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#Unbekannter #Photograph – (#Graz #Umgebung) #Kirche und #Dorf #Wundschuh bei #Kalsdorf – 1912

„Kirche und Dorf Wundschuh bei Kalsdorf – 1912“

Pfarrkirche & Pfarramt & Friedhof
Gemeindeamt
Kirchenwirt
Hauptplatz 1
8142 Wundschuh

https://de.wikipedia.org/wiki/Wundschuh

Wundschuh bei Graz

Wundschuh ist eine österreichische Gemeinde in der Steiermark, im Bezirk Graz-Umgebung mit 1598 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) auf einer Fläche von 12,89 km².

Geografie

Geografische Lage

Wundschuh liegt im Grazer Feld am Kaiserwald. Die Gemeinde befindet sich ca. 12 km südlich der Landeshauptstadt Graz. Im Westen des Gemeindegebietes befinden sich die Wundschuher Teiche, wichtigste Fließgewässer sind der Poniglbach und der Laabach.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden (Fläche 2015) Kasten 614,42 ha und Wundschuh 674,10 ha sowie aus folgenden Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2019[1]):

Forst (134)
Gradenfeld (170)
Kasten (399)
Ponigl (116)
Wundschuh (779)

Nachbargemeinden
Premstätten
Premstätten
Kalsdorf bei Graz

Dobl-Zwaring
Werndorf

Dobl-Zwaring
Wildon
Wildon

Geologie

Wundschuh liegt gemeinsam mit seiner Nachbargemeinde Kalsdorf und der ehemaligen Gemeinde Weitendorf im Einzugsgebiet ehemaliger Vulkane, die im Miozän vor ca. 10 Mio. Jahren aktiv waren. Sie sind an der Erdoberfläche nicht erkennbar, aber bei einer Bohrung wurde bereits in einer Tiefe von 33 bis 35 m das vulkanische Gestein Andesit gefunden.[2] Es wird dem Vulkan von Kalsdorf zugerechnet.[3]

Geschichte

Die erste Kirche in Wundschuh dürfte um 1100 gebaut worden sein. Das Gemeindegebiet gehörte zur Herrschaft von Neuschloß. Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850.
Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark. 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Wundschuh Kirche Friedhof Pfarrhof
Deutsch: Kath. Pfarrkirche hl. Nikolaus
Isiwal, 2013

Pfarrkirche

Die Kirche ist dem Hl. Nikolaus, dem Patron der Schiffbrüchigen, geweiht.

Sie war eine Filialkirche der Pfarre Hengsberg, 1785 wurde sie selbst zur Pfarre erhoben.

Die Kirche wurde 1912–1915 in Formen des Barock neu gebaut, von einem spätgotischen Bau sind nur Fundamente des Turms erhalten, wo ein Stein mit 1497 datiert ist.

Die barocke Einrichtung stammt aus der alten Kirche.

Am Pfarrhof aus 1881 ist ein Römerstein eingemauert,

eine Mariensäule stammt aus 1863.[7]

#Unbekannter #Photograph – (#Graz #Umgebung #Wundschuh) #Wundschuher #Teich bei #Kalsdorf – 1912

„Wundschuher Teich bei Kalsdorf – 1912“

https://de.wikipedia.org/wiki/Kalsdorf_bei_Graz

Kalsdorf bei Graz

Kalsdorf bei Graz ist eine Marktgemeinde mit 7128 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) südlich von Graz in der Steiermark im Bezirk Graz-Umgebung. Sie gehört zu den am schnellsten wachsenden und wirtschaftsstärksten Gemeinden der Steiermark.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserwald_(Steiermark)

Kaiserwald bei Graz

Der Kaiserwald ist ein Waldgebiet im österreichischen Bundesland Steiermark wenige Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Graz. Sein geologischer Standort, die Kaiserwaldterrasse, ist ein lehmbedecktes eiszeitliches Schotterplateau über dem Grazer Feld. Die Lehmhaube, die in der Vergangenheit eine örtliche Ziegelindustrie ermöglichte, sorgt für eine charakteristische Grundwasserhydrologie. Botanisch gesehen handelt es sich um einen Mischwald mit Föhren und Stieleichen als bestimmenden Bäumen, der verschiedensten Tierarten Lebensraum bietet und dadurch für Jahrhunderte als landesfürstlicher Forst diente. Bedeutsam ist das Gebiet zudem durch die zahlreichen römerzeitlichen Hügelgräber.
Im Zweiten Weltkrieg war der Kaiserwald Schauplatz von Rüstungstätigkeiten der Wehrmacht. Heute dienen weite Teile des gut 30 km² großen Waldes als Erholungsraum und Wirtschaftswald. Teile sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Durch seine ökologische und klimawirksame Relevanz ist der Wald als Grünzone in den örtlichen Entwicklungskonzepten der umliegenden Gemeinden verankert. Mit der Graz-Köflacher Bahn (GKB) und der Süd-Autobahn A 2 durchqueren zwei wichtige Verkehrswege den Kaiserwald.

Etymologie

Erst mit der Josephinischen Landesaufnahme erhielt 1787 ein Großteil des Waldes die heutige Bezeichnung.

Davor wurde die Waldfläche – mit einigen Ausnahmen – noch als Kaiserliches Khart bezeichnet.

Die frühere Bedeutung des Wortes „Hart“ bzw. „Khart“ war im 18. Jahrhundert bereits nicht mehr bewusst, wie etwa die nicht sinngemäße Benutzung in der damaligen Gemeinde Oberpremstätten belegt.

Ursprünglich wurde mit dem Begriff ein lockerer Baumbestand bezeichnet, der stellenweise zu einem Wald verdichtet ist, und somit vielmehr eine Benennung für lose zusammenhängende Wälder ist.

Die Standesbezeichnung des Eigentümers schlug sich erstmals unter Ernst dem Eisernen im Waldnamen nieder, als dieser die Bezeichnung „des Herzogen Wald“ trug. Nachdem die steirischen Landesfürsten die Kaiserwürde erlangt hatten, wurde der Wald 1471 als „Römischen Kaisers Holz“ bezeichnet.

Bis ins 18. und 19. Jahrhundert lautete die amtliche Bezeichnung Forst zu Tobel oder, davon abgeleitet, Dobler Forst.

Das althochdeutsche „Dobl“ bedeutet so viel wie Waldschlucht oder Waldeinschnitt.[2][36]

https://de.wikipedia.org/wiki/Wundschuher_Teiche

Wundschuher Teiche

Wundschuher Teich 19
Deutsch: Wundschuher Teich, Blickrichtung Nordwesten
Clemens Stockner, 2017

Die Wundschuher Teiche sind eine Reihe künstlicher Stehgewässer im Kaiserwald im österreichischen Bundesland Steiermark. Die vier Hauptgewässer Forster Teich, Neuteich, Wundschuher Teich und Poniglteich wurden im Mittelalter als Fischteiche angelegt und werden vom Poniglbach gespeist.

Lage und Umgebung

Die Wasserflächen liegen im Kaiserwald am Mittellauf des Poniglbaches im westlichen Teil der Gemeinde Wundschuh. Erreichbar ist das Gebiet über die Wundschuh-Landesstraße (L 380).

Der Forster Teich ist der oberste und entlegenste der Wundschuher Teiche. Die 4,7 ha große Wasserfläche[1] liegt rund 700 m westlich der Ortschaft Forst und gut 1 km südöstlich der Kaiserwaldsiedlung. Er ist lediglich über Forstwege erreichbar. Der Poniglbach wird am Ostufer vorbeigeführt.

Der Neuteich ist mit einer Fläche von 2 ha der kleinste der Hauptteiche. Er liegt wie der Forster Teich mitten im Wald und ist über Forst- und Wanderwege erreichbar. Im Mai 2017 wurde von der steiermärkischen Landesregierung ein Europaschutzgebiet (Natura 2000) verordnet, welches mit einer Fläche von 3,1 ha den gesamten Wasserkörper und einen Teil seiner Umgebung einnimmt.[2]

Im Zentrum der Teichanlagen liegt auf 326 m ü. A. der Wundschuher Teich (früher Mitterteich[3]), der gemeinsam mit zwei kleineren Anlagen das beliebte Anglerrevier „Wundschuher See“ bildet.

Der eigentliche Wundschuher Teich, dessen nördlicher Abschnitt in sumpfiges Gelände übergeht, hat eine Ausdehnung von 4,9 ha und trägt die Bezeichnung „Hausenteich“. Die kleinste der drei Teichanlagen ist der „Raubfischteich“.

Etwa 600 m flussabwärts des Wundschuher Teiches befindet sich südlich der Landesstraße der Poniglteich (auch Menissteich, früher Mernüßteich[3]). Der gleichnamige Bach wird nordseitig vorbeigeführt. Mit einer Wasserfläche von 6,8 ha bildet er die größte Anlage, das Ufer ist durchgehend vom Wald gesäumt und nur auf Forstwegen erreichbar. Der Teich liegt auf dem Helfbrunner Niveau, einer der Kaiserwaldterrasse vorgelagerten rißzeitlichen Verebnungsfläche.

GeschichteGraz – Umgebung – Kalsdorf – Kolsdorf – Kohlsdorf – Cholesdorf – Chulesdorf – „Köhlerdorf = Holzkohlendorf“ – Etymologie 1 ahd. kolo – germ. kula kulon „Kohle cole“ – PIE g(e)ulo „glühendes“

Die Wundschuher Teiche wurden um 1100 oder 1200 von Mönchen des Stiftes Rein angelegt, indem natürliche Bodensenken abgedämmt und mit Lehm ausgeschlagen wurden. Später gelangten sie in kaiserlichen Besitz. Laut einer Schenkungsurkunde gingen die Teiche 1642 an den aus dem kaiserlichen Dienst ausscheidenden Hoffischermeister Graf Sigmund Ludwig Dietrichstein, der zuvor das Schloss Neuschloß käuflich erworben hatte.[3] Laut der Gemeinde-Website von Wundschuh wurden die Teiche jedoch erst 1442 unter Friedrich III. als Fischteiche angelegt. Der König, der als Landesfürst über den Kaiserwald verfügen konnte, ließ im selben Jahr den Wirtschaftshof ausbauen, aus dem das Gut Neuschloß hervorging.[4] Die Teichanlagen befinden sich bis heute im Besitz der Schlossherren Enffans d’Avernas.

Von 1935 bis 1938 sowie von 1945 bis 1948 waren die flachen, kaum bewegten und sehr warmen Teiche zweimal Ausbreitungsherd der Malaria. Damals existierende Waldschneisen förderten die Ausbreitung der Anophelesmücke in benachbarte Siedlungen. 1948 wurden in Wundschuh noch 35 Krankheitsfälle gezählt.[5]

1973 wurde der Wundschuher Teich zu einem Badesee mit Campingplatz umgestaltet. Neben schattigen Liegewiesen, Badekabinen und einem Buffet wurde ein Parkplatz mit 500 Stellplätzen an der neuen Landesstraße von Feldkirchen errichtet. Bis Anfang Juli 1973 investierten Fremdenverkehrsverein, Gemeinde und Land 1,7 Millionen Schilling in das Projekt. Das 9 ha große Areal sollte vor allem die Bewohner der 17 km entfernten steirischen Landeshauptstadt Graz ansprechen. Durch vier Quellen erneuerte sich das in den Sommermonaten durchschnittlich 24 bis 25 Grad warme Teichwasser ständig.[6]

Natur- und Landschaftsschutz

Die Teiche sind Teil des Landschaftsschutzgebiets Wundschuher Teiche (LSG-32), das einen großen Teil des südlichen Kaiserwaldes umfasst. Der Neuteich ist seit Mai 2017 zusätzlich als Europaschutzgebiet Nr. 45 (Natura 2000) ausgewiesen. Nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie kommt dabei dem Schutz des Vierblättrigen Kleefarns oberste Priorität zu. Daneben sind die natürlichen Lebensraumtypen Schlammflur und Stillgewässer mit Wasserschwebergesellschaften zu bewahren. Der Schutzvertrag schreibt das regelmäßige Entfernen von Röhrichtanteilen, die Bereitstellung von Pionierstandorten sowie regelmäßiges Ablassen des Teiches als Managementmaßnahmen vor.[2]

Von ornithologischem Interesse ist das Vorkommen einiger Vogelarten im Teichgraben, die insbesondere in Schilfgürteln an den Teichufern nisten. Dazu gehören etwa das Blässhuhn oder die Mönchsgrasmücke und der Zaunkönig, die das Erlengebüsch entlang des Poniglbaches als Brutplatz bevorzugen. In den feuchten Wiesen zwischen den Teichen, die von grobstängeligen Pflanzen sowie niedrigen Weiden- oder Erlenbüschen bewachsen sind, halten sich Sumpfrohrsänger und Weidenlaubsänger auf.[7]

Eine häufig vertretene Amphibienart ist der Moorfrosch, der etwa am Poniglteich lebt.[8]

https://de.wikipedia.org/wiki/Wundschuh

Wundschuh

Wundschuh ist eine österreichische Gemeinde in der Steiermark, im Bezirk Graz-Umgebung mit 1598 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) auf einer Fläche von 12,89 km².

Unbekannter #Photograph – (#Graz #Mariatrost #Sankt #Johann) Weidendes #Vieh an der #Mariatroster #Bahn bei St. #Johann

„Weidendes Vieh an der Mariatroster Bahn bei St. Johann – 1912“
„Weidendes Vieh an der Mariatroster Bahn bei St. Johann – 1912“

Schloss St. Johann
Mariatroster Strasse 163

Johannes-Nepomuk-Kapelle
Mariatroster Strasse 112

St. Johann – Mariatrost
8043 Graz

https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Graz/Mariatrost


Johannes-Kapelle
Mariatroster Straße 112

Die Kapelle, dem Heiligen Johannes Nepomuk geweiht, wurde um 1730/1735 erbaut.

Laut einer Inschrift wurde sie durch Anna Neuhold 1794 wiederhergestellt (an der Giebelfront fälschlich mit 1792 datiert).

Die Kapelle ist ein mittelgroßer Rechteckbau mit einer Pilasterfassade, einem attikaartigen Giebel und einem spitzhelmbekrönten Giebelreiter. Die schmiedeeisernen Gitterflügel und Oberlichtgitter in Régence-Stilformen stammen vermutlich noch vom Altbau. An der geraden Chorwand des stichkappengewölbte Innenraums befindet sich ein gemauerter Brückenaufbau mit der aus dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts stammenden geschnitzten Darstellung des Brückensturzes des Heiligen Johannes Nepomuk. Davor steht ein kleines Altarretabel mit leuchterhaltenden Engelsputten aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts. Die geschnitzte Pietà an der Chorwand und das Holzkruzifix an der Emporenbrüstung stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Weitere Teile der Innenausstattung sind ein Gemälde des hl. Johannes Nepomuk in der Vision der Madonna aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, spätklassizistische Marmorepitaphien an den Seitenwänden, sowie das aus dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts stammende Gestühl.[4]

Unbekannter #Photograph – (#Österreich #Steiermark #Graz #Mariatrost) #Bauernhof bei #Mariagrün – 1912

„Bauernhof bei Mariagrün – 1912“

Mariagrüner Kirche
Mariagrüner Strasse 81
Mariagrün
Mariatrost
8043 Graz

https://goo.gl/maps/snDDHNzLKuCjjqLD8

https://goo.gl/maps/unr8gHerckjbWiZ2A

https://goo.gl/maps/xwnteMsP7WQERMT9A

https://goo.gl/maps/MeLWjKAqNdR1grUVA

https://de.wikipedia.org/wiki/Mariagr%C3%BCner_Kirche

Mariagrün(er Kirche)

089 Maria Grün bei Graz - J.F.Kaiser Lithografirte Ansichten der Steiermark 1830

J. F. Kaiser – lithographirte Ansichten der Steyermärkischen Städte, Märkte und Schlösser, Graz 1824-1833

Maria Grüner Kirche Gesamtansicht 2011-08-14
Deutsch: Blick auf die Mariagrüner Kirche
Gugganij, 2011

Die römisch-katholische Mariagrüner Kirche, auch Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung bzw. Stationskaplanei Graz-Mariagrün

ist der Mittelpunkt von Mariagrün, einem kleinen Stadtteil von Graz, im Bezirk Mariatrost. Sie gilt als bedeutendste kirchliche Stiftung eines Bürgers der Stadt Graz.

Die Kirche ist in ca. 15 Minuten von der Mariatroster-Straße über die Mariagrüner-Straße zu erreichen.

Neben der Volksschule Mariagrün gelegen, ist diese ein beliebtes Ausflugsziel inmitten des Grazer Naherholungszentrums, dem Mariagrüner Wald.

Diese Kirche ist keine eigene Pfarre, sondern nur eine Stationskaplanei[1] und gehört zur Pfarre Graz St. Leonhard im Dekanat Graz-Ost der Stadtkirche Graz. Der hier ansässige Diakon Rudolf Prattes leitet auch Gottesdienste in der Wallfahrtskirche Mariatrost.

GeschichtekunstGRAZ2020

Das Kirchgelände wurde um 1650 von dem Ratsbürger Hanns Friz erworben, der diese Gegend als Weingarten nutzte. Die Gegend war schon damals als Ausflugsziel beliebt, darum überließ Hanns Friz ein Plätzchen den Kapuzinerpatres Deodat und Irenäus, die dort 1663 eine kleine Kapelle errichten.

1667 wurde von Bischof Max Gandolf von Kuenburg eine Lizenz zum Lesen der Messe erteilt, die jedoch ausschließlich die Kapuziner in der äußerst schlichten Kapelle halten durften.

Der Überlieferung zufolge wurde der Standort von dem ersten gesundgeborenen Sohn von Hanns Friz durch Werfen eines kleinen Steines bestimmt. Er ließ dort anlässlich der schweren Geburt dieses Sohnes 1668 eine Kirche mit dem Namen St. Maria in der Grien (heute: Mariagrün) errichten. Noch im gleichen Jahr soll Bischof Johann IV. Markus von Aldringen eine mündliche Zelebrationserlaubnis gegeben haben, der Kapuzinerguardian Pater Angelus las am 2. Juli 1669 die erste Messe und taufte die Stätte „Unsere liebe Frau in der Grien“. Seitdem wird das Kirchweihfest jährlich am 1. Julisonntag gefeiert.

1700 wurde das bestehende Gebäude mit einem viergeschossigen Nordturm samt Zwiebelhaube und durch Adaptierung der Sakristei zum Chorraum erweitert. 1852 folgte sodann eine neoromanische Fassadierung mit Dreiecksgiebel und der Westanbau. Das Gotteshaus besitzt seit 1808 den Rang einer Stationskaplanei und ist ein beliebter, idyllisch gelegener Wallfahrtsort; besonders die Verschonung von Mariagrün im Pestjahr 1680 steigerte die Verehrung.

Beschreibung

Trotz der Veränderungen lässt der Bau die ursprüngliche Anlage – ein Zentralraum in der Form eines griechischen Kreuzes mit laternenbekrönter Kuppel – in den in der Mittelachse korrespondierenden Kapellen (mit geschweiften Giebeln) und in der Vierung mit Glockendach noch deutlich erkennen. In maßwerkverzierten Rundbogennischen der neoromanischen Südfassade befinden sich die von Jakob Gschiel gefertigten Sandsteinfiguren der Heiligen Josef und Florian (entstanden 1875), in der Mittelachse ein Fresko der Begegnung Maria und Elisabeth. Das profilierte Rundbogen-Steintor zieren bemerkenswerte, um 1670 entstandene schmiedeeiserne Gitterflügel und Oberlichtgitter. Das einschiffige, zweijochige Langhaus besitzt ebenso wie der eingezogene zweijochige Chor ein Tonnengewölbe, die Vierung ein Klostergewölbe, die Kapellen sind quertonnengewölbt, die einjochige Empore weist eine Flachdecke auf. Die Glasgemälde im Chor stammen aus den Jahren 1892 und 1899.

Der Anfang des 18. Jahrhunderts gefertigte Hochaltar mit Säulenaufbau trägt ein Altarblatt Maria mit Jesuskind und Johannesknabe (1. Hälfte 18. Jahrhundert, Original ersetzt) und ein spätbarockes Oberbild Gottvater. Die Seitenfiguren stellen die Heiligen Leopold und Sebastian dar (um 1670). Der Tabernakel in späthistoristischen altdeutschen Stilformen entstand im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Der aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts stammende Seitenaltar mit Säulenaufbau besitzt das von Joseph Alexander Wonsidler 1844 gemalte Altarblatt Mutter der Barmherzigkeit, eine Stiftung des Alois Freiherrn von Königsbrunn. Der rechte Seitenaltar aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts trägt einen klassizistischen Säulenaufbau, das Altarblatt zeigt das auf den Drachen tretende Jesuskind, die Seitenfiguren die Heiligen Josef und Jakobus d. Ä. (um 1670); aus jener Zeit bzw. aus dem 1. Viertel des 18. Jahrhunderts stammen auch die sich in den stuckverzierten Nischen am rundbogigen Triumphbogen und in den Seitenkapellen befindlichen Holzfiguren der Heiligen Barbara, Katharina, Agnes und Margaretha. Das Kruzifix unter der Empore ist eine Arbeit aus dem 2. Viertel des 18. Jahrhunderts; an der Emporenbrüstung finden sich zudem die Porträtgemälde der Kirchenstifter Hans Friz und seiner Gattin Rosina (3. Viertel 18. Jahrhundert). In der Sakristei findet sich ein bemerkenswertes Marmor-Lavabo von Carlo Gianollo (datiert 1670).
Am Westrand des Kirchplatzes steht die um 1680 errichtete Mariä-Krönung-Kapelle, ein kleiner quadratischer Barockbau mit geschweiften Giebeln. Die Schauseite zeigt Sprenggiebel und Pilaster, das profilierte Rundbogentor ist mit schmiedeeisernen Gitterflügeln gesichert. Der tonnengewölbte Innenraum beherbergt einen Säulenaltar im Knorpelwerkstil, das Altarblatt zeigt die Krönung Mariä, das Oberbild den heiligen Franziskus. Die westlich des Turmkreuzes angeordnete Sandsteinfigur der Maria Immaculata, eine Arbeit Veit Königers (1760), stand zuvor vor der Front der Münzgraben- bzw. Fatimakirche.

Zwischen 1810 und 1814 weilte Ludwig Bonaparte, Exkönig von Holland und Bruder Kaiser Napoleons I. in Graz und besuchte bei seinen Spaziergängen immer die Mariagrüner Kirche. Südlich der Kirche findet sich das die Kirchenentstehung thematisierende Spätbiedermeierdenkmal mit Versen von Ludwig Bonaparte, Bruder Kaiser Napoleons I., von Ignaz Franz Castelli und von Anastasius Grün.

Oberhalb der Kirche befand sich die bis 1782 bewohnte Einsiedelei; sie wurde danach als Schulhaus adaptiert. Das Kirchlein von Mariagrün war nicht nur beliebtes Ausflugsziel der Grazer, hier fanden auch die Eremitenkapitel der Steiermark statt, um ihr Oberhaupt, den so genannten Altvater, zu wählen.

Am 13. Mai 1873 heiratete der steirische Schriftsteller Peter Rosegger seine erste Frau Anna Pichler in der Mariagrüner Kirche. Ihm ist auch zu verdanken, dass die Gegend um die Kirche (Mariagrüner Wald) lange Zeit nicht gröber verbaut wurde. Mittlerweile ist die Kirche zu einem großen Teil von neuartigen Wohnhausanlagen umgeben.

Im 19. Jahrhundert bereits als „Hochzeitskirchlein“ beliebt, ist die Kirche Mariagrün auch heute als Hochzeits- und Taufkirchlein bei der Grazer Bevölkerung sehr beliebt.

Literatur

Alois Kölbl, Wiltraud Resch: Wege zu Gott. Die Kirchen und die Synagoge von Graz. 2., erweiterte und ergänzte Auflage. Styria, Graz 2004, ISBN 3-222-13105-8, S. 193f.

Weblinks

Commons: Mariagrüner Kirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Unbekannter #Photograph – (#Graz #Mariatrost) #Bauernhof oberhalb #Mariagrün – 1912

„Bauernhof oberhalb Mariagrün – 1912“

Mariagrüner Kirche
Mariagrüner Strasse 81
Mariagrün
Mariatrost
8043 Graz

https://goo.gl/maps/snDDHNzLKuCjjqLD8

https://goo.gl/maps/unr8gHerckjbWiZ2A

https://goo.gl/maps/xwnteMsP7WQERMT9A

https://goo.gl/maps/MeLWjKAqNdR1grUVA

https://de.wikipedia.org/wiki/Mariagr%C3%BCner_Kirche

Mariagrün(er Kirche)

089 Maria Grün bei Graz - J.F.Kaiser Lithografirte Ansichten der Steiermark 1830

J. F. Kaiser – lithographirte Ansichten der Steyermärkischen Städte, Märkte und Schlösser, Graz 1824-1833

Maria Grüner Kirche Gesamtansicht 2011-08-14
Deutsch: Blick auf die Mariagrüner Kirche
Gugganij, 2011

Die römisch-katholische Mariagrüner Kirche, auch Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung bzw. Stationskaplanei Graz-Mariagrün

ist der Mittelpunkt von Mariagrün, einem kleinen Stadtteil von Graz, im Bezirk Mariatrost. Sie gilt als bedeutendste kirchliche Stiftung eines Bürgers der Stadt Graz.

Die Kirche ist in ca. 15 Minuten von der Mariatroster-Straße über die Mariagrüner-Straße zu erreichen.

Neben der Volksschule Mariagrün gelegen, ist diese ein beliebtes Ausflugsziel inmitten des Grazer Naherholungszentrums, dem Mariagrüner Wald.

Diese Kirche ist keine eigene Pfarre, sondern nur eine Stationskaplanei[1] und gehört zur Pfarre Graz St. Leonhard im Dekanat Graz-Ost der Stadtkirche Graz. Der hier ansässige Diakon Rudolf Prattes leitet auch Gottesdienste in der Wallfahrtskirche Mariatrost.

Geschichte

Das Kirchgelände wurde um 1650 von dem Ratsbürger Hanns Friz erworben, der diese Gegend als Weingarten nutzte. Die Gegend war schon damals als Ausflugsziel beliebt, darum überließ Hanns Friz ein Plätzchen den Kapuzinerpatres Deodat und Irenäus, die dort 1663 eine kleine Kapelle errichten.

1667 wurde von Bischof Max Gandolf von Kuenburg eine Lizenz zum Lesen der Messe erteilt, die jedoch ausschließlich die Kapuziner in der äußerst schlichten Kapelle halten durften.

Der Überlieferung zufolge wurde der Standort von dem ersten gesundgeborenen Sohn von Hanns Friz durch Werfen eines kleinen Steines bestimmt. Er ließ dort anlässlich der schweren Geburt dieses Sohnes 1668 eine Kirche mit dem Namen St. Maria in der Grien (heute: Mariagrün) errichten. Noch im gleichen Jahr soll Bischof Johann IV. Markus von Aldringen eine mündliche Zelebrationserlaubnis gegeben haben, der Kapuzinerguardian Pater Angelus las am 2. Juli 1669 die erste Messe und taufte die Stätte „Unsere liebe Frau in der Grien“. Seitdem wird das Kirchweihfest jährlich am 1. Julisonntag gefeiert.

1700 wurde das bestehende Gebäude mit einem viergeschossigen Nordturm samt Zwiebelhaube und durch Adaptierung der Sakristei zum Chorraum erweitert. 1852 folgte sodann eine neoromanische Fassadierung mit Dreiecksgiebel und der Westanbau. Das Gotteshaus besitzt seit 1808 den Rang einer Stationskaplanei und ist ein beliebter, idyllisch gelegener Wallfahrtsort; besonders die Verschonung von Mariagrün im Pestjahr 1680 steigerte die Verehrung.

Beschreibung

Trotz der Veränderungen lässt der Bau die ursprüngliche Anlage – ein Zentralraum in der Form eines griechischen Kreuzes mit laternenbekrönter Kuppel – in den in der Mittelachse korrespondierenden Kapellen (mit geschweiften Giebeln) und in der Vierung mit Glockendach noch deutlich erkennen. In maßwerkverzierten Rundbogennischen der neoromanischen Südfassade befinden sich die von Jakob Gschiel gefertigten Sandsteinfiguren der Heiligen Josef und Florian (entstanden 1875), in der Mittelachse ein Fresko der Begegnung Maria und Elisabeth. Das profilierte Rundbogen-Steintor zieren bemerkenswerte, um 1670 entstandene schmiedeeiserne Gitterflügel und Oberlichtgitter. Das einschiffige, zweijochige Langhaus besitzt ebenso wie der eingezogene zweijochige Chor ein Tonnengewölbe, die Vierung ein Klostergewölbe, die Kapellen sind quertonnengewölbt, die einjochige Empore weist eine Flachdecke auf. Die Glasgemälde im Chor stammen aus den Jahren 1892 und 1899.

Der Anfang des 18. Jahrhunderts gefertigte Hochaltar mit Säulenaufbau trägt ein Altarblatt Maria mit Jesuskind und Johannesknabe (1. Hälfte 18. Jahrhundert, Original ersetzt) und ein spätbarockes Oberbild Gottvater. Die Seitenfiguren stellen die Heiligen Leopold und Sebastian dar (um 1670). Der Tabernakel in späthistoristischen altdeutschen Stilformen entstand im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Der aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts stammende Seitenaltar mit Säulenaufbau besitzt das von Joseph Alexander Wonsidler 1844 gemalte Altarblatt Mutter der Barmherzigkeit, eine Stiftung des Alois Freiherrn von Königsbrunn. Der rechte Seitenaltar aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts trägt einen klassizistischen Säulenaufbau, das Altarblatt zeigt das auf den Drachen tretende Jesuskind, die Seitenfiguren die Heiligen Josef und Jakobus d. Ä. (um 1670); aus jener Zeit bzw. aus dem 1. Viertel des 18. Jahrhunderts stammen auch die sich in den stuckverzierten Nischen am rundbogigen Triumphbogen und in den Seitenkapellen befindlichen Holzfiguren der Heiligen Barbara, Katharina, Agnes und Margaretha. Das Kruzifix unter der Empore ist eine Arbeit aus dem 2. Viertel des 18. Jahrhunderts; an der Emporenbrüstung finden sich zudem die Porträtgemälde der Kirchenstifter Hans Friz und seiner Gattin Rosina (3. Viertel 18. Jahrhundert). In der Sakristei findet sich ein bemerkenswertes Marmor-Lavabo von Carlo Gianollo (datiert 1670).
Am Westrand des Kirchplatzes steht die um 1680 errichtete Mariä-Krönung-Kapelle, ein kleiner quadratischer Barockbau mit geschweiften Giebeln. Die Schauseite zeigt Sprenggiebel und Pilaster, das profilierte Rundbogentor ist mit schmiedeeisernen Gitterflügeln gesichert. Der tonnengewölbte Innenraum beherbergt einen Säulenaltar im Knorpelwerkstil, das Altarblatt zeigt die Krönung Mariä, das Oberbild den heiligen Franziskus. Die westlich des Turmkreuzes angeordnete Sandsteinfigur der Maria Immaculata, eine Arbeit Veit Königers (1760), stand zuvor vor der Front der Münzgraben- bzw. Fatimakirche.

Zwischen 1810 und 1814 weilte Ludwig Bonaparte, Exkönig von Holland und Bruder Kaiser Napoleons I. in Graz und besuchte bei seinen Spaziergängen immer die Mariagrüner Kirche. Südlich der Kirche findet sich das die Kirchenentstehung thematisierende Spätbiedermeierdenkmal mit Versen von Ludwig Bonaparte, Bruder Kaiser Napoleons I., von Ignaz Franz Castelli und von Anastasius Grün.

Oberhalb der Kirche befand sich die bis 1782 bewohnte Einsiedelei; sie wurde danach als Schulhaus adaptiert. Das Kirchlein von Mariagrün war nicht nur beliebtes Ausflugsziel der Grazer, hier fanden auch die Eremitenkapitel der Steiermark statt, um ihr Oberhaupt, den so genannten Altvater, zu wählen.

Am 13. Mai 1873 heiratete der steirische Schriftsteller Peter Rosegger seine erste Frau Anna Pichler in der Mariagrüner Kirche. Ihm ist auch zu verdanken, dass die Gegend um die Kirche (Mariagrüner Wald) lange Zeit nicht gröber verbaut wurde. Mittlerweile ist die Kirche zu einem großen Teil von neuartigen Wohnhausanlagen umgeben.

Im 19. Jahrhundert bereits als „Hochzeitskirchlein“ beliebt, ist die Kirche Mariagrün auch heute als Hochzeits- und Taufkirchlein bei der Grazer Bevölkerung sehr beliebt.

Literatur

Alois Kölbl, Wiltraud Resch: Wege zu Gott. Die Kirchen und die Synagoge von Graz. 2., erweiterte und ergänzte Auflage. Styria, Graz 2004, ISBN 3-222-13105-8, S. 193f.

Weblinks

Commons: Mariagrüner Kirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Unbekannter #Photograph – (#Graz #Geidorf #Rosenberg) #Scheune des #Brotschimpelhofs am #Rosenberg – 1912

„Scheune des Brotschimpelhofs am Rosenberg – 1912“

Minoriten-Schlössl
Quellengasse 4
Rosenberg
Geidorf
8010 Graz

https://goo.gl/maps/wG8qxNHNzRA1tYHn6

https://de.wikipedia.org/wiki/Geidorf

Geidorf

Geidorf ist der 3. Stadtbezirk von Graz.

Das „Gaidorf“ (mittelhochdeutsch für „Dorf am flachen Land“) war ehemals Teil der Grazer Vorstadt, heute liegt der Bezirk zentral in der Stadt nördlich der Altstadt und des Schloßbergs. Am bekanntesten ist Geidorf als Standort der Karl-Franzens-Universität und des Universitätsklinikums (LKH-Ost). Auf Grund seiner Nähe zum Stadtzentrum ist der Bezirk in Teilen stark belebt, in andern Teilen ist er ein verhältnismäßig ruhiger, typisch städtischer Wohnbezirk.

Lage

Der Bezirk Geidorf liegt nördlich der ersten beiden Bezirke Innere Stadt und St. Leonhard. Im Osten erstreckt er sich bis zum Grazer Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum, im Westen wird er von der Mur begrenzt, im Süden bildet der Fuß des an dieser Stelle recht steilen Grazer Schloßbergs die Grenze. Die Grenze zum Bezirk Andritz im Norden ist historisch und entspricht großteils der Grenze zwischen der Stadt Graz vor mehr als hundert Jahren und der damals noch eigenständigen Dorfgemeinde Andritz. An ihr liegt mit dem Reinerkogel die höchste Erhebung des Bezirks.

Geschichte

Durch Ausgrabungen, die bei der Renovierung der Leechkirche gemacht wurden, ist eine Besiedlung in der Urnenfelderzeit nachgewiesen. Allerdings kann daraus nicht auf eine durchgehende 3.000-jährige Besiedlung geschlossen werden.

Die Bezeichnung Geidorf bedeutet ‚Vorstadt‘.

Das ursprüngliche Geidorf befand sich in Graz innerhalb der alten Stadtmauer in der Nähe des Paulustors. Durch eine Erweiterung infolge einer Bevölkerungszunahme wurde die Vorstadt an ihren heutigen Standort verlegt.

Den historischen Kern hat Geidorf in einer kleinen Siedlung zwischen Heinrichstraße und Leechkirche. Diese wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts um ein bürgerliches Wohnviertel erweitert, das etwas weiter nördlich zwischen Heinrichstraße und Grabenstraße entstand. In einzelnen Straßenzügen wurden vor den Gebäuden die für die Gründerzeit typischen Vorgärten angelegt. Dahinter zieht sich ein Villengebiet bis auf die Süd- und Westhänge des Rosenhains.

Wichtigster Wirtschaftsträger zu dieser Zeit in Geidorf war die am ehemaligen Mühlgang gelegene, 1825 gegründete Grazer Zuckerfabrik, in der auch die erste Dampfmaschine der Steiermark in Betrieb genommen wurde.

Der Bezirk ist heute an einigen Stellen in der Nähe des Stadtparkes und des alten Kernes sehr dicht besiedelt, vorwiegend prägen Altbauten das Stadtbild.

An den Ausläufern des Rosenhaines liegt jedoch eine teilweise dünne Besiedlung vor und die Gegenden um den Rosenhain sind ein beliebtes Naherholungsgebiet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenhof_(Graz)

Rosenhof (Graz)

Der Rosenhof, auch Neidenberg genannt,

ist ein ehemaliger Grazer Edelhof, der später zu einem Schloss ausgebaut wurde.

Seine Geschichte geht bis auf die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück. Heute befindet er sich im Besitz der Stadt Graz.

Geografische Lage
Das Schloss steht auf dem Grazer Rosenberg.

Geschichte

Ursprünglich war das Schloss ein Hof und wurde am 17. Oktober 1533 von Jakob Stockinger gekauft. Er baute den Hof zu einem Edelhof aus und befreite ihn auch von der Dienstbarkeit. Jakobs Kinder verkauften den Hof am Rosenberg am 23. Oktober 1604 an Ciniak Schröckhinger zu Neblau, welcher ihn weiter ausbaute. Am 26. September 1606 erhielt Schröckhinger zu Neblau die Erlaubnis von Erzherzog Ferdinand den Besitz Neidenberg zu nennen. Ungefähr zu jener Zeit wurde auch ein kleiner Bergfried errichtet. 1620 kam der Sitz an Anna Lukretia Kuglmann. Sie übergab den bereits Rosenhof genannten Besitz 1634 an Georg Caspar Auer. Die Familie Auer war bis 1687 im Besitz des Gutes, ehe es an Ferdinand Leopold Graf Breuner kam. Ihm folgten einige andere Besitzer nach, ehe das Anwesen 1721 öffentlich versteigert und von Josef Gottlieb Freiherrn von Hingenau gekauft wurde. 1728 erwarb Georg Jakob von Deyerlsberg den Besitz.
Die von Deyerlsberg übergaben ihn am 1. Juli 1745 den in Graz ansässigen Jesuiten, welche darin Gäste unterbrachten. Nachdem der Grazer Orden 1773 aufgelöst wurde, kam der Rosenhof in Staatsbesitz. 1780 wurde er militärisch genutzt, wobei es sich herausstellte, dass er für eine Kaserne ungeeignet ist. Am 2. September 1781 wurde das Schloss öffentlich versteigert und vom damaligen Landeshauptmann Graf Ferdinand Attems erworben. Er ließ den Sitz in der Landtafel als Rosenhayn eintragen. Das Schloss war bis ins Jahr 1880 im Besitz der Familie Attems. Ihnen folgten mehrere Besitzer nach, ehe der Rosenhof am 28. Dezember 1928 in den Besitz der Stadtgemeinde Graz kam.

Nachweise

Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. Leykam, Graz 1995, ISBN 3-7011-7323-0, S. 33 (Nachdruck von 1961).

http://www.cafe-rosenhain.at/rosenhain-blog/files/tag-rosenberg.php

Die Entwicklung des Rosenbergs, wie der Hügel im Bezirk Geidorf bis 1783 genannt wurde, ist eng mit der Geschichte des Jesuitenordens in Graz verbunden.

Dieser war 1572 von Erzherzog Karl II. ins Land gerufen worden, um ein Gegengewicht zu den sich immer weiter ausbreitenden Lutheranern zu bilden.

Noch im 16. Jahrhundert errichteten die Jesuiten am Rosenberg ein Erholungsheim für ihre Ordensmitglieder und Zöglinge, das heute noch als öde Ruine zu sehen ist.

Zu Pestzeiten diente das Refektorium auch als Zufluchtsort für Priester und Schüler.

Im Laufe der Zeit erwarb der Jesuitenorden immer mehr Grundstücke am Rosenberg und 1745 auch den „Rosenhof“, einen alten Edelsitz mit Burgfried.

Als 1773 der Orden aufgehoben wurde, fiel der gesamte Besitz an den Staat.

1781 wurde der „Meierhof am Rosenberg“ von Landeshauptmann Graf Ferdinand Attems ersteigert, der sein Eigentum als „Rosenhayn“ eintragen ließ.

Genau 100 Jahre später kaufte der Algersdorfer Stearinkerzenfabrikant Johann Hofmann diesen Rosenhain, den er 1897 seiner Tochter Maria und diese später wiederum ihrer Tochter Maria, verehelichte Weiß, vererbte.

„Mein Großvater Weiß war Musiklehrer“, erzählt Gerd Weiß, Enkel der letzten Besitzerin, „und hat in die reiche Familie des Notars Dr. Prechlmacher hineingeheiratet. Seine Braut Maria war bei ihrer Heirat das reichste nicht adelige Mädchen der Steiermark.“

Herr Weiß war übrigens der Musiklehrer des berühmten Grazer Dirigenten Karl Böhm, hat dessen Musiktalent entdeckt und gefördert – ganz gegen den Willen von Böhms Vater, der Rechtsanwalt war und für seinen Sohn viel lieber eine Juristenlaufbahn gesehen hätte.

Am 28. Dezember 1928 verkaufte schließlich Maria Weiß fast ihren gesamten Besitz am Rosenhain samt Wildgehege und drei Teichen mit einer Gesamtfläche von 260.000 Quadratmetern an die Stadtgemeinde Graz, „um diese Liegenschaft als Waldgürtel und Naturschutzgebiet… und für Fürsorgezwecke für die Öffentlichkeit zu erhalten“, wie es im Kaufvertrag ausdrücklich heißt.

Und so geschah es auch: Im alten Wirtschaftshaus wurde ein Teil des Städtischen Altersheimes untergebracht, eine Freiluftschule entstand, ebenso eine Spielwiese, aus der Scheune wurde eine Tagesheimstätte für Kinder, nur das alte Klostergebäude am Fuße des Rosenhains blieb ein Sorgenkind und verfiel langsam.

Als begnadeter Grazkenner berichtet Gerd Weiß, dass einst schon Peter Rosegger gerne in der strohgedeckten „Einsiedelei“ seiner Urgroßmutter gesessen ist und geschrieben hat. „Das Gärtnerhaus existiert heute noch“, erzählt er, „es ist das schmale, hohe Haus direkt neben dem Parkplatz vor dem Café Rosenhain.“

Und aus dem alten Winzerhaus hoch über dem Weingarten machte man ein Restaurant, das 1976 abgebrannt ist.

Quelle: Austria Forum, Dr. Robert Engele – Rosenhain http://www.austria-forum.org
Bilder: Dr. Robert Engele, Sammlung Weiss

Tags: Café, Gastronomie, Rosenberg, Rosenhain

Unbekannter #Photograph – (#Graz #Mariatrost #Himmelreich) #Stadel beim #Kellerpeter auf dem #Himmelreich bei #Mariatrost – 1912

„Stadel beim Kellerpeter auf dem Himmelreich bei Mariatrost – 1912“

Himmelreichweg
Himmelreich – Platte
Mariatrost
8044 Graz

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Sanatorium Steyskal bei Graz

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Titel
Sanatorium bei Graz
Datierung
1895-1905
Beschreibung
Ehemaliges Sanatorium in Mariagrün
Beitragende/r
GrazMuseum Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz
Genre/Stil/Thema
Postkarte
Material/Medium/Technik
Papier
Abbildung/Inhalt/Thema
Gesundheit; Sanatorium;
Inventarnummer
ASK05_06411
Sammlung
Postkartensammlung
Rechte/Copyright
BY-NC-SA 4.0
Information über die Institution im Kulturpool
Karl-Franzens-Universität Graz
Objekt ist Teil von
Postkartensammlung, GrazMuseum
GrazMuseum Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz

http://www.kulturpool.at/plugins/kulturpool/showitem.action?itemId=279173379858&kupoContext=default

Kurhaus Dr. Steyskal, Maria Trost bei Graz

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Titel
Kurhaus Dr. Steyskal, Maria Trost bei Graz
Datierung
1931
Beschreibung
Ehemaliges Kurhaus Dr. Steyskal
Beitragende/r
GrazMuseum Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz
Genre/Stil/Thema
Postkarte
Kultur/Gebiet/Herkunft/Fundort
Graz; Köflach
Material/Medium/Technik
Papier
Abbildung/Inhalt/Thema
Gesundheit; Kur;
Inventarnummer
ASK05_06424
Sammlung
Postkartensammlung
Rechte/Copyright
BY-NC-SA 4.0
Information über die Institution im Kulturpool
Karl-Franzens-Universität Graz
Objekt ist Teil von
Postkartensammlung, GrazMuseum
GrazMuseum Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz

Unbekannter #Photograph – (#Graz #Mariatrost #Wenisbuch #Platte) #Stadel des Plattenbauernwirts auf der #Platte – 1912

„Stadel des Plattenbauernwirts auf der Platte – 1912“

„Stoffbauer“ (Plattenwirt)
Oberer Plattenweg 21
Platte
Mariatrost
8043 Graz

https://goo.gl/maps/oEEtnF6hXKHwNGCC6

https://goo.gl/maps/HXmAEpqrsrmjKoMV7

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Titel
Hans Pögl’s Gasthaus zum Stoffbauer, am Rosenberg bei Graz nächst Maria Grün.
Datierung
1924
Beschreibung
Blick zum Gasthaus Stoffbauer auf der Platte
Beitragende/r
GrazMuseum Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz
Genre/Stil/Thema
Postkarte
Kultur/Gebiet/Herkunft/Fundort
Graz; Velden am Wörthersee
Material/Medium/Technik
Papier
Abbildung/Inhalt/Thema
Gastronomie; Gasthaus;
Inventarnummer
ASK05_07495
Sammlung
Postkartensammlung
Rechte/Copyright
BY-NC-SA 4.0
Information über die Institution im Kulturpool
Karl-Franzens-Universität Graz
Objekt ist Teil von
Postkartensammlung, GrazMuseum
GrazMuseum Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz

https://de.wikipedia.org/wiki/Platte_(Graz)

Platte (Graz)

Platte 08
Deutsch: Blick vom Lichtensternweg in Fölling zur Platte, Graz-Mariatrost
Clemens Stockner, 2018

Die Platte ist eine 651 m ü. A. hohe Erhebung im Grazer Stadtgebiet.

Den Gipfel bildet ein etwa 1 ha großes Plateau, in dessen Mitte die Stephanienwarte, eine ehemalige Wetterstation steht. Heute befindet sich am Turm eine moderne Umwelt- und Luftgüte-Überwachungsanlage. Die Erhebung ist touristisch erschlossen und bietet ein Graz-Panorama von der Stephanienwarte.

Lage und Umgebung

Die Platte liegt im Stadtbezirk Mariatrost in der Katastralgemeinde Wenisbuch.

Sie erhebt sich rund 250 m über dem Tal des Mariatroster Baches und bildet zusammen mit dem nordwestlich angrenzenden Pfangberg ein kleines Massiv.

Nach Südwesten verläuft ein Hügelkamm weiter zu Rosenberg und Reinerkogel,

im Norden trennt der Taleinschnitt von Wenisbuch die Erhebung von Lineckberg und Hauenstein.

Im Südosten trennt die Rettenbachklamm die Platte vom Kogelberg.

Zufahrten mit dem Auto sind über den Hinteren Plattenweg bis zu einem kleinen Parkplatz beim 2. Plattenkreuz möglich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad kann man bis zur Warte hinauf.

Stephanienwarte

1839 errichtete man unter der Schirmherrschaft des Rechnungsrates Franz Göbel einen hölzernen Aussichtspavillon. Der Standort befand sich zum damaligen Zeitpunkt noch im Bezirk Graz-Umgebung. Entworfen hat die erste Warte auf der Platte Wenzel Heger. Sie verfiel in den Folgejahrzehnten trotz Renovierungsmaßnahmen komplett.[1]
Graz – Mariatrost (11.) – Wenisbuch – Katastralgemeinde – bis 1938 eigenständiges Dorf
Am 6. April 1880 erwarb der Steirische Gebirgsverein den Gipfel der Platte mitsamt einem Servitut, das einen freien Zugang zum Turm gewährt. Das Projekt von J. G. Wolf ging als Siegerprojekt aus sieben Einreichungen für den Neubau der Warte hervor. Sockel und Kanten sind aus vermauerten Bruchsteinen, die Seitenflächen mit roten Ziegelsteinen aufgefüllt.[1] Die 18 Meter[2] hohe Warte betritt man durch einen Torbogen: einem Erdgeschoss im Renaissance-Stil folgt das Mittelgeschoß mit neubarocken Stilelementen. Den Aussichtsbereich umläuft ein Eisengitter mit Ornamenten und auf vier Eisensäulen ruht das Blechdach.[3]

Nach der Grundsteinlegung im Juli 1880 fand am 19. September die Eröffnung der Stephanienwarte statt. In den 1950er Jahren sorgte ein Turmaufseher für Ordnung. 1968 erfolgte eine Renovierung und der Österreichische Versuchssenderverband benützte die Warte für seine Zwecke mit. 1972 erwarb die Alpenvereinssektion Graz ein großes Areal um die Stephanienwarte, um es vor Verbauung zu schützen.[3]
Ab 1977 war im Turm eine Funkleiteinrichtung des Landesfeuerwehrverbandes für den Katastrophenschutz installiert, die 1995 auf den Plabutsch verlegt wurde. 1979 erfolgte eine neuerliche Renovierung, ab 1989 kam eine Luftgüteüberwachungsstation hinzu, die 1991 für Ozonmessung erweitert wurde. Die Sektion Graz des Österreichischen Alpenvereins ist momentaner Besitzer der Stephanienwarte, die seit 2010 frei zugänglich ist.[4][5]

Literatur

Renate Kniely: Aussichtswarten um Graz. In: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz. Band 38/39. Graz 2009. S. 413–457.
Einzelnachweise
Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 441.
Stephanienwarte/Platte auf outdooractive.com
Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 444.
Eröffnung der Stephanienwarte (Memento des Originals vom 7. April 2014 im Internet Archive)

Unbekannter #Photograph – (#Graz #Mariatrost #Wenisbuch) Scheune des Plattenbauernwirts auf der #Platte – 1912

„Scheune des Plattenbauernwirts auf der Platte – 1912“

„Stoffbauer“ (Plattenwirt)
Oberer Plattenweg 21
Platte
Mariatrost
8043 Graz

https://goo.gl/maps/oEEtnF6hXKHwNGCC6

https://goo.gl/maps/HXmAEpqrsrmjKoMV7

http://kultur-pool.at/plugins/servlet/watermark/markImage?params=fGltYWdlVXJsPWh0dHA6Ly9nYW1zLnVuaS1ncmF6LmF0L2lpaWYvbzpnbS43NDk1L1JFQ1RPL2Z1bGwvZnVsbC8wL2RlZmF1bHQuanBnfHdhdGVybWFya1RleHQ9wqkgS2FybC1GcmFuemVucy1Vbml2ZXJzaXTDpHQgR3JhenxkZWZhdWx0SW1hZ2VVcmw9aHR0cDovL3d3dy5rdWx0dXJwb29sLmF0L3MvMTcyNC81LzIvXy9kb3dubG9hZC9yZXNvdXJjZXMvYXQudW1hLmt1bHR1cnBvb2wua3Vwby11aTpzdHlsZXMtZGVmYXVsdC1pY29ucy9pY29uLWltYWdlLmdpZg

Titel
Hans Pögl’s Gasthaus zum Stoffbauer, am Rosenberg bei Graz nächst Maria Grün.
Datierung
1924
Beschreibung
Blick zum Gasthaus Stoffbauer auf der Platte
Beitragende/r
GrazMuseum Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz
Genre/Stil/Thema
Postkarte
Kultur/Gebiet/Herkunft/Fundort
Graz; Velden am Wörthersee
Material/Medium/Technik
Papier
Abbildung/Inhalt/Thema
Gastronomie; Gasthaus;
Inventarnummer
ASK05_07495
Sammlung
Postkartensammlung
Rechte/Copyright
BY-NC-SA 4.0
Information über die Institution im Kulturpool

Karl-Franzens-Universität Graz
Objekt ist Teil von
Postkartensammlung, GrazMuseum
GrazMuseum Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz

https://de.wikipedia.org/wiki/Platte_(Graz)

Platte (Graz)

Platte 08
Deutsch: Blick vom Lichtensternweg in Fölling zur Platte, Graz-Mariatrost
Clemens Stockner, 2018

Die Platte ist eine 651 m ü. A. hohe Erhebung im Grazer Stadtgebiet.

Den Gipfel bildet ein etwa 1 ha großes Plateau, in dessen Mitte die Stephanienwarte, eine ehemalige Wetterstation steht. Heute befindet sich am Turm eine moderne Umwelt- und Luftgüte-Überwachungsanlage. Die Erhebung ist touristisch erschlossen und bietet ein Graz-Panorama von der Stephanienwarte.

Lage und Umgebung

Die Platte liegt im Stadtbezirk Mariatrost in der Katastralgemeinde Wenisbuch.

Sie erhebt sich rund 250 m über dem Tal des Mariatroster Baches und bildet zusammen mit dem nordwestlich angrenzenden Pfangberg ein kleines Massiv.

Nach Südwesten verläuft ein Hügelkamm weiter zu Rosenberg und Reinerkogel,

im Norden trennt der Taleinschnitt von Wenisbuch die Erhebung von Lineckberg und Hauenstein.

Im Südosten trennt die Rettenbachklamm die Platte vom Kogelberg.

Zufahrten mit dem Auto sind über den Hinteren Plattenweg bis zu einem kleinen Parkplatz beim 2. Plattenkreuz möglich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad kann man bis zur Warte hinauf.

Stephanienwarte

1839 errichtete man unter der Schirmherrschaft des Rechnungsrates Franz Göbel einen hölzernen Aussichtspavillon. Der Standort befand sich zum damaligen Zeitpunkt noch im Bezirk Graz-Umgebung. Entworfen hat die erste Warte auf der Platte Wenzel Heger. Sie verfiel in den Folgejahrzehnten trotz Renovierungsmaßnahmen komplett.[1]

Am 6. April 1880 erwarb der Steirische Gebirgsverein den Gipfel der Platte mitsamt einem Servitut, das einen freien Zugang zum Turm gewährt. Das Projekt von J. G. Wolf ging als Siegerprojekt aus sieben Einreichungen für den Neubau der Warte hervor. Sockel und Kanten sind aus vermauerten Bruchsteinen, die Seitenflächen mit roten Ziegelsteinen aufgefüllt.[1] Die 18 Meter[2] hohe Warte betritt man durch einen Torbogen: einem Erdgeschoss im Renaissance-Stil folgt das Mittelgeschoß mit neubarocken Stilelementen. Den Aussichtsbereich umläuft ein Eisengitter mit Ornamenten und auf vier Eisensäulen ruht das Blechdach.[3]

Nach der Grundsteinlegung im Juli 1880 fand am 19. September die Eröffnung der Stephanienwarte statt. In den 1950er Jahren sorgte ein Turmaufseher für Ordnung. 1968 erfolgte eine Renovierung und der Österreichische Versuchssenderverband benützte die Warte für seine Zwecke mit. 1972 erwarb die Alpenvereinssektion Graz ein großes Areal um die Stephanienwarte, um es vor Verbauung zu schützen.[3]
Ab 1977 war im Turm eine Funkleiteinrichtung des Landesfeuerwehrverbandes für den Katastrophenschutz installiert, die 1995 auf den Plabutsch verlegt wurde. 1979 erfolgte eine neuerliche Renovierung, ab 1989 kam eine Luftgüteüberwachungsstation hinzu, die 1991 für Ozonmessung erweitert wurde. Die Sektion Graz des Österreichischen Alpenvereins ist momentaner Besitzer der Stephanienwarte, die seit 2010 frei zugänglich ist.[4][5]

Literatur

Renate Kniely: Aussichtswarten um Graz. In: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz. Band 38/39. Graz 2009. S. 413–457.
Einzelnachweise
• • Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 441.
• • Stephanienwarte/Platte auf outdooractive.com
• • Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 444.
• • Eröffnung der Stephanienwarte (Memento des Originals vom 7. April 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., graz.at vom 9. August 2010, abgerufen am 31. März 2014
• Kniely: Aussichtswarten um Graz, S. 445.

http://www.stoffbauer.com/home.html

Unbekannter Photograph – (Graz) Bauernhof in Wetzelsdorf an der Krottendorfer Strasse – 1912

„Bauernhof in Wetzelsdorf an der Krottendorfer Strasse – 1912“

Krottendorfer Strasse
Wetzelsdorf
8052Graz

https://goo.gl/maps/nUhNCkzFF9FduRpy7