Category Archives: Steiermark – Eisenerz – Pfarrkirche St. Oswald = Oswaldikirche (um 1280 bis heute)

Adalbert Kurka, Fotograf in #Eisenerz, um 1870, #Eisenerz, Blick von #Hohenegg in Richtung Kirchenburg St. Oswald

Adalbert Kurka, Adalbert Kurka – Eisenerz, Adalbert Kurka (1844-1918 Eisenerz) – österreichischer Fotograf in Eisenerz von circa 1870 bis circa 1890, Franz Kurka, Franz Kurka – Eisenerz, Franz Kurka (1862-1931 Eisenerz) - österreichischer Fotograf in Eisenerz von circa 1890 bis circa 1910, Kurka - Etymologie 1 Proto-Slavic kura + -ka “hen or female chicken”, Kurka - Etymologie 1 Proto-Slavic kura + -ka “Henne oder Hühnchen”, #Eisenerz, #Erzberg, #Hohenegg, Steiermark – Eisenerz, Steiermark - Eisenerz – Erzberg, Steiermark - Eisenerz – Erzberg – 1566 m ü.A. hoher Berg in der Obersteiermark, Steiermark - Eisenerz – Erzberg – 1171 erstmals erwähnter Berg mit Eisenabbau, Steiermark - Eisenerz – Hohenegg – Berg westlich des Erzberges, Steiermark – Eisenerzer Reichenstein – 2165 m ü.A. hoher Berg in den Eisenerzer Alpen, Steiermark – Eisenerzer Reichenstein – im Süden von Eisenerz und Erzberg gelegener Gebirgszug der Eisenerzer Alpen, Steiermark – Eisenerzer Reichenstein – im Westen von Vordernberg und Präbichl gelegener Gebirgszug der Eisenerzer Alpen, Steiermark – Eisenerz = Innerberg, Steiermark – Eisenerz – Kirchenburg St. Oswald, Steiermark – Eisenerz – Wehrburg St. Oswald, Steiermark – Eisenerz – circa 4300 Einwohner zählende Stadt in der Obersteiermark, Steiermark – Eisenerz – Pfarrkirche St. Oswald = Oswaldkirche (um 1280 bis heute), Dr. Timm Starl (*1939 Wien - ) - österreichischer Kulturwissenschaftler Fotohistoriker Ausstellungskurator FOTOGESCHICHTE-Gründer, #IngridMoschik, Ingrid Moschik, Mag. Ingrid Moschik, #MagIngridMoschik, Mag. Ingrid Moschik - österreichische Konzeptkünstlerin seit 1980, Mag. Ingrid Moschik (1955 Villach - ) - österreichische Staatsmündelkünstlerin
“Eisenerz, Erzberg, Kirchenburg St. Oswald, Erzbach-Tal”
“CABINET-PORTRAIT
ADALBERT KURKA IN EISENERZ
Vervielfältigung vorbehalten.”

Kirchenburg St. Oswald
Kirchenstiege 5, 8790 Eisenerz

https://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrkirche_St._Oswald_(Eisenerz)

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Oswald in Eisenerz,
im Volksmund Oswaldikirche genannt,

ist die größte und bedeutendste Wehrkirche derSteiermark und eine der wenigen vollständig erhaltenen Österreichs. Sie gehört zum Dekanat Leoben in der Diözese Graz-Seckau, das Patronat hat die Stadtgemeinde Eisenerz.

Die dem heiligen Oswald geweihte Kirche wurde im 15. und 16. Jahrhundert in spätgotischem Stil erbaut. Sie gilt als ein Hauptwerk der Admonter Bauhütte.

Eisenerz (26)

Deutsch: Eisenerz in der Steiermark, Österreich: Kirche
English: Eisenerz, a city in Styria, Austria, Europe
Marion Schneider & Christoph Aistleitner, 2008.

Auf einem nördlichen Ausläufer des Erzbergs, dem

sogenannten Vogelbichl

errichtet wird sie von einer Taboranlage umschlossen.

Gemeinsam mit dem Schichtturm und dem Erzberg gehört die Oswaldikirche zu den das Eisenerzer Stadtbild am stärksten prägenden Wahrzeichen.

Neuesten Untersuchungen aus dem Jahr 2010 zufolge ist sie das einzige bekannte sakrale Monument des Protestantismus in der Steiermark.

Eisenerz - Wehrkirche hl Oswald - Ansicht vom Rundwanderweg mit Blick über Eisenerz

Deutsch: Kirchenfestungsanlage hl. Oswald mit Johanneskapelle und Kapellenbildstock mit Blick über Eisenerz
Haeferl, 2012.

Geschichte

Vom Vorgängerbau bis zur Kirchenweihe

Über die erste urkundliche Erwähnung der Vorgängerkirche auf dem Vogelbichl finden sich unterschiedliche Angaben. Der Kirchenführer und das Sonntagsblatt der Diözese Graz-Seckau berichten, dass die frühere romanische Kirche um 1279 erbaut wurde,[1][2] der Dehio und die Pfarre Eisenerz geben 1282 an.[3][4] Dass die Vorgängerkirche zum ersten Mal 1288 genannt wird, erfährt man in einer Untersuchung aus dem Jahr 1941 von Maja Loehr.[5] Eine weitere Jahreszahl findet sich bei Anton Schifter, der erst in einer Ablassgewährung für die Oswaldikirche durch Bischof Friedrich II. von Seckau im Jahr 1404 den ersten Hinweis auf deren Existenz sieht.[6] An der Stelle, an der sich die heutige Johanneskapelle befindet, ist Legenden zufolge bereits 1016 eine Kapelle gestanden, doch konnten dafür bisher weder bauliche Spuren noch schriftliche Belege gefunden werden. Der Karner wird anlässlich einer Stiftung 1447 erwähnt. 1469 findet sich der erste Eintrag im Pfarrverzeichnis über eine Seelsorgestelle in Eisenerz.[6] Der Bau der heutigen Kirche begann 1470 unter Kaiser Friedrich III; als sein Vertreter hatte Hanns Haug, dessen Wappen an der südlichen Empore angebracht ist, die Oberaufsicht.[7]

Das Langhaus, der Turm, die alte Sakristei und der bereits 1472 fertiggestellte Chor wurden von Bauleiter Meister Thoman begonnen. Der spätgotische Altar wurde 1461 vom Radmeister Kunrat Tackhner gestiftet; die vier vom Meister der Oswaldlegende gemalten Altarbilder befinden sich heute im Belvedere in Wien. Wegen der drohenden Türkeneinfälle veranlasste Kaiser Friedrich III ab 1482 eine wehrhafte Befestigung. Ein verheerender Brand in Eisenerz im Jahr 1496, der auch die im Bau befindliche Kirche ergriff, verzögerte die Bauzeit der Kirche. Einzig der Turm blieb verschont. Das Werk wurde nun von Meister Erhart und dessen Sohn Peterfortgeführt. Es folgten das Verkleiden der Wände von Turm und Langhaus mit Steinquadern, das mit 13.000 Schindeln gedeckte Dach (1503) und das aus Tuffsteinhergestellte Gewölbe (1504 bis 1509). Alten Rechnungsbüchern zufolge wurde das Gewölbe 1510 von Meister Jakob mit „farbigen Schildereien“ geschmückt; von diesen Malereien ist nichts mehr erhalten. Die Kirche wurde schließlich am 2. Juli 1512 durch den Bischof von Lavant geweiht. Erst danach wurde ab 1513 die außergewöhnliche Westempore von Steinmetz Meister Kristoff geschaffen und der Bau damit 1517/18 vollendet. Diese bisherige Annahme zur Entstehung der Empore wurde 2010 durch eine Studie der TU Graz unter der Leitung von Simone Hain widerlegt: Demnach soll der Bildschmuck an der Empore nicht vor 1539 entstanden sein und die an der Empore eingemeißelte Jahreszahl „1517“ nicht das Jahr der Fertigstellung sondern den Beginn der Reformation angeben und so ein Denkmal für dieWittenberger Thesen darstellen. Es scheint daher naheliegend, dass die Empore zunächst ohne Bildschmuck fertiggestellt und dieser erst nachträglich angebracht wurde. Auch die beiden Erker wurden laut Simone Hain möglicherweise erst später angebaut. Eine Orgel wurde bereits 1513 von Paul Hofhaimer gebaut und angeliefert.[8][9][6][1]

Reformation, Verstärkung der Wehranlage und Gegenreformation

Ab 1519 breitete sich in der Steiermark der Protestantismus aus und entwickelte sich zur mehrheitlichen Glaubensrichtung. An dem mit missverstandenen lutherisch-religiösen Forderungen vermischten Bauernaufstand im Jahr 1525 nahmen auch die Knappen, Blähhausarbeiter und die Bürgerschaft aus Eisenerz teil. 1529, als die Türken Wien belagerten, wurde die bis dahin aus einer einfachen Mauer bestehende Wehranlage verstärkt und mit Schießscharten, Pechnasen und hölzernen Wehrgängen versehen. Im Norden wurde der Zugang zur Anlage durch eine wuchtige Barbakane und ein Innentor gesichert, das nicht verwehrte Westportal wurde zugemauert und im Süden ein neuer Zugang geschaffen. Strategisch war die Anlage vor allem gedacht, um den Zugang zum bereits damals bedeutsamen Erzberg zu verteidigen. Um der Bevölkerung ebenfalls Schutz zu bieten, stattete man die Wehranlage mit einem eigenen Brunnen und einem Aborterker aus und legte einen Verteidigungsgraben an.[10] 1538 wird mit Samuel Kracher der erste lutherische Prädikant erwähnt.

1550 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts war Eisenerz mehrheitlich protestantisch. Dies geht aus Aufzeichnungen zum Brucker Winkellandtag im Jahr 1572 hervor, bei dem Eisenerz neben weiteren 14 Städten und Märkten öffentlich seine Zugehörigkeit zum Augsburger Bekenntnis erklärte.[11] 1593 ließ der Radmeister Hans Weeger über dem Karner die Johanneskapelle erbauen; als Erinnerung wurde eine Gedenkmünze geschlagen.[6][12]
Die Türkeneinfälle blieben in Eisenerz zwar aus, als Fluchtburg wurde die Anlage aber im Zuge der Gegenreformation um 1599 genutzt.

Der protestantische Teil der Bürger und Radmeisterverschanzte sich vor Martin Brenner, dem Bischof von Seckau, der sie auf Geheiß von Landesfürst Ferdinand II. mit 316 Schützen und Hellebardenträgern zur Aufgabe zwang. Regierungsmaßnahmen wie Beschlagnahmungen, Zwang zum Verkauf der Radwerke an katholische Übernehmer und Vertreibung jener, die dem Augsburger Bekenntnis weiterhin treu blieben, Verbrennungen von sektischen Büchern oder 50 der Bevölkerung ins Quartier gelegte Soldaten konnten die überwiegende Mehrheit wieder zum Katholizismus bekehren.

Zumindest 14 Radmeister samt ihren Familien standen auf der endgültigen Ausweisungsliste, darunter auch Hans Weeger, der jedoch 1610 wieder in den Urkunden aufscheint.[11][10][13]

Zu- und Umbauten, Renovierungen

Im Zuge des Baus der heute noch bestehenden Wehranlage wurde 1532–1534 auch die zweijochige Nordkapelle an den Turm gebaut und über zwei Spitzbogenarkaden und einen mächtigenBündelpfeiler mit dem Kirchenschiff verbunden.

Seit dem Jahr 1690 werden in der Kirche Matriken geführt.[4]

1706 bekam die Kirche eine Johann Christoph Egedacher-Orgel.[14]

Ab dem Jahr 1763 kam es zur Barockisierung; zunächst entstand nördlich des Chors eine neue Sakristei, der Turm bekam eine Zwiebelhaube und die Kirche erhielt eine barocke Einrichtung.

1775 wurden die Zugangsstiegen aus insgesamt 160 Steinstufen angelegt. Ende des 19. Jahrhunderts hatten die hölzernen Wehrgänge ausgedient.

030 Eisenerz - J.F.Kaiser Lithografirte Ansichten der Steiermark 1825

Joseph Franz Kaiser (1786-1859):
J. F. Kaiser – lithographirte Ansichten der Steyermärkischen Städte, Märkte und Schlösser.
Graz, 1825.

Ab 1890 erfolgte eine vollständige Innen- und Außenrenovierung der Kirche, im Zuge derer es durch den Wiener Dombaumeister Friedrich von Schmidt zur Regotisierung kam. Schmidts Pläne wurden zwar nicht vollständig ausgeführt, jedoch kam es zu markanten Änderungen: Die Zwiebelhaube wurde durch das heutige Pyramidendach, die barocken Altäre und die Orgel durch neugotische ersetzt. Die barocken Altarbilder wurden an den Seitenwänden des Chors aufgehängt.

Außerdem kamen 1898 die Farbglasscheiben der fünf Apsisfenster, zehn Apostelfiguren sowie die geschmiedete Kanzelhinzu.

Die Farbglasscheiben der drei- und vierbahnigen Fenster im Langhaus und in der Nordkapelle wurden 1903 eingesetzt.

Der neugotische Hochaltar wurde 1905 aufgestellt und 1912 geweiht. Die barocke Sakristei wurde 1910 renoviert.

1967 stürzte die südliche Mauer der Taboranlage teilweise ein und wurde 1969 wiederhergestellt. Aus Inschriften am Langhaus kann auf Restaurierungen in den Jahren 1911 und 1982 geschlossen werden.

Volksaltar und Ambo kamen 1993 hinzu. Die Weihe des Altars fand am 4. Juli 1993 statt.

Seit 2004 werden Kirche und Wehranlage unter der Regie des Vereines zur Rettung der Wehranlage und der Pfarrkirche St. Oswald, der zur Aufbringung der finanziellen Mittel gegründet wurde[2], schrittweise saniert. Die Dauer der Restaurierung ist auf zehn Jahre angedacht.

Am 1. Juli 2012 wurde ein Festgottesdienst zum 500-jährigen Jubiläum der Kirchenweihe abgehalten. Die Predigt wurde von Bischof Egon Kapellari gehalten und es wurde die von Franz Cibulka komponierte St. Georgsmesse aufgeführt.[15][16][6][1]

http://www.kirchenburg.at/cms/de/oswaldikirche-eisenerz/zuerst-klein,-dann-oho.html

Wie aus dem kleinen Kirchlein ein mächtiger Kirchenbau wurde.

Hat dieser die Jahrhunderte unbeschadet überstanden?

Eisenerzer Oswaldikirche um 1850

Eisenerzer Oswaldikirche mit barockem Zwiebelturm (1768 bis um 1890)

Weitere Beispiele von
“Adalbert & Franz KURKA – Fotoverlag in Eisenerz”
auf Sparismus:

Adalbert Kurka, Fotograf in #Eisenerz, um 1870, #Erzberg, Blick von #Hohenegg in Richtung #Reichenstein
https://comartgraz.wordpress.com/2017/04/01/adalbert-kurka-fotograf-in-eisenerz-um-1870-erzberg-blick-von-hohenegg-in-richtung-reichenstein/

Adalbert Kurka in #Eisenerz, um 1875, #Erzberg, Blick von #Hohenegg
https://comartgraz.wordpress.com/2017/03/28/adalbert-kurka-in-eisenerz-um-1875-erzberg-blick-von-hohenegg/

Adalbert Kurka in #Eisenerz, um 1880, Panorma, Blick in Richtung #Pfaffenstein, nach einem Aquarell um 1850
https://comartgraz.wordpress.com/2017/03/30/adalbert-kurka-in-eisenerz-um-1880-panorma-blick-in-richtung-pfaffenstein-nach-einem-aquarell-um-1850/

Adalbert Kurka in #Eisenerz, um 1885, #Erzberg, Blick von #Hohenegg in Richtung #Eisenerzer #Reichenstein
https://comartgraz.wordpress.com/2017/03/29/adalbert-kurka-in-eisenerz-um-1885-erzberg-blick-von-hohenegg-in-richtung-eisenerzer-reichenstein/

Mag. Ingrid Moschik,
Österreichische Konzeptkünstlerin