprung wird wegen ihres Namens oft fälschlich als dessen Quelle genannt.

Der Riel-Teich (auch Rielteich geschrieben) und die angrenzenden Wiesenflächen an der Stattegger Straße sind Naturschutzgebiet. Der Schutz beruht darauf, dass die im Teich vorkommenden Tiere in ihrer Vielfalt einzigartig sind, es sind allein 49 Arten von Libellen gefunden worden. Das Naturschutzgebiet ist 11.734 m² groß.[5]

Bauwerke

die katholische Pfarrkirche St. Veit, 1226 erstmals erwähnt. Das heutige Gebäude wurde 1657 im Stil der Renaissance erbaut.
die katholische Kirche zur Heiligen Familie, ein moderner Kirchenneubau von 1960.
die Evangelische Johanneskirche, erbaut ab 1960.
das Schloss St. Gotthard, 1147 erstmals erwähnt, 1659 neu errichtet. Direkt daneben das St. Veiter Schlössl.
1669 entstand das Schlössl in der Baumgasse
die Kapelle St. Ulrich, an einer Quelle im Süden von Andritz, der seit alters her Heilkräfte zugeschrieben wurden. Nach einer Legende soll Graf Ulrich von Gösting durch ihr Wasser geheilt worden sein, worauf er am Ulrichsbrunnen eine kleine Gedenkstätte errichten ließ. 1689 wurde daraus die Kapelle St. Ulrich, die 1735 erweitert
wurde.
Wirtschaft
Andritz AG (früher Maschinenfabrik Andritz)
zahlreiche kleine Industriebetriebe
im Westen eine große Anzahl an Einkaufsmöglichkeiten
einige landwirtschaftliche Flächen
Pferdezucht und Reitställe
Verkehr
Die Linien 4 und 5 der Straßenbahn Graz führen nach Andritz. Dort fahren auch die Buslinien 41, 45, 47, 52, und 53.
Die Weinzöttlbrücke ist eine kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke und führt über die Mur nach Gösting.
Sport
In Andritz befindet sich das Sportzentrum Graz-Weinzödl, in dem der Traditionsklub GAK seine Heimspiele austrägt. Zudem ist in Andritz der lokale SV Andritz beheimatet. Seit 2006 gibt es auch einen lokalen Basketball-Verein namens Pommes de Terre.
Kultur
Musikalisch ist der Musikverein St.Veit – Andritz – Stattegg ein fixer Bestandteil bei Festivitäten und Veranstaltungen, die in Andritz stattfinden.
Um den Schulbeginn Anfang September findet seit 1998 alljährlich (mit Ausnahme 2016)[6] das „Andritzer Flohmarktfest“ rund um den Hauptplatz statt, organisiert vom 1997 gegründeten Verein „Wir Andritzer“, einer Plattform lokaler Unternehmer.[7]
Weblinks

Commons: Andritz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Website Graz-Andritz
Einzelnachweise
• • Zahlen + Fakten: Bevölkerung, Bezirke, Wirtschaft, Geografie auf graz.at.
• • Bezirksräte im Bezirk Andritz auf graz.at (Memento des Originals vom 13. März 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
• • Gerhard Michael Dienes: Andritz und seine Geschichte, Graz 1984.
• • BIG – Bürger-Information Graz, 16. Mai 2002, S. 1.
• • Verordnung des Bürgermeisters vom 17. September 1979 in der Fassung vom 15. September 2011, Zl. 029959/2011/0003. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark, 209. Jahrgang 2013. 19. Stück, ausgegeben 10. Mai 2013. ZDB-ID 1291268-2 S. 249–251.
• • Absage Wir Andritzer Flohmarktfest (2016) (Memento vom 16. August 2016 im Internet Archive)
http://www.wirandritzer.at/ Website des Vereins Wir Andritzer, Bericht vom Flohmarktfest am 7. September 2014, abgerufen am 29. Oktober 2014

Unbekannter #Photograph – (#Graz #Mariatrost) #Bauernhof oberhalb #Mariagrün – 1912

„Bauernhof oberhalb Mariagrün – 1912“

Mariagrüner Kirche
Mariagrüner Strasse 81
Mariagrün
Mariatrost
8043 Graz

https://goo.gl/maps/snDDHNzLKuCjjqLD8

https://goo.gl/maps/unr8gHerckjbWiZ2A

https://goo.gl/maps/xwnteMsP7WQERMT9A

https://goo.gl/maps/MeLWjKAqNdR1grUVA

https://de.wikipedia.org/wiki/Mariagr%C3%BCner_Kirche

Mariagrün(er Kirche)

089 Maria Grün bei Graz - J.F.Kaiser Lithografirte Ansichten der Steiermark 1830

J. F. Kaiser – lithographirte Ansichten der Steyermärkischen Städte, Märkte und Schlösser, Graz 1824-1833

Maria Grüner Kirche Gesamtansicht 2011-08-14
Deutsch: Blick auf die Mariagrüner Kirche
Gugganij, 2011

Die römisch-katholische Mariagrüner Kirche, auch Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung bzw. Stationskaplanei Graz-Mariagrün

ist der Mittelpunkt von Mariagrün, einem kleinen Stadtteil von Graz, im Bezirk Mariatrost. Sie gilt als bedeutendste kirchliche Stiftung eines Bürgers der Stadt Graz.

Die Kirche ist in ca. 15 Minuten von der Mariatroster-Straße über die Mariagrüner-Straße zu erreichen.

Neben der Volksschule Mariagrün gelegen, ist diese ein beliebtes Ausflugsziel inmitten des Grazer Naherholungszentrums, dem Mariagrüner Wald.

Diese Kirche ist keine eigene Pfarre, sondern nur eine Stationskaplanei[1] und gehört zur Pfarre Graz St. Leonhard im Dekanat Graz-Ost der Stadtkirche Graz. Der hier ansässige Diakon Rudolf Prattes leitet auch Gottesdienste in der Wallfahrtskirche Mariatrost.

Geschichte

Das Kirchgelände wurde um 1650 von dem Ratsbürger Hanns Friz erworben, der diese Gegend als Weingarten nutzte. Die Gegend war schon damals als Ausflugsziel beliebt, darum überließ Hanns Friz ein Plätzchen den Kapuzinerpatres Deodat und Irenäus, die dort 1663 eine kleine Kapelle errichten.

1667 wurde von Bischof Max Gandolf von Kuenburg eine Lizenz zum Lesen der Messe erteilt, die jedoch ausschließlich die Kapuziner in der äußerst schlichten Kapelle halten durften.

Der Überlieferung zufolge wurde der Standort von dem ersten gesundgeborenen Sohn von Hanns Friz durch Werfen eines kleinen Steines bestimmt. Er ließ dort anlässlich der schweren Geburt dieses Sohnes 1668 eine Kirche mit dem Namen St. Maria in der Grien (heute: Mariagrün) errichten. Noch im gleichen Jahr soll Bischof Johann IV. Markus von Aldringen eine mündliche Zelebrationserlaubnis gegeben haben, der Kapuzinerguardian Pater Angelus las am 2. Juli 1669 die erste Messe und taufte die Stätte „Unsere liebe Frau in der Grien“. Seitdem wird das Kirchweihfest jährlich am 1. Julisonntag gefeiert.

1700 wurde das bestehende Gebäude mit einem viergeschossigen Nordturm samt Zwiebelhaube und durch Adaptierung der Sakristei zum Chorraum erweitert. 1852 folgte sodann eine neoromanische Fassadierung mit Dreiecksgiebel und der Westanbau. Das Gotteshaus besitzt seit 1808 den Rang einer Stationskaplanei und ist ein beliebter, idyllisch gelegener Wallfahrtsort; besonders die Verschonung von Mariagrün im Pestjahr 1680 steigerte die Verehrung.

Beschreibung

Trotz der Veränderungen lässt der Bau die ursprüngliche Anlage – ein Zentralraum in der Form eines griechischen Kreuzes mit laternenbekrönter Kuppel – in den in der Mittelachse korrespondierenden Kapellen (mit geschweiften Giebeln) und in der Vierung mit Glockendach noch deutlich erkennen. In maßwerkverzierten Rundbogennischen der neoromanischen Südfassade befinden sich die von Jakob Gschiel gefertigten Sandsteinfiguren der Heiligen Josef und Florian (entstanden 1875), in der Mittelachse ein Fresko der Begegnung Maria und Elisabeth. Das profilierte Rundbogen-Steintor zieren bemerkenswerte, um 1670 entstandene schmiedeeiserne Gitterflügel und Oberlichtgitter. Das einschiffige, zweijochige Langhaus besitzt ebenso wie der eingezogene zweijochige Chor ein Tonnengewölbe, die Vierung ein Klostergewölbe, die Kapellen sind quertonnengewölbt, die einjochige Empore weist eine Flachdecke auf. Die Glasgemälde im Chor stammen aus den Jahren 1892 und 1899.

Der Anfang des 18. Jahrhunderts gefertigte Hochaltar mit Säulenaufbau trägt ein Altarblatt Maria mit Jesuskind und Johannesknabe (1. Hälfte 18. Jahrhundert, Original ersetzt) und ein spätbarockes Oberbild Gottvater. Die Seitenfiguren stellen die Heiligen Leopold und Sebastian dar (um 1670). Der Tabernakel in späthistoristischen altdeutschen Stilformen entstand im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Der aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts stammende Seitenaltar mit Säulenaufbau besitzt das von Joseph Alexander Wonsidler 1844 gemalte Altarblatt Mutter der Barmherzigkeit, eine Stiftung des Alois Freiherrn von Königsbrunn. Der rechte Seitenaltar aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts trägt einen klassizistischen Säulenaufbau, das Altarblatt zeigt das auf den Drachen tretende Jesuskind, die Seitenfiguren die Heiligen Josef und Jakobus d. Ä. (um 1670); aus jener Zeit bzw. aus dem 1. Viertel des 18. Jahrhunderts stammen auch die sich in den stuckverzierten Nischen am rundbogigen Triumphbogen und in den Seitenkapellen befindlichen Holzfiguren der Heiligen Barbara, Katharina, Agnes und Margaretha. Das Kruzifix unter der Empore ist eine Arbeit aus dem 2. Viertel des 18. Jahrhunderts; an der Emporenbrüstung finden sich zudem die Porträtgemälde der Kirchenstifter Hans Friz und seiner Gattin Rosina (3. Viertel 18. Jahrhundert). In der Sakristei findet sich ein bemerkenswertes Marmor-Lavabo von Carlo Gianollo (datiert 1670).
Am Westrand des Kirchplatzes steht die um 1680 errichtete Mariä-Krönung-Kapelle, ein kleiner quadratischer Barockbau mit geschweiften Giebeln. Die Schauseite zeigt Sprenggiebel und Pilaster, das profilierte Rundbogentor ist mit schmiedeeisernen Gitterflügeln gesichert. Der tonnengewölbte Innenraum beherbergt einen Säulenaltar im Knorpelwerkstil, das Altarblatt zeigt die Krönung Mariä, das Oberbild den heiligen Franziskus. Die westlich des Turmkreuzes angeordnete Sandsteinfigur der Maria Immaculata, eine Arbeit Veit Königers (1760), stand zuvor vor der Front der Münzgraben- bzw. Fatimakirche.

Zwischen 1810 und 1814 weilte Ludwig Bonaparte, Exkönig von Holland und Bruder Kaiser Napoleons I. in Graz und besuchte bei seinen Spaziergängen immer die Mariagrüner Kirche. Südlich der Kirche findet sich das die Kirchenentstehung thematisierende Spätbiedermeierdenkmal mit Versen von Ludwig Bonaparte, Bruder Kaiser Napoleons I., von Ignaz Franz Castelli und von Anastasius Grün.

Oberhalb der Kirche befand sich die bis 1782 bewohnte Einsiedelei; sie wurde danach als Schulhaus adaptiert. Das Kirchlein von Mariagrün war nicht nur beliebtes Ausflugsziel der Grazer, hier fanden auch die Eremitenkapitel der Steiermark statt, um ihr Oberhaupt, den so genannten Altvater, zu wählen.

Am 13. Mai 1873 heiratete der steirische Schriftsteller Peter Rosegger seine erste Frau Anna Pichler in der Mariagrüner Kirche. Ihm ist auch zu verdanken, dass die Gegend um die Kirche (Mariagrüner Wald) lange Zeit nicht gröber verbaut wurde. Mittlerweile ist die Kirche zu einem großen Teil von neuartigen Wohnhausanlagen umgeben.

Im 19. Jahrhundert bereits als „Hochzeitskirchlein“ beliebt, ist die Kirche Mariagrün auch heute als Hochzeits- und Taufkirchlein bei der Grazer Bevölkerung sehr beliebt.

Literatur

Alois Kölbl, Wiltraud Resch: Wege zu Gott. Die Kirchen und die Synagoge von Graz. 2., erweiterte und ergänzte Auflage. Styria, Graz 2004, ISBN 3-222-13105-8, S. 193f.

Weblinks

Commons: Mariagrüner Kirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Unbekannter #Photograph – (#Graz #Geidorf #Rosenberg) #Scheune des #Brotschimpelhofs am #Rosenberg – 1912

„Scheune des Brotschimpelhofs am Rosenberg – 1912“

Minoriten-Schlössl
Quellengasse 4
Rosenberg
Geidorf
8010 Graz

https://goo.gl/maps/wG8qxNHNzRA1tYHn6

https://de.wikipedia.org/wiki/Geidorf

Geidorf

Geidorf ist der 3. Stadtbezirk von Graz.

Das „Gaidorf“ (mittelhochdeutsch für „Dorf am flachen Land“) war ehemals Teil der Grazer Vorstadt, heute liegt der Bezirk zentral in der Stadt nördlich der Altstadt und des Schloßbergs. Am bekanntesten ist Geidorf als Standort der Karl-Franzens-Universität und des Universitätsklinikums (LKH-Ost). Auf Grund seiner Nähe zum Stadtzentrum ist der Bezirk in Teilen stark belebt, in andern Teilen ist er ein verhältnismäßig ruhiger, typisch städtischer Wohnbezirk.

Lage

Der Bezirk Geidorf liegt nördlich der ersten beiden Bezirke Innere Stadt und St. Leonhard. Im Osten erstreckt er sich bis zum Grazer Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum, im Westen wird er von der Mur begrenzt, im Süden bildet der Fuß des an dieser Stelle recht steilen Grazer Schloßbergs die Grenze. Die Grenze zum Bezirk Andritz im Norden ist historisch und entspricht großteils der Grenze zwischen der Stadt Graz vor mehr als hundert Jahren und der damals noch eigenständigen Dorfgemeinde Andritz. An ihr liegt mit dem Reinerkogel die höchste Erhebung des Bezirks.

Geschichte

Durch Ausgrabungen, die bei der Renovierung der Leechkirche gemacht wurden, ist eine Besiedlung in der Urnenfelderzeit nachgewiesen. Allerdings kann daraus nicht auf eine durchgehende 3.000-jährige Besiedlung geschlossen werden.

Die Bezeichnung Geidorf bedeutet ‚Vorstadt‘.

Das ursprüngliche Geidorf befand sich in Graz innerhalb der alten Stadtmauer in der Nähe des Paulustors. Durch eine Erweiterung infolge einer Bevölkerungszunahme wurde die Vorstadt an ihren heutigen Standort verlegt.

Den historischen Kern hat Geidorf in einer kleinen Siedlung zwischen Heinrichstraße und Leechkirche. Diese wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts um ein bürgerliches Wohnviertel erweitert, das etwas weiter nördlich zwischen Heinrichstraße und Grabenstraße entstand. In einzelnen Straßenzügen wurden vor den Gebäuden die für die Gründerzeit typischen Vorgärten angelegt. Dahinter zieht sich ein Villengebiet bis auf die Süd- und Westhänge des Rosenhains.

Wichtigster Wirtschaftsträger zu dieser Zeit in Geidorf war die am ehemaligen Mühlgang gelegene, 1825 gegründete Grazer Zuckerfabrik, in der auch die erste Dampfmaschine der Steiermark in Betrieb genommen wurde.

Der Bezirk ist heute an einigen Stellen in der Nähe des Stadtparkes und des alten Kernes sehr dicht besiedelt, vorwiegend prägen Altbauten das Stadtbild.

An den Ausläufern des Rosenhaines liegt jedoch eine teilweise dünne Besiedlung vor und die Gegenden um den Rosenhain sind ein beliebtes Naherholungsgebiet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenhof_(Graz)

Rosenhof (Graz)

Der Rosenhof, auch Neidenberg genannt,

ist ein ehemaliger Grazer Edelhof, der später zu einem Schloss ausgebaut wurde.

Seine Geschichte geht bis auf die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück. Heute befindet er sich im Besitz der Stadt Graz.

Geografische Lage
Das Schloss steht auf dem Grazer Rosenberg.

Geschichte

Ursprünglich war das Schloss ein Hof und wurde am 17. Oktober 1533 von Jakob Stockinger gekauft. Er baute den Hof zu einem Edelhof aus und befreite ihn auch von der Dienstbarkeit. Jakobs Kinder verkauften den Hof am Rosenberg am 23. Oktober 1604 an Ciniak Schröckhinger zu Neblau, welcher ihn weiter ausbaute. Am 26. September 1606 erhielt Schröckhinger zu Neblau die Erlaubnis von Erzherzog Ferdinand den Besitz Neidenberg zu nennen. Ungefähr zu jener Zeit wurde auch ein kleiner Bergfried errichtet. 1620 kam der Sitz an Anna Lukretia Kuglmann. Sie übergab den bereits Rosenhof genannten Besitz 1634 an Georg Caspar Auer. Die Familie Auer war bis 1687 im Besitz des Gutes, ehe es an Ferdinand Leopold Graf Breuner kam. Ihm folgten einige andere Besitzer nach, ehe das Anwesen 1721 öffentlich versteigert und von Josef Gottlieb Freiherrn von Hingenau gekauft wurde. 1728 erwarb Georg Jakob von Deyerlsberg den Besitz.
Die von Deyerlsberg übergaben ihn am 1. Juli 1745 den in Graz ansässigen Jesuiten, welche darin Gäste unterbrachten. Nachdem der Grazer Orden 1773 aufgelöst wurde, kam der Rosenhof in Staatsbesitz. 1780 wurde er militärisch genutzt, wobei es sich herausstellte, dass er für eine Kaserne ungeeignet ist. Am 2. September 1781 wurde das Schloss öffentlich versteigert und vom damaligen Landeshauptmann Graf Ferdinand Attems erworben. Er ließ den Sitz in der Landtafel als Rosenhayn eintragen. Das Schloss war bis ins Jahr 1880 im Besitz der Familie Attems. Ihnen folgten mehrere Besitzer nach, ehe der Rosenhof am 28. Dezember 1928 in den Besitz der Stadtgemeinde Graz kam.

Nachweise

Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. Leykam, Graz 1995, ISBN 3-7011-7323-0, S. 33 (Nachdruck von 1961).

http://www.cafe-rosenhain.at/rosenhain-blog/files/tag-rosenberg.php

Die Entwicklung des Rosenbergs, wie der Hügel im Bezirk Geidorf bis 1783 genannt wurde, ist eng mit der Geschichte des Jesuitenordens in Graz verbunden.

Dieser war 1572 von Erzherzog Karl II. ins Land gerufen worden, um ein Gegengewicht zu den sich immer weiter ausbreitenden Lutheranern zu bilden.

Noch im 16. Jahrhundert errichteten die Jesuiten am Rosenberg ein Erholungsheim für ihre Ordensmitglieder und Zöglinge, das heute noch als öde Ruine zu sehen ist.

Zu Pestzeiten diente das Refektorium auch als Zufluchtsort für Priester und Schüler.

Im Laufe der Zeit erwarb der Jesuitenorden immer mehr Grundstücke am Rosenberg und 1745 auch den „Rosenhof“, einen alten Edelsitz mit Burgfried.

Als 1773 der Orden aufgehoben wurde, fiel der gesamte Besitz an den Staat.

1781 wurde der „Meierhof am Rosenberg“ von Landeshauptmann Graf Ferdinand Attems ersteigert, der sein Eigentum als „Rosenhayn“ eintragen ließ.

Genau 100 Jahre später kaufte der Algersdorfer Stearinkerzenfabrikant Johann Hofmann diesen Rosenhain, den er 1897 seiner Tochter Maria und diese später wiederum ihrer Tochter Maria, verehelichte Weiß, vererbte.

„Mein Großvater Weiß war Musiklehrer“, erzählt Gerd Weiß, Enkel der letzten Besitzerin, „und hat in die reiche Familie des Notars Dr. Prechlmacher hineingeheiratet. Seine Braut Maria war bei ihrer Heirat das reichste nicht adelige Mädchen der Steiermark.“

Herr Weiß war übrigens der Musiklehrer des berühmten Grazer Dirigenten Karl Böhm, hat dessen Musiktalent entdeckt und gefördert – ganz gegen den Willen von Böhms Vater, der Rechtsanwalt war und für seinen Sohn viel lieber eine Juristenlaufbahn gesehen hätte.

Am 28. Dezember 1928 verkaufte schließlich Maria Weiß fast ihren gesamten Besitz am Rosenhain samt Wildgehege und drei Teichen mit einer Gesamtfläche von 260.000 Quadratmetern an die Stadtgemeinde Graz, „um diese Liegenschaft als Waldgürtel und Naturschutzgebiet… und für Fürsorgezwecke für die Öffentlichkeit zu erhalten“, wie es im Kaufvertrag ausdrücklich heißt.

Und so geschah es auch: Im alten Wirtschaftshaus wurde ein Teil des Städtischen Altersheimes untergebracht, eine Freiluftschule entstand, ebenso eine Spielwiese, aus der Scheune wurde eine Tagesheimstätte für Kinder, nur das alte Klostergebäude am Fuße des Rosenhains blieb ein Sorgenkind und verfiel langsam.

Als begnadeter Grazkenner berichtet Gerd Weiß, dass einst schon Peter Rosegger gerne in der strohgedeckten „Einsiedelei“ seiner Urgroßmutter gesessen ist und geschrieben hat. „Das Gärtnerhaus existiert heute noch“, erzählt er, „es ist das schmale, hohe Haus direkt neben dem Parkplatz vor dem Café Rosenhain.“

Und aus dem alten Winzerhaus hoch über dem Weingarten machte man ein Restaurant, das 1976 abgebrannt ist.

Quelle: Austria Forum, Dr. Robert Engele – Rosenhain http://www.austria-forum.org
Bilder: Dr. Robert Engele, Sammlung Weiss

Tags: Café, Gastronomie, Rosenberg, Rosenhain